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US-Hypothekenkrise im Fokus


04.09.07 16:42
Swiss Life

Zürich (aktiencheck.de AG) - Die Krise rund um minderwertige Hypotheken in den USA bestimmt immer noch die Schlagzeilen, so die Experten von Swiss Life.

Investoren sähen sich mit Fragen konfrontiert, wer die zugrunde liegenden Verluste trage und wie sich die Finanzkrise auf die reale Volkswirtschaft ausweite. Allokation des Engagements in zirkulierende strukturierte Kredite sei schwer fassbar und niemand wisse, welche Marktteilnehmer - in welchem Ausmaß - betroffen seien. Diese Tatsache habe zu gegenseitigem Misstrauen unter den Banken geführt. Deshalb seien die Geldmärkte, auf denen sich die Banken untereinander Geld leihen würden, um die täglichen Geschäfte abzuwickeln, während der letzten Wochen höchst illiquide gewesen.

Um das Vertrauen auf den Märkten wieder herzustellen, hätten Zentralbanken temporär Kredite im dreistelligen Milliardenbereich ausgegeben. Zusätzlich habe die FED die "Notfall"-Finanzierung vergünstigt, indem sie den symbolischen Diskontsatz um 50 Basispunkte auf 5,75% gesenkt habe. Der Diskontsatz sei der Zinssatz, zu dem die Geschäftsbanken von der Zentralbank Darlehen erhalten würden. Dieser Kredit werde nur bei kurzfristigem Liquiditätsmangel in Anspruch genommen.

In ihrem Hauptszenario sähen die Experten von Swiss Life keine breit abgestützte Kreditknappheit weder für den Konsumenten, noch für Unternehmen außerhalb der Finanzbranche. Die aktuelle Krise scheine nicht derart gravierend, als dass sie der realen Volkswirtschaft ernsthaft Schaden zufügen könnte. (Ausgabe September 2007) (04.09.2007/fc/a/m)