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UniSector GenTech Fondsporträt
16.07.07 10:39
Euro fondsxpress
München (aktiencheck.de AG) - Biotech-Fonds sind in den vergangenen Jahren vor alle durch ihre schwache Performance aufgefallen, doch es gibt Produkte, die der Flaute trotzen - der UniSector GenTech (ISIN LU0125232032 / WKN 602092) von Union Investment ist einer von ihnen, so die Experten von "Euro fondsxpress".
Gentechnologie gelte als die Schlüsselindustrie des 21. Jahrhunderts. Liefere doch die Entschlüsselung des menschlichen Erbguts die Grundlage, um immer mehr Krankheiten heilen zu können. Von dieser Zukunftstechnologie wolle der UniSector GenTech profitieren - und im Gegensatz zu vielen anderen Biotech-Fonds habe er das bislang auch geschafft. Mit einem Wertzuwachs von gut 48 Prozent über drei Jahre liege der UniSector GenTech im Branchenvergleich weit vorn. Das Erfolgsrezept von Fondsmanager Markus Manns sei das Pipeline-Bewertungsmodell.
Biotech-Unternehmen zu bewerten sei nicht einfach. Die Entwicklung eines Medikaments dauere im Schnitt zehn Jahre und verursache Kosten im dreistelligen Millionenbereich. Bestehe das Medikament die Tests nicht, könnten die Entwicklungskosten nicht wieder hereingeholt werden. Selbst wenn das Medikament die letzte Phase der vorgeschriebenen klinischen Studien erreiche, liege die statistische Wahrscheinlichkeit, dass es auf den Markt komme, nur bei 65 Prozent.
Dieser statistische Wert sei Manns nicht genug, schließlich hänge von der Marktreife einiges ab. "Durch die Analyse mehrerer Faktoren berechnen wir die Erfolgsaussichten eines Wirkstoffs genauer und filtern so die attraktivsten Investments heraus", erkläre der studierte Mediziner.
Zudem suche Manns gezielt nach unterbewerteten Unternehmen und die finde er oft unter den kleinen und mittleren Firmen. Ein Beispiel dafür sei Antisoma: Die britische Biotech-Firma habe Manns vor einem Jahr ins Portfolio genommen, weil sie ein viel versprechendes Krebsmittel in der Pipeline habe, der Aktienmarkt dies aber noch nicht honoriert habe. Mittlerweile habe der Pharmariese Novartis dem britischen Unternehmen mehr als 100 Mio. USD für die Rechte an dem Medikament gezahlt und der Aktienkurs von Antisoma sei deutlich gestiegen.
Manns Strategie sei langfristig ausgerichtet, die Werte in seinem Portfolio seien es schließlich auch. "Medikamentenentwicklung ist ein sehr langfristiger Prozess", betone der Manager. Anleger sollten also einen langen Atem mitbringen und sich bewusst sein, dass die Fokussierung auf den noch relativ jungen Wirtschaftszweig Gentechnologie ein verhältnismäßig hohes Risiko berge. Dafür würden überdurchschnittliche Renditechancen winken, wenn der Biotech-Sektor wieder anziehe.
Dass er das werde, davon sei der Fondsmanager überzeugt: "Besonders für kleinere und mittlere Unternehmen bin ich sehr positiv gestimmt. In den nächsten Jahren läuft der Patentschutz vieler Medikamente aus. Und die Pharma-Unternehmen zahlen zur Zeit hohe Summen für die Übernahme von jungen Biotech-Firmen mit innovativen Produkten."
Manager Manns mache einen guten Job, FondsNote 1 unterstreiche die Qualität des Produkts. Für Anleger, die bereit seien, das Risiko zu tragen, das der Biotech-Sektor mit sich bringe, ermögliche der Fonds einen guten antizyklischen Einstieg. Nachteil: Mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 2,26 Prozent seien die Gebühren ziemlich hoch. (Ausgabe 28/2007 vom 13.07.2007) (16.07.2007/fc/a/f)
Gentechnologie gelte als die Schlüsselindustrie des 21. Jahrhunderts. Liefere doch die Entschlüsselung des menschlichen Erbguts die Grundlage, um immer mehr Krankheiten heilen zu können. Von dieser Zukunftstechnologie wolle der UniSector GenTech profitieren - und im Gegensatz zu vielen anderen Biotech-Fonds habe er das bislang auch geschafft. Mit einem Wertzuwachs von gut 48 Prozent über drei Jahre liege der UniSector GenTech im Branchenvergleich weit vorn. Das Erfolgsrezept von Fondsmanager Markus Manns sei das Pipeline-Bewertungsmodell.
Biotech-Unternehmen zu bewerten sei nicht einfach. Die Entwicklung eines Medikaments dauere im Schnitt zehn Jahre und verursache Kosten im dreistelligen Millionenbereich. Bestehe das Medikament die Tests nicht, könnten die Entwicklungskosten nicht wieder hereingeholt werden. Selbst wenn das Medikament die letzte Phase der vorgeschriebenen klinischen Studien erreiche, liege die statistische Wahrscheinlichkeit, dass es auf den Markt komme, nur bei 65 Prozent.
Zudem suche Manns gezielt nach unterbewerteten Unternehmen und die finde er oft unter den kleinen und mittleren Firmen. Ein Beispiel dafür sei Antisoma: Die britische Biotech-Firma habe Manns vor einem Jahr ins Portfolio genommen, weil sie ein viel versprechendes Krebsmittel in der Pipeline habe, der Aktienmarkt dies aber noch nicht honoriert habe. Mittlerweile habe der Pharmariese Novartis dem britischen Unternehmen mehr als 100 Mio. USD für die Rechte an dem Medikament gezahlt und der Aktienkurs von Antisoma sei deutlich gestiegen.
Manns Strategie sei langfristig ausgerichtet, die Werte in seinem Portfolio seien es schließlich auch. "Medikamentenentwicklung ist ein sehr langfristiger Prozess", betone der Manager. Anleger sollten also einen langen Atem mitbringen und sich bewusst sein, dass die Fokussierung auf den noch relativ jungen Wirtschaftszweig Gentechnologie ein verhältnismäßig hohes Risiko berge. Dafür würden überdurchschnittliche Renditechancen winken, wenn der Biotech-Sektor wieder anziehe.
Dass er das werde, davon sei der Fondsmanager überzeugt: "Besonders für kleinere und mittlere Unternehmen bin ich sehr positiv gestimmt. In den nächsten Jahren läuft der Patentschutz vieler Medikamente aus. Und die Pharma-Unternehmen zahlen zur Zeit hohe Summen für die Übernahme von jungen Biotech-Firmen mit innovativen Produkten."
Manager Manns mache einen guten Job, FondsNote 1 unterstreiche die Qualität des Produkts. Für Anleger, die bereit seien, das Risiko zu tragen, das der Biotech-Sektor mit sich bringe, ermögliche der Fonds einen guten antizyklischen Einstieg. Nachteil: Mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 2,26 Prozent seien die Gebühren ziemlich hoch. (Ausgabe 28/2007 vom 13.07.2007) (16.07.2007/fc/a/f)


