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USA langsame Erholung statt Boomphase


09.05.11 14:15
W&W Asset Management

Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Nach einem enttäuschenden ersten Quartal sprechen die Anzeichen nun für eine spürbare Belebung der US-Wirtschaft. Überdurchschnittliche Wachstumsraten, wie sie in früheren Aufschwungphasen auf eine schwere Rezession folgten, werden allerdings nicht erreicht, so die Einschätzung der W&W Asset Management, einer Tochtergesellschaft des Stuttgarter Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische (W&W).

"Ausschlaggebend für das enttäuschende Ergebnis im ersten Quartal waren vor allem einmalige Faktoren: Die staatlichen Rüstungsausgaben verzeichneten einen unerwartet starken Rückgang, der aber nicht nachhaltig sein dürfte", so Ortansa Becker, Kapitalmarktanalystin bei der W&W Asset Management. "Deshalb ist zu erwarten, dass sich das Wirtschaftswachstum wieder etwas beschleunigt. Doch die immer noch hohe Verschuldung der Privathaushalte, die anhaltende Schwäche des Immobilienmarkts und die prekäre Finanzlage der öffentlichen Hand verhindern eine Boomphase, die eigentlich nach einer Talsohle üblich ist", berichte die Expertin.

Die internationalen Aktienmärkte hätten sich in den vergangenen Wochen von den zahlreichen Belastungsfaktoren nicht nachhaltig beeindruckt gezeigt. So sei auch der S&P 500 Ende April auf 1.360 Punkte gestiegen. Zwar könne es kurzfristig nach dem Ende der aktuellen Berichtsaison zu einer technischen Korrektur kommen. "Insgesamt dürfte sich die freundliche Aktienmarkttendenz aber spätestens nach der Sommerpause fortsetzen", so Becker. (09.05.2011/fc/a/m)