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US-BIP-Wachstum und Inflation im Fokus
06.03.07 12:38
Swiss Life
Zürich (aktiencheck.de AG) - Die makroökonomischen US-Daten der vergangenen Wintermonate unterlagen teilweise heftigen Verwerfungen, die mit außergewöhnlichen meteorlogischen Situationen erklärt wurden, berichten die Experten von Swiss Life.
Dennoch lasse sich allmählich ein klares Bild bezüglich der Dynamik in den verschiedenen Sektoren gewinnen. Vom Immobilienmarkt gehe weiterhin ein dämpfender Einfluss auf die Gesamtwirtschaft aus; man erwarte, dass der private Wohnungsbau über das gesamte Jahr 2007 negativ zum BIP-Wachstum beitragen werde.
Mittlerweile seien einige jener Institute, die mit einer ausgesprochen großzügigen Hypothekarvergabe an potenziell schlechtere Schuldner wesentlich zum jüngsten Konsumboom beigetragen hätten, in Schwierigkeiten geraten. Eine erhöhte Ausfallrate auf diesen Krediten habe gemäß S&P Credit Market Services bereits dazu geführt, dass mehr als 20 Kreditinstitute ihr Geschäft entweder hätten aufgeben, restrukturieren oder an einen Konkurrenten veräußern müssen. Die durch die FED erfasste Umfrage unter Banken und anderen Kreditgebern zeige an, dass die Standards zur Gewährung eines Hypothekarkredits massiv verschärft worden seien.
Damit werde ein gewisses Schuldnersegment mit hoher Konsumneigung je zusätzlich verfügbaren US-Dollar von dieser Form der Finanzierung ihres Lebensstandards ausgeschlossen. Man gehe deshalb auch nur von einem bescheidenen Wachstum der privaten Konsumausgaben aus, wobei eine Abkehr von Ausgaben für dauerhafte Konsumgüter hin zu Ausgaben für Dienstleistungen die Folge des schwächeren Immobilienmarktes sein dürfte.
Ein anderes zentrales Element der eher vorsichtigen Einschätzung der Experten zum Wachstum im Jahr 2007 sei die Lage am Arbeitsmarkt. Man gehe, ebenfalls als Spätfolge der Korrektur im Wohnungsbau, von einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit aus. Gleichzeitig könne aber dank tieferer Teuerungsraten von höheren Reallöhnen ausgegangen werden. Diese Entwicklung erkläre, weshalb man den Beitrag des privaten Konsums zum BIP-Wachstum für 2007 in der Nähe der Leistung über die zweite Hälfte des Vorjahres veranschlage.
Sowohl die Kernrate als auch die gesamthafte Inflation in den USA hätten zu Beginn des Jahres höher gelegen, als die Experten und der Markt erwartet hätten. Die Jahresrate liege bei 2,1%, während die Kernrate wieder auf 2,7% geklettert sei und damit Hoffnungen auf ein rasches Absinken der Kernrate und damit auch von Leitzinssenkungen durch die FED im Keime erstickt habe. Die Hauptkomponente der Kernrate, der Eigenmietwert von Immobilien, scheine sich gemäß der Prognose der Experten zu entwickeln. Die Jahresveränderung jener Komponente habe bis im Oktober 2006 zugelegt; in den letzten Monaten habe ein Abflachen festgestellt werden können und man erwarte einen sinkenden Trend ab dem zweiten Quartal. (Ausgabe März 2007) (06.03.2007/fc/a/m)
Dennoch lasse sich allmählich ein klares Bild bezüglich der Dynamik in den verschiedenen Sektoren gewinnen. Vom Immobilienmarkt gehe weiterhin ein dämpfender Einfluss auf die Gesamtwirtschaft aus; man erwarte, dass der private Wohnungsbau über das gesamte Jahr 2007 negativ zum BIP-Wachstum beitragen werde.
Damit werde ein gewisses Schuldnersegment mit hoher Konsumneigung je zusätzlich verfügbaren US-Dollar von dieser Form der Finanzierung ihres Lebensstandards ausgeschlossen. Man gehe deshalb auch nur von einem bescheidenen Wachstum der privaten Konsumausgaben aus, wobei eine Abkehr von Ausgaben für dauerhafte Konsumgüter hin zu Ausgaben für Dienstleistungen die Folge des schwächeren Immobilienmarktes sein dürfte.
Ein anderes zentrales Element der eher vorsichtigen Einschätzung der Experten zum Wachstum im Jahr 2007 sei die Lage am Arbeitsmarkt. Man gehe, ebenfalls als Spätfolge der Korrektur im Wohnungsbau, von einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit aus. Gleichzeitig könne aber dank tieferer Teuerungsraten von höheren Reallöhnen ausgegangen werden. Diese Entwicklung erkläre, weshalb man den Beitrag des privaten Konsums zum BIP-Wachstum für 2007 in der Nähe der Leistung über die zweite Hälfte des Vorjahres veranschlage.
Sowohl die Kernrate als auch die gesamthafte Inflation in den USA hätten zu Beginn des Jahres höher gelegen, als die Experten und der Markt erwartet hätten. Die Jahresrate liege bei 2,1%, während die Kernrate wieder auf 2,7% geklettert sei und damit Hoffnungen auf ein rasches Absinken der Kernrate und damit auch von Leitzinssenkungen durch die FED im Keime erstickt habe. Die Hauptkomponente der Kernrate, der Eigenmietwert von Immobilien, scheine sich gemäß der Prognose der Experten zu entwickeln. Die Jahresveränderung jener Komponente habe bis im Oktober 2006 zugelegt; in den letzten Monaten habe ein Abflachen festgestellt werden können und man erwarte einen sinkenden Trend ab dem zweiten Quartal. (Ausgabe März 2007) (06.03.2007/fc/a/m)


