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US-Konsum zieht nach Ölpreisverfall endlich an
14.03.16 14:18
M&G Investments
London (www.fondscheck.de) - Schon seit Herbst 2014 beschäftigt der tiefe Fall des Ölpreises Wirtschaft und Verbraucher, so David Williams, Fondsmanager Aktien bei M&G.
Die anfängliche Hoffnung, dass niedrige Benzinpreise wie eine Gehaltserhöhung wirken und damit die Konjunktur anschieben würden, habe sich bisher allerdings kaum erfüllt. Stattdessen hätten die US-Bürger sogar deutlich mehr Geld auf die hohe Kante gelegt, als sie an der Tankstelle sparen würden. An dieser Zurückhaltung dürften Sorgen um die Weltwirtschaft, das Lohnwachstum und nicht zuletzt die amerikanische Ölschieferindustrie ihren Anteil haben.
Doch diese Sorgen seien womöglich übertrieben, meine David Williams, Fondsmanager Aktien bei M&G: "Die aktuelle Situation erinnert stark an den Ölpreisverfall Ende der 1980er-Jahre, der ebenfalls von einem steigenden Ölangebot ausgelöst wurde." Auch damals sei die Sparquote zunächst stark gestiegen, wohl weil die Verbraucher der Preissenkung nicht auf Dauer getraut und ein vorübergehendes Phänomen vermutet hätten. Als der Ölpreis jedoch niedrig geblieben sei, sei die Sparbereitschaft wieder gesunken und die Kauflust habe wieder zugenommen.
Könnte sich dieses Szenario nun wiederholen? "Inzwischen mehren sich die Signale, dass der niedrige Ölpreis mit etwas Verzögerung nun doch den US-Konsum ankurbelt", sage David Williams. Für Januar habe der US-Einzelhandelsbericht einen leichten Anstieg der Verbraucherausgaben im Vergleich zum Dezember 2015 konstatiert - und das trotz der neuen Marktturbulenzen und Unsicherheiten. Am meisten würden offenbar Autohändler profitieren, die wieder mehr SUVs und andere Benzinschlucker verkaufen würden. David Williams: "Für eine Volkswirtschaft wie die USA, deren Wirtschaftskraft zu 70 Prozent vom privaten Konsum bestimmt wird, sind das gute Nachrichten. Und auch die Debatte um eine mögliche Rezession dürfte damit allmählich wieder abebben." (14.03.2016/fc/a/m)
Die anfängliche Hoffnung, dass niedrige Benzinpreise wie eine Gehaltserhöhung wirken und damit die Konjunktur anschieben würden, habe sich bisher allerdings kaum erfüllt. Stattdessen hätten die US-Bürger sogar deutlich mehr Geld auf die hohe Kante gelegt, als sie an der Tankstelle sparen würden. An dieser Zurückhaltung dürften Sorgen um die Weltwirtschaft, das Lohnwachstum und nicht zuletzt die amerikanische Ölschieferindustrie ihren Anteil haben.
Doch diese Sorgen seien womöglich übertrieben, meine David Williams, Fondsmanager Aktien bei M&G: "Die aktuelle Situation erinnert stark an den Ölpreisverfall Ende der 1980er-Jahre, der ebenfalls von einem steigenden Ölangebot ausgelöst wurde." Auch damals sei die Sparquote zunächst stark gestiegen, wohl weil die Verbraucher der Preissenkung nicht auf Dauer getraut und ein vorübergehendes Phänomen vermutet hätten. Als der Ölpreis jedoch niedrig geblieben sei, sei die Sparbereitschaft wieder gesunken und die Kauflust habe wieder zugenommen.
Könnte sich dieses Szenario nun wiederholen? "Inzwischen mehren sich die Signale, dass der niedrige Ölpreis mit etwas Verzögerung nun doch den US-Konsum ankurbelt", sage David Williams. Für Januar habe der US-Einzelhandelsbericht einen leichten Anstieg der Verbraucherausgaben im Vergleich zum Dezember 2015 konstatiert - und das trotz der neuen Marktturbulenzen und Unsicherheiten. Am meisten würden offenbar Autohändler profitieren, die wieder mehr SUVs und andere Benzinschlucker verkaufen würden. David Williams: "Für eine Volkswirtschaft wie die USA, deren Wirtschaftskraft zu 70 Prozent vom privaten Konsum bestimmt wird, sind das gute Nachrichten. Und auch die Debatte um eine mögliche Rezession dürfte damit allmählich wieder abebben." (14.03.2016/fc/a/m)


