Erweiterte Funktionen
US-Wirtschaftswachstum sollte sich beschleunigen
14.04.11 13:46
Metzler Asset Management
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In den USA verfestigte sich der Aufschwung im ersten Quartal, so die Experten von Metzler Asset Management.
Die Kombination aus expansiver Geld- und Fiskalpolitik scheine die Wirtschaft erfolgreich stimulieren zu können. Die Konjunkturindikatoren wie das Geschäftsklima in der Industrie (ISM-Index) hätten sich im Quartalsverlauf deutlich verbessert und hätten darüber hinaus keine größeren negativen Effekte der Katastrophe in Japan auf die US-Wirtschaft, trotz vereinzelter Nachrichten von Produktionsstopps infolge fehlender Vorprodukte aus Japan signalisiert. Das Wirtschaftswachstum werde sich nach den Prognosen der Experten auf 3,5% in diesem Jahr beschleunigen.
Obwohl die Konjunkturaussichten positiv seien, stelle sich auch in den USA die Frage nach der Nachhaltigkeit der Staatsfinanzen. Die OECD schätze, dass die Staatsverschuldung abzüglich der Finanzanlage des Staates im kommenden Jahr 2012 auf 78,2% des BIP steigen und das Haushaltsdefizit bei 6,8% des BIP liegen werde. Eine Staatsschuldenkrise in den USA habe bisher durch das Kaufprogramm der US-Notenbank vermieden werden können: Noch bis Juni plane die amerikanische Zentralbank, Staatsanleihen zu kaufen und damit für eine ausreichende Nachfrage bei den Anleiheauktionen zu sorgen. Doch der Kauf von Staatsanleihen mit "frisch gedrucktem Geld" werde früher oder später inflationär wirken.
So antizipiere der Devisenmarkt schon jetzt einen gewissen Verlust an Kaufkraft des US-Dollars und habe den handelsgewichteten US-Dollar um mehr als 15% seit Beginn der Krise abgewertet. Da die Inflation mit 2,1% im Februar noch niedrig gewesen sei, habe es bisher keine größeren Turbulenzen an den Devisenmärkten gegeben; die Abwertung sei in geordneten Bahnen verlaufen. Die USA würden vor diesem Hintergrund dringend einen mittelfristigen Plan zur Sanierung der Staatsfinanzen brauchen, um das Vertrauen der Anleger in die Stabilität des US-Dollars zu erhalten.
In einem Umfeld steigender Inflationsraten und ausufernden Staatsfinanzen ohne Sanierungsplan drohe früher oder später ein Währungscrash. Solange die Finanzmärkte stabil bleiben würden, wovon die Experten bis mindestens Jahresende ausgehen würden, dürfte grundsätzlich das konjunkturelle Umfeld für die USA solide bleiben. Wichtige Frühindikatoren würden sogar für die kommenden Monate eine weitere Wachstumsbeschleunigung signalisieren. Auch scheine es erste Erholungstendenzen am arg gebeutelten Immobilienmarkt zu geben. (Ausgabe vom 13.04.2011) (14.04.2011/fc/a/m)
Die Kombination aus expansiver Geld- und Fiskalpolitik scheine die Wirtschaft erfolgreich stimulieren zu können. Die Konjunkturindikatoren wie das Geschäftsklima in der Industrie (ISM-Index) hätten sich im Quartalsverlauf deutlich verbessert und hätten darüber hinaus keine größeren negativen Effekte der Katastrophe in Japan auf die US-Wirtschaft, trotz vereinzelter Nachrichten von Produktionsstopps infolge fehlender Vorprodukte aus Japan signalisiert. Das Wirtschaftswachstum werde sich nach den Prognosen der Experten auf 3,5% in diesem Jahr beschleunigen.
So antizipiere der Devisenmarkt schon jetzt einen gewissen Verlust an Kaufkraft des US-Dollars und habe den handelsgewichteten US-Dollar um mehr als 15% seit Beginn der Krise abgewertet. Da die Inflation mit 2,1% im Februar noch niedrig gewesen sei, habe es bisher keine größeren Turbulenzen an den Devisenmärkten gegeben; die Abwertung sei in geordneten Bahnen verlaufen. Die USA würden vor diesem Hintergrund dringend einen mittelfristigen Plan zur Sanierung der Staatsfinanzen brauchen, um das Vertrauen der Anleger in die Stabilität des US-Dollars zu erhalten.
In einem Umfeld steigender Inflationsraten und ausufernden Staatsfinanzen ohne Sanierungsplan drohe früher oder später ein Währungscrash. Solange die Finanzmärkte stabil bleiben würden, wovon die Experten bis mindestens Jahresende ausgehen würden, dürfte grundsätzlich das konjunkturelle Umfeld für die USA solide bleiben. Wichtige Frühindikatoren würden sogar für die kommenden Monate eine weitere Wachstumsbeschleunigung signalisieren. Auch scheine es erste Erholungstendenzen am arg gebeutelten Immobilienmarkt zu geben. (Ausgabe vom 13.04.2011) (14.04.2011/fc/a/m)


