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Volatile Börsen kommen Stockpickern entgegen
14.03.08 12:12
Morningstar
München (aktiencheck.de AG) - Passive Vehikel liegen nach fünf Jahren vorne, das zeigen auch die Ergebnisse der Morningstar Fund House Awards 2008, so die Experten von "Morningstar".
Allerdings sollte das aktuelle Marktumfeld aktiven Managern in den kommenden Jahren Chancen bieten. Der Bullenmarkt sei im Frühjahr 2003 gestartet. ETFs seien immer zu 100 Prozent investiert und würden volle Fahrt aufnehmen, wenn Börsen steigen würden. Die Morningstar Fund House Awards 2008 würden die Jahre 2003 bis 2007 erfassen. Es verwundere also nicht, dass das beste deutsche große Aktienhaus mit Barclays Global Investors (ishares) ein ETF-Anbieter sei. Die Märkte hätten den low cost providern mit puren Beta-Wetten kräftig Rückenwind gegeben.
Auch ein Indexfonds, der Balzac Germany-Index, sei bester deutscher Standardwertefonds bei den diesjährigen Kategorie Awards für deutsche Blue Chips gewesen. In die Berechnung dieser Fonds Awards würden die letzten fünf Jahre einfließen. Allerdings werde das Jahr 2007 mit 48% gewichtet (Morningstar Fund House Methodologie).
Zwar sei das Jahr 2007 recht volatil gewesen, aber es habe sich dann doch ausgezahlt, immer voll im Markt zu sein und Nebenwerte zu meiden. Der Balzac Germany-Index habe mit seinem zugrunde liegenden Index, dem MSCI Germany, einen Vorteil gegenüber den meisten aktiven Fonds mit Schwerpunkt Standardwerten gehabt. Und natürlich würden auf fünf Jahre die Kosten zu Buche schlagen. Der Balzac MSCI Germany habe eine Verwaltungsvergütung von 0,6%.
In der Königsklasse gewinne Fidelity mit 63 Fonds und einem durchschnittlichen 5-Jahres-Rating von 3,44 Sternen. Bedingung für die Teilnahme an den Multi-Asset Fund House Awards seien mindestens fünf Aktien- und fünf Rentenfonds mit 5-Jahres-Rating gewesen, die in Deutschland zum Vertrieb zugelassen seien. Für Fidelity seien in die Auswertung 45 Aktien-, sieben Renten- und sechs Geldmarktfonds eingeflossen. Auf dem zweiten Platz habe sich die DWS mit 168 Fonds positionieren können. 81 Aktien-, 45 Renten-, 19 Geldmarktfonds und zwei offene Immobilienfonds hätten ein 5-Jahres-Rating von im Schnitt 3,36 Sternen im Zeitraum 2003 bis 2007. Dritter sei Baring mit einem Durchschnitts-Rating von 3,34 Sternen geworden. 22 Aktien- und fünf Rentenfonds seien in die Kalkulation eingegangen.
Der Blick zurück gebe meistens wenig Aufschluss über die Zukunft. Dennoch freut es die Experten von "Morningstar", dass ETFs und Indexfonds mit ihren niedrigen Verwaltungskosten nun auch in den Fokus von Privatanlegern rücken könnten. Doch was könnte die Zukunft bringen? Sie würden glauben, dass die Aktienmärkte zumindest in den nächsten 18 Monaten volatil bleiben würden. Es brauche Zeit, bis die Banken und der Finanzsektor im Allgemeinen neue Cash Flows finden würden.
Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister würden rund ein Drittel der Aktienmärkte ausmachen. Damit hätten passive Anlagen einen Performance-Bremsklotz am Bein, denn die meisten ETFs würden auf marktkapitalisierungsgewichteten Indices mit entsprechendem Gewicht an Citigroup, HSBC Bank oder Société Générale basieren.
Die Zeit der aktiven Manager sei gekommen. Wobei aktiv als aktiv im wahren Sinne des Wortes zu verstehen sei. Benchmarknahe und sektorneutrale Ansätze würden nur schwer outperformen können. Die Manager mit der Freiheit, sich von der Benchmark zu entfernen, und einem soliden Research-Unterbau hätten gute Chancen in volatilen Seitwärtsmärkten, ihre Gebühren zu verdienen und den Markt zu schlagen. Sicher, dies werde auch mit der Kassequote geschehen. Aber wirkliche Stockpicker mit Sektormeinung sollten die Nase vorne haben. Letztendlich erfordere die Steuerung der Investitionsquote (Kassehaltung oder Future-Absicherungen) mehr Glück als das handwerkliche Können, die richtigen Aktien herauszufiltern. (Ausgabe vom 12.03.2008) (14.03.2008/fc/a/m)
Allerdings sollte das aktuelle Marktumfeld aktiven Managern in den kommenden Jahren Chancen bieten. Der Bullenmarkt sei im Frühjahr 2003 gestartet. ETFs seien immer zu 100 Prozent investiert und würden volle Fahrt aufnehmen, wenn Börsen steigen würden. Die Morningstar Fund House Awards 2008 würden die Jahre 2003 bis 2007 erfassen. Es verwundere also nicht, dass das beste deutsche große Aktienhaus mit Barclays Global Investors (ishares) ein ETF-Anbieter sei. Die Märkte hätten den low cost providern mit puren Beta-Wetten kräftig Rückenwind gegeben.
Auch ein Indexfonds, der Balzac Germany-Index, sei bester deutscher Standardwertefonds bei den diesjährigen Kategorie Awards für deutsche Blue Chips gewesen. In die Berechnung dieser Fonds Awards würden die letzten fünf Jahre einfließen. Allerdings werde das Jahr 2007 mit 48% gewichtet (Morningstar Fund House Methodologie).
In der Königsklasse gewinne Fidelity mit 63 Fonds und einem durchschnittlichen 5-Jahres-Rating von 3,44 Sternen. Bedingung für die Teilnahme an den Multi-Asset Fund House Awards seien mindestens fünf Aktien- und fünf Rentenfonds mit 5-Jahres-Rating gewesen, die in Deutschland zum Vertrieb zugelassen seien. Für Fidelity seien in die Auswertung 45 Aktien-, sieben Renten- und sechs Geldmarktfonds eingeflossen. Auf dem zweiten Platz habe sich die DWS mit 168 Fonds positionieren können. 81 Aktien-, 45 Renten-, 19 Geldmarktfonds und zwei offene Immobilienfonds hätten ein 5-Jahres-Rating von im Schnitt 3,36 Sternen im Zeitraum 2003 bis 2007. Dritter sei Baring mit einem Durchschnitts-Rating von 3,34 Sternen geworden. 22 Aktien- und fünf Rentenfonds seien in die Kalkulation eingegangen.
Der Blick zurück gebe meistens wenig Aufschluss über die Zukunft. Dennoch freut es die Experten von "Morningstar", dass ETFs und Indexfonds mit ihren niedrigen Verwaltungskosten nun auch in den Fokus von Privatanlegern rücken könnten. Doch was könnte die Zukunft bringen? Sie würden glauben, dass die Aktienmärkte zumindest in den nächsten 18 Monaten volatil bleiben würden. Es brauche Zeit, bis die Banken und der Finanzsektor im Allgemeinen neue Cash Flows finden würden.
Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister würden rund ein Drittel der Aktienmärkte ausmachen. Damit hätten passive Anlagen einen Performance-Bremsklotz am Bein, denn die meisten ETFs würden auf marktkapitalisierungsgewichteten Indices mit entsprechendem Gewicht an Citigroup, HSBC Bank oder Société Générale basieren.
Die Zeit der aktiven Manager sei gekommen. Wobei aktiv als aktiv im wahren Sinne des Wortes zu verstehen sei. Benchmarknahe und sektorneutrale Ansätze würden nur schwer outperformen können. Die Manager mit der Freiheit, sich von der Benchmark zu entfernen, und einem soliden Research-Unterbau hätten gute Chancen in volatilen Seitwärtsmärkten, ihre Gebühren zu verdienen und den Markt zu schlagen. Sicher, dies werde auch mit der Kassequote geschehen. Aber wirkliche Stockpicker mit Sektormeinung sollten die Nase vorne haben. Letztendlich erfordere die Steuerung der Investitionsquote (Kassehaltung oder Future-Absicherungen) mehr Glück als das handwerkliche Können, die richtigen Aktien herauszufiltern. (Ausgabe vom 12.03.2008) (14.03.2008/fc/a/m)


