Swisscanto (CH) Equity F. Green Invest im Fokus


05.02.07 12:01
Euro fondsxpress

München (aktiencheck.de AG) - Der Manager des Swisscanto (CH) Equity Fund Green Invest (ISIN CH0009074300 / WKN 921135), Pascal Schuler, setzt auf nachhaltige Investments, so die Experten von "Euro fondsxpress".

Man stelle sich die Frage, ob Fonds strenge soziale und ökologische Anforderungen erfüllen und gleichzeitig hohe Renditen abwerfen könnten. Dass die Antwort "Ja" laute, beweise der Schweizer Swisscanto-Manager. So sei sein Swisscanto (CH) Equity Fund Green Invest mit FondsNote 1 ausgezeichnet.

Die Experten würden sich die Frage stellen, was aber Nachhaltigkeit sei. "Der Begriff stammt aus der Forstwirtschaft und bedeutet, dass nur so viele Bäume gefällt werden sollen, wie in einem bestimmten Zeitraum auch wieder nachwachsen", erkläre Schuler. Nachhaltige Investments seien ein Zukunftsmarkt. Einer Umfrage zufolge würden über 80 Prozent der Deutschen mit dem Gedanken spielen, ihre Vorsorgegelder in nachhaltige Produkte zu investieren. Besonders für Frauen seien Moral und Ethik bei der Vermögensanlage wichtig. Zwischen 2002 und 2005 habe sich der Markt für nachhaltige Fonds fast verdoppelt.

"Nachhaltigkeit ist für mich mehr als ein Trend. Es ist angesichts des weltweiten Klimawandels eine Notwendigkeit", so Schuler. Der Fondsmanager folge einer strikten Marschroute: Waffenproduzenten, Tabakherstellern sowie Automobil- und FlugzeughersteIlern zeige er konsequent die rote Karte. Einzig der japanische Autokonzern Toyota könne dank seiner Hybrid-Motoren vor Schulers gestrengen Augen bestehen. Auch Unternehmen, die sich in den Bereichen Kernkraft- oder Gentechnologie engagieren würden, hätten in seinem Fonds nichts zu suchen. "Daneben sind Firmen tabu, die massenhaft Mitarbeiter entlassen oder mit Zulieferern zusammenarbeiten, die Dumping-Löhne zahlen oder Kinder für sich arbeiten lassen", sage Schuler.

Dagegen sehe er Firmen, die ihre Mitarbeiter fördern würden, um deren Zufriedenheit besorgt seien und ethische Grundsätze beherzigen würden, gern in seinem Fonds. Sein Favorit mit der stärksten Position im Fonds sei SolarWorld, der weltweit größte Hersteller von Solarzellen. Grund: Das Unternehmen setze nicht nur auf erneuerbare Energien, sondern engagiere sich auch in der Mitarbeiterförderung. Daneben investiere Schuler in den IT-Konzern SAP und das Chemie-Unternehmen Henkel: "Bei beiden stehen die Zufriedenheit der Mitarbeiter sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Fokus."

Auch der Sportartikelhersteller adidas sei für den Nachhaltigkeitsmanager interessant: "adidas hat mit seinen Zuliefererfirmen Mindeststandards vereinbart, deren Einhaltung von Nichtregierungsorganisationen überwacht werden, zum Beispiel die Einhaltung bestimmter Wochenarbeitszeiten, die Zulassung von Gewerkschaften sowie das Verbot von Kinderarbeit."

Man stelle sich aber die Frage, was mit Unternehmen passiere, die gegen die strengen ökologischen oder sozialen Grundsätze verstoßen würden. "Die kommen auf die Watchlist", sage Schuler. Das bedeute, es würden keine (zusätzlichen) Aktien gekauft. Lediglich Verkauf oder Halten seien erlaubt. Aktuell stehe die Deutsche Telekom auf der Watchlist, weil sie trotz der Rekordgewinne 32.000 Mitarbeiter entlassen habe. Für immer mehr Anleger würden ethische und ökologische Gesichtspunkte eine große Rolle bei der Vermögensanlage spielen. Deshalb seien nachhaltige Investments zukunftsträchtig. (Ausgabe 05/2007 vom 02.02.2007) (05.02.2007/fc/a/f)