Umsätze im Fondshandel ziehen vor Ostern kräftig an


11.04.13 10:37
Börse Hamburg

Hamburg (www.fondscheck.de) - Trotz einer verkürzten Handelswoche vor Ostern und einem traditionell ruhigen Ausklang zu den Feiertagen sind die Umsätze im Fondshandel an der Börse Hamburg im März deutlich gestiegen, so die Börse Hamburg.

Anleger hätten Fondsanteile im Wert von rund 84,5 Millionen Euro und damit ein Volumen von etwa acht Millionen Euro mehr als im Februar gehandelt.

Hohe Umsätze seien auch im März wieder in zahlreichen offenen Immobilienfonds (OIF) zu verzeichnen gewesen, bei denen die Anteilsrücknahme ausgesetzt sei. Unter den 20 umsatzstärksten Fonds seien allein zehn OIFs gewesen; unter den ersten fünf seien es vier gewesen. Das Kauf- und Verkaufsinteresse sei vor allem beim CS Euroreal groß gewesen - in diesem Fonds seien mit einem Umsatzvolumen von 8,38 Millionen Euro erneut die meisten Anteile gehandelt worden.

"Der börsliche Handel ist die einzige Möglichkeit geschlossene offene Immobilienfonds zu kaufen oder zu verkaufen", kommentiere Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. "Das begründet das anhaltend große Interesse an der Kauf- und Verkaufsmöglichkeit über die Börse Hamburg."

Gefragt seien im März auch Aktienfonds mit unterschiedlichen Anlageschwerpunkten gewesen. Denn mit den richtigen Aktien könnten Anleger von der weltweiten Erholung profitieren. "Im Markt ist Optimismus, aber auch Alternativlosigkeit zu spüren", erläutere Christine Lutz von der Wertpapierhandelsbank Schnigge. "Die Schuldenkrise scheint abzuebben, und die Konjunktur nimmt wieder Fahrt auf. Auch die reichliche Versorgung der Märkte mit Liquidität durch die Notenbanken in Verbindung mit den aktuell wenig lukrativen Geldanlagealternativen lässt Aktienfonds für Anleger attraktiv erscheinen."

Im Fokus der Anleger hätten im März vor allem Fonds gestanden, die in große deutsche Werte investieren würden. So seien zum Beispiel im ETFlab DAX, der den Deutschen Aktienindex nachbilde, Anteile im Wert von 1,81 Millionen Euro umgesetzt worden. Im DWS Deutschland seien Anteile im Wert von 1,32 Millionen Euro gehandelt worden. Besonders starke Umsätze habe es mit 3,58 Millionen Euro außerdem erneut im Flossbach von Storch Multiple Opportunities gegeben - ein Mischfonds, der einen ausgeglichenen Risiko-/Rendite-Ansatz verfolge.

Kaum zu spüren gewesen sei im Fondshandel die Hängepartie um eine Rettung des von der Staatspleite bedrohten Zypern. "Es gibt kaum Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Zypern", sage Lutz. "Dennoch steigt die Skepsis gegenüber der Eurozone, und die Zurückhaltung gegenüber Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Europa wächst. Viele Anleger fürchten sich vor einer Ansteckung weiterer Länder."

Bei den Top-Performern im März zeige sich ein einheitliches Bild. Gut entwickelt hätten sich vor allem Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Japan, von denen viele auf Monatssicht ein zweistelliges Plus verbucht hätten. Unter den zehn Fonds mit der besten Performance seien neun Titel mit dem Anlageschwerpunkt Japan-Aktien. Vor allem Small- und Mid-Caps seien gesucht gewesen. "Hintergrund der großen Nachfrage nach solchen Werten ist die laxe Geldpolitik in Japan", erkläre Lutz. "Die Unternehmen profitieren von der günstigen Liquidität." Am stärksten habe zulegen können der Parvest Equity Japan Small Cap mit einem Plus von mehr als 15 Prozent.

Zu neuer Stärke verhelfe die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank auch Wirtschaft und Aktienmarkt in den USA. Die großen Aktienindices hätten die Kursverluste aus der Finanzkrise wieder wettmachen können. Dennoch komme laut Lutz allmählich Skepsis auf. Denn der Arbeitsmarkt erhole sich noch nicht wie erhofft. "Und der Korea-Konflikt bereitet den Anlegern Sorge."

Verloren hätten im März vor allem Goldfonds, weil der Goldpreis weiter sinke. Im Vergleich zum Februar, in dem solche Fonds zum Teil zweistellige Verluste hätten hinnehmen müssen, habe sich die Talfahrt allerdings abgeschwächt. (11.04.2013/fc/a/f)





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