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Silber im starken Aufwärtstrend
16.05.11 14:12
HANSAINVEST
Hamburg (aktiencheck.de AG) - "Silber ist seit Jahresanfang das interessanteste aller Edelmetalle", sagt Nico Baumbach, Fondsmanager bei der Hamburger Kapitalanlagegesellschaft HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH.
"Denn Silber befindet sich in einem starken Aufwärtstrend. Zwar hat das Edelmetall in der ersten Maiwoche mit minus 28,8 Prozent ordentlich Federn lassen und damit den größten Verlust innerhalb einer Woche seit 1975 verbuchen müssen. Aber der Silberpreis hat seit August letzten Jahres um rund 185 Prozent zugelegt. Ein Einbruch um knapp 30 Prozent ist zwar deutlich, bringt jedoch den Aufwärtstrend noch nicht in Gefahr. Im Gegenteil, eine Korrektur war überfällig und allen Marktteilnehmern musste klar sein, dass diese drastisch ausfallen würde, wenn sie kommt. Sie bietet eine gute Gelegenheit, weiteres Silber zu kaufen."
Fondsmanager Baumbach sehe vor allem regulatorische Änderungen als Auslöser für den starken Kurssturz bei Silber. "Die US-amerikanische Rohstoff-Börse Comex hat seit Anfang Mai insgesamt fünf Mal die Silber-Margin um insgesamt rund 80 Prozent erhöht", so Baumbach. Als Margin werde die Sicherheitsleistung bezeichnet, die Anleger bei Termingeschäften in bar hinterlegen müssten. Das heiße: Durch die Erhöhung sei es teurer geworden, Termingeschäfte auf Silber abzuschließen.
"Eine Vielzahl von Spekulanten wurde durch die Margin-Erhöhungen vorerst aus dem Markt getrieben", so Baumbach. "Eine derartige Entwicklung begrüße ich. Sind viele Spekulanten im Markt, ist das Schwankungspotenzial grundsätzlich größer. Das gilt umso mehr für Silber. Denn dieser Markt ist sehr viel kleiner als beispielsweise der Goldmarkt. Setzt der Silberpreis jedoch zum nächsten Höhenflug an, werden die Spekulanten sicherlich zurückkehren. Viele Investoren, insbesondere die langfristig orientierten, nutzen zudem das aktuell niedrigere Niveau zum Einstieg."
Grundsätzlich sehe Baumbach mittel- bis langfristig bisher keine Gründe, die gegen das weißglänzende Edelmetall sprechen würden. "Es gibt zwar keine physischen Engpässe mehr wie zu Beginn des Jahres. Damals ist sogar die äußerst seltene Situation eingetreten, dass die Future-Kurse günstiger waren als der Kassapreis von Silber. Das heißt, die Marktteilnehmer waren davon ausgegangen, dass die Preise von Silber in der Zukunft tendenziell sinken werden", so Baumbach.
"Das Edelmetall ist jedoch nach wie vor begehrt - sowohl von industrieller Seite als auch von Seiten privater Anleger. Die anziehende Konjunktur spricht vor allem für eine steigende Nachfrage seitens der Industrie. Gleichzeitig gibt es immer noch ausreichend Probleme in der Welt, so dass Anleger weiterhin auf der Suche nach Sachwerten sind. Sie haben Silber mittlerweile als Alternative zu Gold entdeckt. So gesehen ist die derzeitige Bewertung von Silber damit gerechtfertigt."
Dass der Silberpreis nach dem Einbruch Anfang Mai sofort wieder gestiegen sei, verwundere Baumbach daher nicht: "Ich halte es durchaus für möglich, dass wir die Höchststände bei Silber dieses Jahr nochmals sehen werden. Noch ist die Schwankungsbreite zwar relativ hoch. Daher würde ich einen weiteren Kursverfall nicht ausschließen. Mittel- und langfristig bleibe ich für Silber jedoch positiv gestimmt." (16.05.2011/fc/a/m)
"Denn Silber befindet sich in einem starken Aufwärtstrend. Zwar hat das Edelmetall in der ersten Maiwoche mit minus 28,8 Prozent ordentlich Federn lassen und damit den größten Verlust innerhalb einer Woche seit 1975 verbuchen müssen. Aber der Silberpreis hat seit August letzten Jahres um rund 185 Prozent zugelegt. Ein Einbruch um knapp 30 Prozent ist zwar deutlich, bringt jedoch den Aufwärtstrend noch nicht in Gefahr. Im Gegenteil, eine Korrektur war überfällig und allen Marktteilnehmern musste klar sein, dass diese drastisch ausfallen würde, wenn sie kommt. Sie bietet eine gute Gelegenheit, weiteres Silber zu kaufen."
Fondsmanager Baumbach sehe vor allem regulatorische Änderungen als Auslöser für den starken Kurssturz bei Silber. "Die US-amerikanische Rohstoff-Börse Comex hat seit Anfang Mai insgesamt fünf Mal die Silber-Margin um insgesamt rund 80 Prozent erhöht", so Baumbach. Als Margin werde die Sicherheitsleistung bezeichnet, die Anleger bei Termingeschäften in bar hinterlegen müssten. Das heiße: Durch die Erhöhung sei es teurer geworden, Termingeschäfte auf Silber abzuschließen.
Grundsätzlich sehe Baumbach mittel- bis langfristig bisher keine Gründe, die gegen das weißglänzende Edelmetall sprechen würden. "Es gibt zwar keine physischen Engpässe mehr wie zu Beginn des Jahres. Damals ist sogar die äußerst seltene Situation eingetreten, dass die Future-Kurse günstiger waren als der Kassapreis von Silber. Das heißt, die Marktteilnehmer waren davon ausgegangen, dass die Preise von Silber in der Zukunft tendenziell sinken werden", so Baumbach.
"Das Edelmetall ist jedoch nach wie vor begehrt - sowohl von industrieller Seite als auch von Seiten privater Anleger. Die anziehende Konjunktur spricht vor allem für eine steigende Nachfrage seitens der Industrie. Gleichzeitig gibt es immer noch ausreichend Probleme in der Welt, so dass Anleger weiterhin auf der Suche nach Sachwerten sind. Sie haben Silber mittlerweile als Alternative zu Gold entdeckt. So gesehen ist die derzeitige Bewertung von Silber damit gerechtfertigt."
Dass der Silberpreis nach dem Einbruch Anfang Mai sofort wieder gestiegen sei, verwundere Baumbach daher nicht: "Ich halte es durchaus für möglich, dass wir die Höchststände bei Silber dieses Jahr nochmals sehen werden. Noch ist die Schwankungsbreite zwar relativ hoch. Daher würde ich einen weiteren Kursverfall nicht ausschließen. Mittel- und langfristig bleibe ich für Silber jedoch positiv gestimmt." (16.05.2011/fc/a/m)


