UBS Small Caps Germany übergewichten


22.01.07 08:48
FC Research

Westerburg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten von FC Research, der Analystenabteilung von fondscheck.de, stufen den UBS Equity Fund - Small Caps Germany mit "übergewichten" ein.

DAX-Anleger hätten sich 2006 wieder über eine hervorragende Performance freuen können. Um rund 20 Prozent habe der deutsche Leitindex im letzten Jahr zulegen können. Noch besser sehe es auf Sicht von drei Jahren aus. Hier sei das Börsenbarometer um gut 60 Prozent gestiegen. Das stelle schon einen kräftigen Satz nach oben dar. Allerdings habe sich die positive globale Börsenstimmung, u. a. hervorgerufen durch den Konjunkturaufschwung in Deutschland und dem kräftig gesunken Ölpreis, nicht nur beim Index der deutschen Standardwerte bemerkbar gemacht. Insbesondere die kleineren deutschen Werte hätten aus den positiven Faktoren ihren Nutzen gezogen und seien noch kräftiger gestiegen. So könne der Index für die deutschen Midcaps, MDAX, auf Drei-Jahressicht eine Performance von über 100 Prozent verbuchen. Beim Barometer für die Smallcaps, SDAX, habe das Plus sogar bei gut 110 Prozent gelegen.

In diesem Umfeld, könnten sich die Anleger glücklich schätzen, die auf einen Nebenwerte-Fonds mit Anlagefokus Deutschland gesetzt hätten. Glanzvolle Performancedaten liefere hier insbesondere der UBS Equity Fund - Small Caps Germany. Der Fonds aus dem Hause UBS habe in den vergangenen drei Jahren einen Kursgewinn von fast 125 Prozent verbuchen können. Damit sei nicht nur der SDAX übertroffen worden, auch im Vergleich zu seiner Konkurrenz stehe der Small Cap-Fonds sehr gut da. Im Durchschnitt hätten nämlich neun - von FC Research ausgewählte - Vergleichsprodukte eine Performance von "lediglich" 93 Prozent verbucht. Ein ähnliches Bild biete sich auf Sicht von einem Jahr. Hier könne der UBS-Fonds mit einem Kursanstieg von 28,7 Prozent nicht ganz dem SDAX (+29,5 Prozent) das Wasser reichen. Dafür seien mit Blick auf den Chart die Kursausschläge des Fonds auch etwas verhaltener ausgefallen. Zudem seien die Konkurrenzprodukte "nur" auf eine Kursperformance von 22,3 Prozent gekommen.

Verantwortlich für den UBS Small Caps Germany zeichne Peter Ott in der Funktion als Teamleiter. Dieser gebe die Richtung des Fonds vor, der laut Angaben der Fondsgesellschaft in erster Linie in Aktien kleinerer und mittlerer deutscher Unternehmen investiere. Die Marktkapitalisierung müsse dabei unter ca. 750 Mio. EUR liegen. Je nach dem wie die Chancen liegen würden, behalte sich das Fondsteam vor, Werte aus dem TecDAX unterzumischen.

Unter der Führung von Ott sei der momentan 72 Mio. EUR schwere Fonds (Stand Dezember 2006), vor allem im Sektor Internet, Software & IT-Dienste investiert. Dieser Bereich mache 23,8 Prozent des Fondsvermögens aus. Knapp darunter liege der Sektor Industrie & Dienstleistungen mit 22,8 Prozent. Der vergleichsweise konservative Finanzsektor komme immerhin auf 22,5 Prozent. Die Top-Einzelposition sei momentan die Recyclingfirma Interseroh mit einem Portfolio-Anteil von knapp 3,8 Prozent. Insgesamt würden die größten zehn Einzelwerte auf knapp 31 Prozent kommen. Damit mache der Fonds nach Ansicht der Fonds-Analysten einen gut gestreuten Eindruck. Das sei gerade in Hinblick auf die hohe Gewichtung des spekulativen Sektors Internet, Software & IT-Dienste wichtig.

Dass der Small Caps Germany die Risiken trotz der risikoreichen Anlageregion ganz gut im Griff habe, verrate ein Blick auf die Standardabweichung. In den vergangenen 36 Monaten habe der Fonds eine Standardabweichung von 13,4 Prozent hinnehmen müssen. Betrachte man sich einen Fonds der auf Standardaktien setze, dann sei das schon ein recht volatiler Wert. Ziehe man aber die Konkurrenzprodukte aus dem Sektor hinzu, könne man feststellen, dass der durchschnittliche Wert bei knapp 14,4 Prozent gelegen habe. Für den Anleger bedeute das, dass der UBS-Fonds seine gute Performance mit leicht unterdurchschnittlichem Risiko erzielt habe - eine gern gesehene Konstellation.

Ratingagenturen hätten den Small Caps Germany bereits unter die Lupe genommen. Das Ergebnis sei recht positiv. Während der UBS-Fonds von Standard & Poor's drei von fünf möglichen Sternen erhalte, werde er von Morningstar mit vier von fünf möglichen Sternen ausgezeichnet. Ein gemischtes Bild biete dagegen die Gebührenseite. So könne beim Kauf des Fonds ein maximaler Ausgabeaufschlag von 4 Prozent anfallen, was im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten günstig sei. Dafür seien die laufenden Kosten mit 1,80 p. a. Prozent etwas überdurchschnittlich hoch.

Das Gesamtbild des Fonds werde allerdings nicht eingetrübt. Interessierte würden mit dem UBS Small Caps Germany ein gutes Anlagevehikel für deutsche Nebenwerte erhalten. Der Fonds besitze das Potenzial auch weiterhin gute Rendite zu liefern. Die Tatsache, dass er beim kräftigen Kursrutsch im Mai letzten Jahres weniger nachgelassen habe als SDAX und MDAX, sei ein Zeichen dafür, dass das Fondsmanagement die Volatilität des Sektors offenbar gut einschätzen könne. Sollte der positive aufwärtsgerichtete Börsentrend der vergangenen Jahre aber sein Ende finden, könnten sich die Nebenwerte und auch der UBS Small Caps Germany nicht vor kräftigen Kursrücksetzern schützen, welche im Verhältnis zu Standardwerten heftiger ausfallen sollten. Anleger sollten daher für ein Investment in dieses Produkt genügend Optimismus für weiter anziehende Aktienkurse der Nebenwerte und einen Schuss Risikofreude mitbringen.

Nach Ansicht der Analysten von FC Research sollten momentan lediglich spekulativ orientierte Anleger den UBS Equity Fund - Small Caps Germany im Depot übergewichten. (22.01.2007/fc/a/f)