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US-Wirtschaftsektoren zweigleisige Entwicklung
04.01.07 13:55
Swiss Life
Zürich (aktiencheck.de AG) - Die Sektoren der US-Wirtschaft entwickeln sich entlang zweier verschiedener Geleise: Das Verarbeitende Gewerbe, und vorab die Bauwirtschaft, zeigen deutliche Anzeichen einer Abkühlung, wogegen die übrigen Sektoren von dieser bedrohlichen Entwicklung bisher kaum berührt wurden, berichten die Experten von Swiss Life.
Dieses Bild könne auch den monatlichen Zahlen zur Beschäftigungslage entnommen werden. Das Verarbeitende Gewerbe streiche seit Monaten Stellen, wogegen im Dienstleistungsbereich weiterhin Arbeitsplätze geschaffen würden. Auch die Einkaufsmanagerindices würden entlang der beschriebenen Trennlinie verlaufen. Derweil der eher dem Dienstleistungsbereich zuzurechnende Index beinahe wieder einen Wert von 60 Punkten aufweise, sei der Index der Verarbeitenden Industrien zuletzt unter 50 Punkte gefallen, was anzeige, dass die Aktivität im Vormonatsvergleich abgenommen habe. Am aktuellen Rand trage besonders der private Wohnungsbau zur Verlangsamung der binnenwirtschaftlichen Aktivität bei.
Immerhin würden Vorlaufindikatoren auf eine Stabilisierung per Jahresmitte 2007 hindeuten. Aufgrund einer Branchenumfrage der "National Association of Realtors" sollten die Verkaufszahlen bestehender Wohnbauten 2007 wieder leicht zunehmen, wogegen die Verkaufszahlen neu erstellter Eigenheime noch einmal rückläufig sein dürften. Das Volumen der neu in Angriff genommenen Wohnungsbauten werde gemäß der gleichen Quelle im nächsten Jahr erneut um 15% zurückgehen, nach einem Rückgang um 12,5% im Jahr 2006. Damit würden die Überschusskapazitäten auf dem Wohnungsmarkt rasch abgebaut.
Bezüglich der Entwicklung der Immobilienpreise werde inzwischen erwartet, dass die Korrektur größtenteils ausgestanden sei. Allfällige Wertsteigerungen im Jahr 2007 würden sich aber im historischen Vergleich bescheiden ausnehmen. Die nun vorherrschende Meinung zur weiteren Entwicklung am Immobilienmarkt sei mit der Erwartung der Experten einer "sanften Landung" für die amerikanische Wirtschaft vereinbar. Wohl werde die Nachfrage der privaten Haushalte vorerst gedämpft bleiben, die Gefahr einer deutlich unter Potenzial wachsenden Gesamtwirtschaft scheine aber gebannt zu sein.
Derweil Vertreter der amerikanischen Notenbank weiterhin auf das Inflationsrisiko hinweisen würden, scheine sich der Obligationenmarkt nicht weiter um solche Hinweise zu kümmern. Vielmehr werde mit der Möglichkeit erster Zinssenkungen durch die FED im Jahr 2007 gerechnet. Tatsächlich hätten die jüngsten Daten zu den Lohnstückkosten jenen Auguren, die vor zusätzlichem Teuerungsdruck in Form einer Lohn-Preisspirale warnen würden, ein wichtiges Argument aus der Hand genommen.
Dies bestätige die zentrale Annahme der Experten, dass der Lohndruck unter Kontrolle gehalten werden könne. In dem Szenario der Experten von Swiss Life werde die Jahresteuerung der Konsumentenpreise nach einem vorübergehenden Anstieg im Dezember bis zum Sommer 2007 graduell zurückgehen. (Ausgabe vom 15.12.2006) (04.01.2007/fc/a/m)
Dieses Bild könne auch den monatlichen Zahlen zur Beschäftigungslage entnommen werden. Das Verarbeitende Gewerbe streiche seit Monaten Stellen, wogegen im Dienstleistungsbereich weiterhin Arbeitsplätze geschaffen würden. Auch die Einkaufsmanagerindices würden entlang der beschriebenen Trennlinie verlaufen. Derweil der eher dem Dienstleistungsbereich zuzurechnende Index beinahe wieder einen Wert von 60 Punkten aufweise, sei der Index der Verarbeitenden Industrien zuletzt unter 50 Punkte gefallen, was anzeige, dass die Aktivität im Vormonatsvergleich abgenommen habe. Am aktuellen Rand trage besonders der private Wohnungsbau zur Verlangsamung der binnenwirtschaftlichen Aktivität bei.
Bezüglich der Entwicklung der Immobilienpreise werde inzwischen erwartet, dass die Korrektur größtenteils ausgestanden sei. Allfällige Wertsteigerungen im Jahr 2007 würden sich aber im historischen Vergleich bescheiden ausnehmen. Die nun vorherrschende Meinung zur weiteren Entwicklung am Immobilienmarkt sei mit der Erwartung der Experten einer "sanften Landung" für die amerikanische Wirtschaft vereinbar. Wohl werde die Nachfrage der privaten Haushalte vorerst gedämpft bleiben, die Gefahr einer deutlich unter Potenzial wachsenden Gesamtwirtschaft scheine aber gebannt zu sein.
Derweil Vertreter der amerikanischen Notenbank weiterhin auf das Inflationsrisiko hinweisen würden, scheine sich der Obligationenmarkt nicht weiter um solche Hinweise zu kümmern. Vielmehr werde mit der Möglichkeit erster Zinssenkungen durch die FED im Jahr 2007 gerechnet. Tatsächlich hätten die jüngsten Daten zu den Lohnstückkosten jenen Auguren, die vor zusätzlichem Teuerungsdruck in Form einer Lohn-Preisspirale warnen würden, ein wichtiges Argument aus der Hand genommen.
Dies bestätige die zentrale Annahme der Experten, dass der Lohndruck unter Kontrolle gehalten werden könne. In dem Szenario der Experten von Swiss Life werde die Jahresteuerung der Konsumentenpreise nach einem vorübergehenden Anstieg im Dezember bis zum Sommer 2007 graduell zurückgehen. (Ausgabe vom 15.12.2006) (04.01.2007/fc/a/m)


