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UK schwaches BIP-Wachstum und hohe Inflation


08.08.08 14:48
Swiss Life

Zürich (aktiencheck.de AG) - Unsere Einschätzung wonach uns Großbritannien von allen hier diskutierten Regionen am meisten Sorgen bereiten sollte, bleibt unverändert, so die Experten von Swiss Life.

Praktisch alle volkswirtschaftlichen Daten hätten sich zur Jahresmitte deutlich verschlechtert. Sie würden sich mittlerweile zu einem Giftgemisch von schwachem Wachstum und hoher Teuerung ergänzen. Weiterhin würden die letzten Zinssenkungen der Bank of England von den Hypothekenbanken nicht an die Kunden weitergegeben. Damit rücke eine Stabilisierung am Immobilienmarkt in weite Ferne. Zusätzlich zum daraus resultierenden negativen Vermögenseffekt würden nun auch schwächere Arbeitsmarktdaten die Privathaushalte belasten. Eine der wenigen positiven Überraschungen der vergangenen Wochen hätten die Bestellungseingänge im Industriesektor gebracht. Deren Anstieg im Juni könnte jedoch von kurzer Dauer bleiben, wenn sich die vorsichtiger gewordene Erwartung der Experten zum Geschäftsgang auf dem europäischen Festland bestätige.

Nahrungsmittel- und Energiepreise würden weiterhin starken Druck auf die Konsumentenpreise ausüben. Die Jahresteuerung habe mittlerweile den höchsten Stand seit 1997 erreicht. Der Einzelhandel weise allerdings darauf hin, dass seine Mitglieder große Rabattaktionen ausrufen würden, um der schwächer werdenden Nachfrage zu begegnen. Diese Anstrengungen scheinen im offiziellen Teuerungsmaß bisher nicht erfasst worden zu sein, so die Experten von Swiss Life. Positiv zu vermerken sei, dass der Lohndruck, und damit die Gefahr von Zweitrundeneffekten, abnehme. (Ausgabe August 2008) (08.08.2008/fc/a/m)