Erweiterte Funktionen
Verschnaufpause für Edelmetallpreise
28.12.11 17:02
DekaBank
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Es ist nur Gold, dessen Performance in diesem Jahr glänzt: Betrachtet man die Preisentwicklung der vier bedeutendsten Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium seit Beginn dieses Jahres, weist zum Jahresende lediglich Gold eine positive Performance aus, so die Analysten der DekaBank.
Seit Anfang Januar 2011 habe sich Gold in der Spitze um 30% verteuert und liege im Moment mit etwas mehr als 10% im Plus. Silber sei zwischenzeitlich sogar 55% teurer gewesen als zum Jahresbeginn, zum Jahresende aber nur noch ein Minus von gut 5% übrig geblieben. Die Performance des Platinpreises habe bis Mitte September um die Nulllinie geschwankt. Seither sei der Platinpreis auf -20% im Vergleich zum Jahresbeginn abgerutscht. Palladium zeige eine ähnliche Entwicklung: Die Performance der Palladiumnotierung habe zunächst im Bereich von 0 bis -10% geschwankt und sei in den letzten Monaten auf -20 % abgerutscht.
Ganz klar würden die Investoren das Vertrauen eines sicheren Hafens nur Gold und in abgeschwächter Form Silber entgegenbringen. Je höher die industrielle Verwendungskomponente eines Edelmetalls, umso schwächer sei die Eigenschaft als sicherer Anlagehafen ausgeprägt. So werde Gold nur zu ca. 12% industriell verwendet, Silber zu 45%, Platin und Palladium würden zu mehr als der Hälfte industriell genutzt.
Allen vier Edelmetallen gemeinsam sei derzeit jedoch das Phänomen, dass die nicht-kommerziellen Edelmetallhändler in den vergangenen Monaten ein wenig das Vertrauen in steigende Notierungen verloren hätten. So hätten sie ihre Netto-Long-Positionen seit dem Sommer in der Tendenz abgebaut, wobei die Anzahl der Netto-Long-Positionen nur bei Silber und bei Palladium auf verhältnismäßig niedrige Niveaus gefallen sei. Bei Gold und Platin sei die Netto-Long-Positionierung der nichtkommerziellen Händler noch immer stark ausgeprägt.
Aufgrund der zu erwartenden anhaltenden ultralockeren Geldpolitik einiger wichtiger Notenbanken und aufgrund der nicht gelösten europäischen Staatsschuldenkrise gebe es kaum Gründe für einen weiteren massiven Abbau der Netto-Long-Positionen. So erwarte man auch keinen weiteren starken Preisrückgang bei den Edelmetallen. Nur wenn die Weltwirtschaft in eine massive Rezessionsphase fallen würde, würden die Analysten starkes Abwärtspotenzial für Gold & Co sehen.
Die Goldpreisprognose der Analysten für den Jahresdurchschnitt 2012 verbleibe bei 1.860 US-Dollar je Feinunze, was vom heutigen Preisniveau aus gesehen einen Anstieg des Goldpreises bedeute. 2013 sehe man den Goldpreis bei durchschnittlich 1.900 US-Dollar. Die Suche nach einem vermeintlich sicheren Anlagehafen werde nach Meinung der Analysten noch eine ganze Weile ein wichtiges Anlagemotiv bleiben. (28.12.2011/ac/a/m)
Seit Anfang Januar 2011 habe sich Gold in der Spitze um 30% verteuert und liege im Moment mit etwas mehr als 10% im Plus. Silber sei zwischenzeitlich sogar 55% teurer gewesen als zum Jahresbeginn, zum Jahresende aber nur noch ein Minus von gut 5% übrig geblieben. Die Performance des Platinpreises habe bis Mitte September um die Nulllinie geschwankt. Seither sei der Platinpreis auf -20% im Vergleich zum Jahresbeginn abgerutscht. Palladium zeige eine ähnliche Entwicklung: Die Performance der Palladiumnotierung habe zunächst im Bereich von 0 bis -10% geschwankt und sei in den letzten Monaten auf -20 % abgerutscht.
Allen vier Edelmetallen gemeinsam sei derzeit jedoch das Phänomen, dass die nicht-kommerziellen Edelmetallhändler in den vergangenen Monaten ein wenig das Vertrauen in steigende Notierungen verloren hätten. So hätten sie ihre Netto-Long-Positionen seit dem Sommer in der Tendenz abgebaut, wobei die Anzahl der Netto-Long-Positionen nur bei Silber und bei Palladium auf verhältnismäßig niedrige Niveaus gefallen sei. Bei Gold und Platin sei die Netto-Long-Positionierung der nichtkommerziellen Händler noch immer stark ausgeprägt.
Aufgrund der zu erwartenden anhaltenden ultralockeren Geldpolitik einiger wichtiger Notenbanken und aufgrund der nicht gelösten europäischen Staatsschuldenkrise gebe es kaum Gründe für einen weiteren massiven Abbau der Netto-Long-Positionen. So erwarte man auch keinen weiteren starken Preisrückgang bei den Edelmetallen. Nur wenn die Weltwirtschaft in eine massive Rezessionsphase fallen würde, würden die Analysten starkes Abwärtspotenzial für Gold & Co sehen.
Die Goldpreisprognose der Analysten für den Jahresdurchschnitt 2012 verbleibe bei 1.860 US-Dollar je Feinunze, was vom heutigen Preisniveau aus gesehen einen Anstieg des Goldpreises bedeute. 2013 sehe man den Goldpreis bei durchschnittlich 1.900 US-Dollar. Die Suche nach einem vermeintlich sicheren Anlagehafen werde nach Meinung der Analysten noch eine ganze Weile ein wichtiges Anlagemotiv bleiben. (28.12.2011/ac/a/m)
Werte im Artikel



