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UniGlobal Fondsporträt
19.11.07 10:51
Euro fondsxpress
München (aktiencheck.de AG) - Das Jahr 1888 kennen Geschichtskenner als Dreikaiserjahr, so die Experten von "Euro fondsxpress" in ihrem Kommentar zum UniGlobal.
Gleich drei Männer hätten damals das Deutsche Reich regiert: Wilhelm I., Friedrich III. und Wilhelm II. Ähnliches, wenn auch jahresübergreifend, habe sich zuletzt bei Union Investment abgespielt. Im Juli 2006 habe zunächst Thomas Meier das Haus verlassen. Er habe fünf Jahre lang den UniGlobal gemanagt, den Flaggschiff-Fonds von Union Investment.
Auf Meier sei OIgerd Eichler gefolgt, der Fondsmanager des Jahres 2007 sei im Juli 2007 jedoch zu MainFirst gewechselt. Seither stehe Andre Köttner am Ruder des weltweit anlegenden Aktienfonds. Anders als Wilhelm II. wolle Köttner den Kurs seiner Vorgänger jedoch beibehalten. "Der UniGlobaI wird weiter mit ruhiger Hand geführt", betone er. "Wir suchen fundamental gute Titel, die langfristig attraktiv sind."
Köttner könne zudem auf den Rat seiner Kollegen zurückgreifen. 40 Aktienfondsmanager würden bei Union Investment arbeiten, von denen jeder einzelne Sektoren analysiere. "lch muss die Empfehlungen meiner Kollegen nicht umsetzen, aber ich bin gut beraten, es zu tun", sage Köttner, der selbst den Bereich Software und Services betreue.
Köttner habe Mathematik und Physik studiert und sei vor zehn Jahren zur Fondstochter der Volks- und Raiffeisenbanken gekommen. Während seiner Traineezeit habe ihm diese Station am besten gefallen. Seither habe er etliche Union-Fonds gemanagt. Nun betreue er nur noch den UniGlobal, in den auch das Geld der Riester-Sparer von Union Investment fließe.
Köttner investiere beim UniGlobal vor allem in Titel aus Industrieländern. Zehn Prozent seiner Werte würden aber bereits aus den Schwellenländern stammen. Vorgaben für bestimmte Länder oder Sektoren habe Köttner nicht. Riskante Wetten gehe er allerdings nicht ein. "Wir beschäftigen uns intensiv mit den Firmen", sage er. Fünf Kriterien seien ihm dabei wichtig - ein nachhaltiges Geschäftsmodell, ein gutes Management, Wachstum ohne Zukäufe, eine gute Bilanz sowie eine moderate Bewertung der Aktie.
Außerdem wolle er eine Aktienposition binnen zwei Tage aufbauen und auch wieder auflösen können. Small-Caps würden damit durchs Raster fallen. Und in den Schwellenländern streue er breit über viele Titel. Deshalb halte der UniGlobal momentan rund 170 Einzelwerte. Viele Manager der Unternehmen treffe Küttner selbst. Meist spreche er pro Tag mit zwei Firmenvertretern.
Zuletzt habe Köttner den Fonds defensiver aufgestellt, weil er nach fünf Jahren Hausse mit einer schwierigeren Marktphase rechne. Aufgestockt habe er etwa Öldienstleister, weil diese bei hohen Ölpreisen mehr Aufträge erhalten würden. Finanzwerte habe er dagegen rechtzeitig reduziert. Hier setze er bevorzugt auf Börsen und Fondshäuser, die von der Subprime-Krise nicht betroffen seien.
Andre Köttner arbeite bereits zehn Jahre bei Union Investment und greife gern und oft auf die Expertise seiner Kollegen zurück. Daher spreche vieles dafür, dass der UniGlobal weiterhin den MSCI World schlage. (Ausgabe 46/2007 vom 16.11.2007) (19.11.2007/fc/a/f)
Gleich drei Männer hätten damals das Deutsche Reich regiert: Wilhelm I., Friedrich III. und Wilhelm II. Ähnliches, wenn auch jahresübergreifend, habe sich zuletzt bei Union Investment abgespielt. Im Juli 2006 habe zunächst Thomas Meier das Haus verlassen. Er habe fünf Jahre lang den UniGlobal gemanagt, den Flaggschiff-Fonds von Union Investment.
Auf Meier sei OIgerd Eichler gefolgt, der Fondsmanager des Jahres 2007 sei im Juli 2007 jedoch zu MainFirst gewechselt. Seither stehe Andre Köttner am Ruder des weltweit anlegenden Aktienfonds. Anders als Wilhelm II. wolle Köttner den Kurs seiner Vorgänger jedoch beibehalten. "Der UniGlobaI wird weiter mit ruhiger Hand geführt", betone er. "Wir suchen fundamental gute Titel, die langfristig attraktiv sind."
Köttner könne zudem auf den Rat seiner Kollegen zurückgreifen. 40 Aktienfondsmanager würden bei Union Investment arbeiten, von denen jeder einzelne Sektoren analysiere. "lch muss die Empfehlungen meiner Kollegen nicht umsetzen, aber ich bin gut beraten, es zu tun", sage Köttner, der selbst den Bereich Software und Services betreue.
Köttner investiere beim UniGlobal vor allem in Titel aus Industrieländern. Zehn Prozent seiner Werte würden aber bereits aus den Schwellenländern stammen. Vorgaben für bestimmte Länder oder Sektoren habe Köttner nicht. Riskante Wetten gehe er allerdings nicht ein. "Wir beschäftigen uns intensiv mit den Firmen", sage er. Fünf Kriterien seien ihm dabei wichtig - ein nachhaltiges Geschäftsmodell, ein gutes Management, Wachstum ohne Zukäufe, eine gute Bilanz sowie eine moderate Bewertung der Aktie.
Außerdem wolle er eine Aktienposition binnen zwei Tage aufbauen und auch wieder auflösen können. Small-Caps würden damit durchs Raster fallen. Und in den Schwellenländern streue er breit über viele Titel. Deshalb halte der UniGlobal momentan rund 170 Einzelwerte. Viele Manager der Unternehmen treffe Küttner selbst. Meist spreche er pro Tag mit zwei Firmenvertretern.
Zuletzt habe Köttner den Fonds defensiver aufgestellt, weil er nach fünf Jahren Hausse mit einer schwierigeren Marktphase rechne. Aufgestockt habe er etwa Öldienstleister, weil diese bei hohen Ölpreisen mehr Aufträge erhalten würden. Finanzwerte habe er dagegen rechtzeitig reduziert. Hier setze er bevorzugt auf Börsen und Fondshäuser, die von der Subprime-Krise nicht betroffen seien.
Andre Köttner arbeite bereits zehn Jahre bei Union Investment und greife gern und oft auf die Expertise seiner Kollegen zurück. Daher spreche vieles dafür, dass der UniGlobal weiterhin den MSCI World schlage. (Ausgabe 46/2007 vom 16.11.2007) (19.11.2007/fc/a/f)


