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US-Wirtschaft im Blickpunkt
06.02.08 10:04
Swiss Life
Zürich (aktiencheck.de AG) - Die US-Notenbank hat durch die Zinssenkung um 75 Basispunkte eine Woche vor der angesetzten Sitzung schockiert, so die Experten von Swiss Life.
Fallende Aktienmärkte und systemische Risiken im Bankensektor könnten diesen drastischen Entscheid ausgelöst haben. Diese Aktion habe nur sechs Tage nach der Veröffentlichung des Beige Book stattgefunden, welches den Zustand der Wirtschaft als konsistent mit einer Wachstumsverlangsamung, aber nicht mit einem absoluten Rückgang der Aktivität beschrieben habe. Die 12 Wirtschaftsregionen hätten Folgendes berichtet: 7 würden stärkere Dynamik zeigen, 2 mit durchmischtem Bild und 3 würden eine Verlangsamung zeigen. Solch eine Zustandsbeschreibung rechtfertige keine derart drastische geldpolitische Maßnahme. Allerdings haben die Experten von Swiss Life in Anbetracht der widrigen Datenlage ihre Prognose leicht nach unten revidiert.
Der amerikanische Konsument sehe sich nicht nur mit einem negativen Vermögenseffekt aus Immobilienbesitz konfrontiert, sondern habe nun auch mit fallenden Aktienwerten zu kämpfen. Gepaart mit dem Anstieg der Arbeitslosenrate übersetze sich dies in fallendes Konsumentenvertrauen und verhaltene Konsumfreude. Im Februar/März würden einige Hypothekarverträge mit höheren Zinsen ausgestattet, die Kreditvergabe werde restriktiver und die Energiepreise würden auf hohem Niveau bleiben. Daher seien die Experten weniger zuversichtlich für den Wachstumsbeitrag durch den Privatkonsum, insbesondere in der ersten Jahreshälfte. Vor diesem Hintergrund sei auch Vorsicht angebracht, was die künftige Investitionstätigkeit der Unternehmen betreffe.
Einigkeit herrsche in der Zwischenzeit über die Wachstumsbremse durch den privaten Wohnungsbau, der allerdings durch viele Quartale der Schrumpfung zum Leichtgewicht in der Berechnung des BIP geworden sei. Nach Meinung der Experten von Swiss Life wird die Exporttätigkeit, gestützt durch den schwachen US-Dollar und gesundes Weltwachstum, stark bleiben. Somit würden sie an ihrer ursprünglichen Einschätzung von einer betonten Schwächephase im ersten Halbjahr und leichter Beschleunigung gegen Jahresende festhalten. Bestimmende Faktoren seien eine aggressive Geldpolitik, die zu einer Versteilerung der Zinsstrukturkurve führe und das Bankengeschäft profitabler mache, tiefe Realrenditen und schließlich ein Fiskalpaket zugunsten der Konsumenten und Unternehmen.
Wir befinden uns in einer Übergangsphase, wie sie typisch ist am Ende einer Expansion, d.h. die Schere zwischen Wachstums- und Inflationsdynamik tut sich auf, so die Experten von Swiss Life. Auch wenn sich die Inflationsraten aktuell noch auf hohem Niveau befänden, dürften eine Verlangsamung des Wachstums und abnehmende Kapazitätsengpässe im Verlauf des Jahres für Entspannung sorgen. (Ausgabe Februar 2008) (06.02.2008/fc/a/m)
Fallende Aktienmärkte und systemische Risiken im Bankensektor könnten diesen drastischen Entscheid ausgelöst haben. Diese Aktion habe nur sechs Tage nach der Veröffentlichung des Beige Book stattgefunden, welches den Zustand der Wirtschaft als konsistent mit einer Wachstumsverlangsamung, aber nicht mit einem absoluten Rückgang der Aktivität beschrieben habe. Die 12 Wirtschaftsregionen hätten Folgendes berichtet: 7 würden stärkere Dynamik zeigen, 2 mit durchmischtem Bild und 3 würden eine Verlangsamung zeigen. Solch eine Zustandsbeschreibung rechtfertige keine derart drastische geldpolitische Maßnahme. Allerdings haben die Experten von Swiss Life in Anbetracht der widrigen Datenlage ihre Prognose leicht nach unten revidiert.
Einigkeit herrsche in der Zwischenzeit über die Wachstumsbremse durch den privaten Wohnungsbau, der allerdings durch viele Quartale der Schrumpfung zum Leichtgewicht in der Berechnung des BIP geworden sei. Nach Meinung der Experten von Swiss Life wird die Exporttätigkeit, gestützt durch den schwachen US-Dollar und gesundes Weltwachstum, stark bleiben. Somit würden sie an ihrer ursprünglichen Einschätzung von einer betonten Schwächephase im ersten Halbjahr und leichter Beschleunigung gegen Jahresende festhalten. Bestimmende Faktoren seien eine aggressive Geldpolitik, die zu einer Versteilerung der Zinsstrukturkurve führe und das Bankengeschäft profitabler mache, tiefe Realrenditen und schließlich ein Fiskalpaket zugunsten der Konsumenten und Unternehmen.
Wir befinden uns in einer Übergangsphase, wie sie typisch ist am Ende einer Expansion, d.h. die Schere zwischen Wachstums- und Inflationsdynamik tut sich auf, so die Experten von Swiss Life. Auch wenn sich die Inflationsraten aktuell noch auf hohem Niveau befänden, dürften eine Verlangsamung des Wachstums und abnehmende Kapazitätsengpässe im Verlauf des Jahres für Entspannung sorgen. (Ausgabe Februar 2008) (06.02.2008/fc/a/m)


