Weizenpreis gefallen


24.06.11 16:53
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Neben dem allgemein negativen Marktumfeld belasteten gestern Nachrichten, wonach sich die G20 auf eine gemeinsame Linie zur strikteren Regulierung der Agrarmärkte geeinigt haben sollen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Der Preis für den nächstfälligen Weizenterminkontrakt sei an der CBOT zwischenzeitlich auf ein 11-Monatstief von 6,06 USD je Scheffel gefallen. Der Preis für LIFFE-Weizen sei erstmals seit drei Monaten unter die Marke von 200 EUR je Tonne gefallen. Die Finanzminister und Notenbankgouverneure der G20-Staaten seien dazu aufgefordert worden, angemessene Maßnahmen zur Regulierung und Aufsicht der Agrarmärkte zu beschließen. Zudem sollten u.a. Maßnahmen zur Verbesserung der Transparenz durch neue Datenerhebungen ergriffen werden. Allerdings habe sich Frankreich mit seiner Forderung nach einer für alle Staaten verpflichtenden Positionsobergrenze nicht durchsetzen können.

Die Analysten würden den Preisrückgang der vergangenen Tage insbesondere bei Weizen als übertrieben erachten. Das niedrigere Preisniveau dürfte physische Käufe begünstigen. Gestern habe der weltgrößte Weizenimporteur Ägypten bekannt gegeben, 240 Tsd. Tonnen Weizen aus den USA, Frankreich und Australien mit Lieferung für den 21.-31. Juli zu kaufen. Ägypten wolle zudem auch nach dem Ende des Exportstopps zunächst keinen Weizen aus Russland importieren, sondern erst die Qualität der russischen Ernte abwarten. (24.06.2011/ac/a/m)