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USA volkswirtschaftlicher Ausblick
02.08.07 13:48
Swiss Life
Zürich (aktiencheck.de AG) - Der aktuelle volkswirtschaftliche Datenkranz sendet eher gegensätzliche Signale aus, was die allgemeine US-Wirtschaftsdynamik betrifft, berichten die Experten von Swiss Life.
Trotz der kurzen, scheinbaren Stabilisierung am Immobilienmarkt würden die Probleme rund um das Hypothekargeschäft längere Schatten auf die Wirtschaft werfen, als von einigen Marktteilnehmern erwartet. Tatsächlich sei der Bestand bestehender Häuser über die letzten Monate extrem angestiegen, was nichts Gutes für die künftige Bautätigkeit verheiße. Die Herunterstufung von CDOs durch die führenden Ratingagenturen sei spät gekommen und habe nur noch bereits erfolgte Marktentwicklungen bestätigt.
Da die Experten von Swiss Life schon seit längerem eine ausgedehnte Wachstumsbelastung durch den Bausektor in unsere Prognose eingebaut hätten, könnten sie von Anpassungen ihrer Vorhersage absehen. Nichtsdestotrotz müsse betont werden, dass die Belastung auf den Konsumenten ansteige. Nebst dem abnehmenden Vermögenszuwachs aus Immobilienbesitz und den nervösen Aktienmärkten würden auch die gestiegenen Energiepreise einmal mehr das verfügbare Einkommen beschneiden. Der Preis für Rohöl habe seit Mitte Januar von einem Jahrestief von 51 USD um ca. 44% zugelegt. Die Konsumentenstimmung sei dementsprechend gefallen und dämpfe die Einzelhandelsverkäufe. Der Arbeitsmarkt allerdings erscheine gesund und stelle eine wichtige Stütze dar.
Anders als im Einzelhandel und im Immobiliensektor würden die Einkaufsmanagerindices der Verarbeitenden Industrie und der Dienstleistungsunternehmen auf zunehmende Dynamik im zweiten Halbjahr hindeuten. Die Breite und Geschwindigkeit der Erholung in der Verarbeitenden Industrie sei in der Tat erstaunlich. Während der Lagerabbau und der Außenhandel maßgeblich für die Schwäche im 1.Quartal verantwortlich gewesen seien, dürften diese Komponenten im 2. Quartal positiv beitragen. Starkes globales Wachstum und der schwache USD würden diese Erwartung stützen.
Die Wiederherstellung angemessener Risikoprämien in den Finanzmärkten entspreche nicht nur eher den makroökonomischen Gegebenheiten, sondern zeige auch lauernde Gefahren für die Realwirtschaft auf. Ein scharfer Rückgang der Liquidität spiele allerdings noch keine große Rolle in der Prognose der Experten von Swiss Life.
Trotz des hohen Auslastungsgrads der Ressourcen scheinen die Offiziellen der Notenbank an der optimistischen Einschätzung des "Trade-off" zwischen Wachstum und Inflation festzuhalten, so die Experten von Swiss Life. Der Vorsitzende der Federal Reserve habe betont, dass die Kerninflation in diesem und im nächsten Jahr rückläufig sein dürfte. Die allgemeine Inflationsrate werde derzeit durch die hohen Agrar- und Energiepreise nach oben gedrückt. Dies habe die Experten von Swiss Life auch bewogen, ihre Prognose leicht anzuheben, so dass sich doch eine deutliche Lücke zur allgemeinen Marktmeinung für das Jahr 2008 aufgetan habe. (Ausgabe August 2007) (02.08.2007/fc/a/m)
Trotz der kurzen, scheinbaren Stabilisierung am Immobilienmarkt würden die Probleme rund um das Hypothekargeschäft längere Schatten auf die Wirtschaft werfen, als von einigen Marktteilnehmern erwartet. Tatsächlich sei der Bestand bestehender Häuser über die letzten Monate extrem angestiegen, was nichts Gutes für die künftige Bautätigkeit verheiße. Die Herunterstufung von CDOs durch die führenden Ratingagenturen sei spät gekommen und habe nur noch bereits erfolgte Marktentwicklungen bestätigt.
Anders als im Einzelhandel und im Immobiliensektor würden die Einkaufsmanagerindices der Verarbeitenden Industrie und der Dienstleistungsunternehmen auf zunehmende Dynamik im zweiten Halbjahr hindeuten. Die Breite und Geschwindigkeit der Erholung in der Verarbeitenden Industrie sei in der Tat erstaunlich. Während der Lagerabbau und der Außenhandel maßgeblich für die Schwäche im 1.Quartal verantwortlich gewesen seien, dürften diese Komponenten im 2. Quartal positiv beitragen. Starkes globales Wachstum und der schwache USD würden diese Erwartung stützen.
Die Wiederherstellung angemessener Risikoprämien in den Finanzmärkten entspreche nicht nur eher den makroökonomischen Gegebenheiten, sondern zeige auch lauernde Gefahren für die Realwirtschaft auf. Ein scharfer Rückgang der Liquidität spiele allerdings noch keine große Rolle in der Prognose der Experten von Swiss Life.
Trotz des hohen Auslastungsgrads der Ressourcen scheinen die Offiziellen der Notenbank an der optimistischen Einschätzung des "Trade-off" zwischen Wachstum und Inflation festzuhalten, so die Experten von Swiss Life. Der Vorsitzende der Federal Reserve habe betont, dass die Kerninflation in diesem und im nächsten Jahr rückläufig sein dürfte. Die allgemeine Inflationsrate werde derzeit durch die hohen Agrar- und Energiepreise nach oben gedrückt. Dies habe die Experten von Swiss Life auch bewogen, ihre Prognose leicht anzuheben, so dass sich doch eine deutliche Lücke zur allgemeinen Marktmeinung für das Jahr 2008 aufgetan habe. (Ausgabe August 2007) (02.08.2007/fc/a/m)


