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Velten Strategie Deutschland-Fonds: Reproduzierbare Rendite - Fondsanalyse
22.12.17 09:30
Universal-Investment-GmbH
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Durch den Einsatz mehrerer Substrategien und eines evidenzbasierten Ansatzes filtert Dr. Robert Velten, Geschäftsführer der Velten Asset Management, die passenden Aktien für den Velten Strategie Deutschland-Fonds heraus, so die Experten der Universal-Investment-GmbH in ihrer aktuellen Ausgabe von "ChampionsNews".
Im Gespräch mit "ChampionsNews" berichte Velten, wie anhand der selbst entwickelten Kennzahlen und der Kombination mehrerer Substrategien eine stabile Rendite erzielt werden könne.
ChampionsNews: Herr Dr. Velten, viele Anleger handeln wenig rational und werden von Emotionen geleitet. Wo sehen Sie die Ursachen dafür? Lernt der Mensch nicht aus seinen Fehlern?
Velten: Manchmal lernt der Mensch und manchmal lernt er nicht. Schauen Sie sich die Kriege und Unterdrückungen an, die Menschen verüben. Andererseits gibt es Individuen mit einem beeindruckenden Track Record wie Mahatma Gandhi und Nelson Mandela. Im Dazulernen schlägt die keiner. Und sie sind nicht gerade bekannt für ihre Angst und Gier. Unsere Gefühle stammen aus Jahrmillionen langer Evolution. Sie sind geeignet, um in einer kleinen Gruppe von Urmenschen zu überleben, aber nicht um am Kapitalmarkt erfolgreich zu sein. Unsere Ratio ist im Regelfall zu schwach, um sich gegen die unbewusst viel stärkeren Gefühle durchzusetzen. Auf den Punkt gebracht: Wir Menschen benötigen hier Hilfe. Quasi Überlebenshilfe, wenn es um finanziellen Erfolg geht. Ich finde Hilfe in meiner Strategie, weil sie logisch plausibel ist und nach dem neusten Stand der Wissenschaft entwickelt wurde.
ChampionsNews: Eine wichtige Grundlage für Ihren Investmentansatz sind evidenzbasierte Regeln. Was verstehen Sie darunter, und welche Vorteile bietet dieses Modell für die Portfoliostrukturierung?
Velten: Ein Backtest allein ist noch keine Evidenz. Die Regeln für eine Investmentstrategie müssen mehrfach geprüft sein und auch nicht rein auf Statistiken beruhen. Bereits im Vorfeld muss eine finanzwirtschaftlich sinnvolle Hypothese aufgestellt werden. Nur diese Apriori-Hypothesen werden anschließend überprüft. Das unterscheidet mein Vorgehen von rein quantitativen Ansätzen. Die meisten regelbasierten Ansätze haben keine hohe Evidenz. Noch gefährlicher ist es, wenn überhaupt keine Regeln verwendet werden. Evidenzbasierte Regeln hingegen haben schlicht und einfach den Vorteil, dass ihre vergangenen Ergebnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit reproduzierbar sind.
ChampionsNews: Um ein möglichst stabiles Ergebnis zu erzielen, kombinieren Sie außerdem sieben Substrategien. Welche Vorteile bieten diese einzelnen Substrategien? Wie greifen diese sinnvoll ineinander, um ein positives Ergebnis zu erzielen?
Velten: Ich setze immer alle sieben Substrategien zugleich ein. Jede Strategie funktioniert anders und unabhängig von den anderen. So setzt eine Strategie etwa auf momentumorientierte Faktoren, eine weitere hat eher das Wachstum und mögliche Turn-around-Qualitäten einer Aktie im Fokus, eine dritte konzentriert sich auf eine Kombination aus Value und Momentum. Auf diese Weise hat man immer mehrere Zugpferde zugleich im Rennen. Es ist wie im Flugzeug: Sollte doch mal ein System ausfallen, gibt es immer noch ein anderes, das hier ausgleichend funktioniert. Bei sieben vielversprechenden Strategien ist die Wahrscheinlichkeit, im jeweiligen Betrachtungszeitraum eine Überperformance zu erzielen, nochmals höher.
ChampionsNews: Warum haben Sie sich gerade auf deutsche Aktien fokussiert? Kommt dabei das gesamte deutsche Aktienspektrum zum Einsatz?
Velten: Ja, alle liquiden deutschen Aktien werden von uns überprüft. Aus dem gesamten Spektrum werden immer 30 bis 50 Titel für das Portfolio ausgewählt. Der deutsche Aktienmarkt hat den Vorteil, dass er relativ transparent ist und außerdem eine starke globale Vernetzung aufweist. Es gibt ein ausgewogenes Branchenspektrum und sehr viele interessante Titel.
ChampionsNews: Welche Titel haben sich zuletzt als besonders erfolgreich im Portfolio erwiesen?
Velten: Im Grunde ist uns egal, welche unserer Einzeltitel erfolgreich sind. Für uns zählt immer das gesamte Portfolio. Seit mehreren Quartalen haben mehrere Substrategien Deutsche Lufthansa und Einhell Germany als Investmentmöglichkeit ausgewählt. Beide Titel zählen derzeit zu unseren Hauptgewichten. Die von uns gemessenen Erfolgsfaktoren, wie kräftiges Wachstum und günstige Bewertung bei hoher Rentabilität und Stabilität, waren bei diesen beiden Aktien am stärksten ausgeprägt. (Ausgabe 4/2017) (22.12.2017/fc/a/f)
Im Gespräch mit "ChampionsNews" berichte Velten, wie anhand der selbst entwickelten Kennzahlen und der Kombination mehrerer Substrategien eine stabile Rendite erzielt werden könne.
ChampionsNews: Herr Dr. Velten, viele Anleger handeln wenig rational und werden von Emotionen geleitet. Wo sehen Sie die Ursachen dafür? Lernt der Mensch nicht aus seinen Fehlern?
Velten: Manchmal lernt der Mensch und manchmal lernt er nicht. Schauen Sie sich die Kriege und Unterdrückungen an, die Menschen verüben. Andererseits gibt es Individuen mit einem beeindruckenden Track Record wie Mahatma Gandhi und Nelson Mandela. Im Dazulernen schlägt die keiner. Und sie sind nicht gerade bekannt für ihre Angst und Gier. Unsere Gefühle stammen aus Jahrmillionen langer Evolution. Sie sind geeignet, um in einer kleinen Gruppe von Urmenschen zu überleben, aber nicht um am Kapitalmarkt erfolgreich zu sein. Unsere Ratio ist im Regelfall zu schwach, um sich gegen die unbewusst viel stärkeren Gefühle durchzusetzen. Auf den Punkt gebracht: Wir Menschen benötigen hier Hilfe. Quasi Überlebenshilfe, wenn es um finanziellen Erfolg geht. Ich finde Hilfe in meiner Strategie, weil sie logisch plausibel ist und nach dem neusten Stand der Wissenschaft entwickelt wurde.
ChampionsNews: Eine wichtige Grundlage für Ihren Investmentansatz sind evidenzbasierte Regeln. Was verstehen Sie darunter, und welche Vorteile bietet dieses Modell für die Portfoliostrukturierung?
ChampionsNews: Um ein möglichst stabiles Ergebnis zu erzielen, kombinieren Sie außerdem sieben Substrategien. Welche Vorteile bieten diese einzelnen Substrategien? Wie greifen diese sinnvoll ineinander, um ein positives Ergebnis zu erzielen?
Velten: Ich setze immer alle sieben Substrategien zugleich ein. Jede Strategie funktioniert anders und unabhängig von den anderen. So setzt eine Strategie etwa auf momentumorientierte Faktoren, eine weitere hat eher das Wachstum und mögliche Turn-around-Qualitäten einer Aktie im Fokus, eine dritte konzentriert sich auf eine Kombination aus Value und Momentum. Auf diese Weise hat man immer mehrere Zugpferde zugleich im Rennen. Es ist wie im Flugzeug: Sollte doch mal ein System ausfallen, gibt es immer noch ein anderes, das hier ausgleichend funktioniert. Bei sieben vielversprechenden Strategien ist die Wahrscheinlichkeit, im jeweiligen Betrachtungszeitraum eine Überperformance zu erzielen, nochmals höher.
ChampionsNews: Warum haben Sie sich gerade auf deutsche Aktien fokussiert? Kommt dabei das gesamte deutsche Aktienspektrum zum Einsatz?
Velten: Ja, alle liquiden deutschen Aktien werden von uns überprüft. Aus dem gesamten Spektrum werden immer 30 bis 50 Titel für das Portfolio ausgewählt. Der deutsche Aktienmarkt hat den Vorteil, dass er relativ transparent ist und außerdem eine starke globale Vernetzung aufweist. Es gibt ein ausgewogenes Branchenspektrum und sehr viele interessante Titel.
ChampionsNews: Welche Titel haben sich zuletzt als besonders erfolgreich im Portfolio erwiesen?
Velten: Im Grunde ist uns egal, welche unserer Einzeltitel erfolgreich sind. Für uns zählt immer das gesamte Portfolio. Seit mehreren Quartalen haben mehrere Substrategien Deutsche Lufthansa und Einhell Germany als Investmentmöglichkeit ausgewählt. Beide Titel zählen derzeit zu unseren Hauptgewichten. Die von uns gemessenen Erfolgsfaktoren, wie kräftiges Wachstum und günstige Bewertung bei hoher Rentabilität und Stabilität, waren bei diesen beiden Aktien am stärksten ausgeprägt. (Ausgabe 4/2017) (22.12.2017/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 179,871 € | 182,018 € | -2,147 € | -1,18% | 17.04./19:38 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE000A2ATCU8 | A2ATCU | 190,49 € | 147,53 € | |


