Silber schließt zu Gold auf


10.08.10 11:26
ERA Resources

Augsburg (aktiencheck.de AG) - Angesichts der saisonal immer schwachen Sommermonate hat der Goldpreis in den letzten Wochen zwar leicht nachgegeben, behauptet sich aber trotzdem relativ fest, so die Analysten von ERA Resources.

Während Gold im Juli um rund 5 Prozent verloren habe, sei der Silberpreis lediglich um etwa 3 Prozent gefallen. "Silber baut derzeit eine relative Stärke gegenüber Gold auf", sage Werner J. Ullmann, Rohstoffexperte von ERA Resources. "Ein Grund hierfür liegt auch darin, dass ein bedeutender amerikanischer Händler seine Short-Positionen in Silber massiv reduzierte", erkläre Ullmann. Der Abbau der Marktpreismanipulation wiederum spreche langfristig für eine positive Entwicklung des Silberpreises.

Die im Vergleich zu den Vorjahren moderaten Verluste in dieser saisonalen Schwächephase würden für deutlich steigende Edelmetallkurse im Herbst sprechen. Gold habe kürzlich erneut die psychologisch wichtige Marke von 1.200 US-Dollar überschritten. "Mittlerweile wird sichtbar, dass die wirtschaftlichen Stimulierungsmaßnahmen langsam auslaufen. Während die USA eine Fortsetzung des "quantitative easing" signalisiert haben, wird früher oder später auch die europäische Politik diesen Weg der Geldentwertung weiter gehen", sage Ullmann. "Dies kommt Edelmetallen zugute, wobei wir dem Silberpreis nach wie vor das höhere Steigerungspotenzial zugestehen." An seiner Prognose für einen Goldpreis von circa 1.500 US-Dollar und einem Silberpreis von bis zu 25 US-Dollar bis Ende des Jahres halte er fest.

Basismetalle hätten sich im Juli ungewöhnlich gut behauptet. "Die eingetrübten Konjunkturaussichten und nach wie vor hohen Lagerbestände sprechen allerdings nicht dafür, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird", sage Ullmann. Lediglich Kupfer könnte weiterhin Unterstützung erhalten, getragen von einem anhaltend festen Wirtschaftswachstum in China und der sich begrenzenden Angebotssituation. "Die Produktion von Kupfer wird in den kommenden Jahren unter Druck geraten, weil viele bestehende Minen dann ausgebeutet sind und neue Vorkommen seltener entdeckt werden."

Analog zu Basismetallen habe sich auch der Ölpreis bei über 80 US-Dollar je Barrel in den vergangenen Wochen ungewöhnlich stark gezeigt. Auf der einen Seite stünden die eingetrübten Konjunkturaussichten, auf der anderen Seite habe die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko noch einmal verdeutlicht, dass es immer schwieriger werde, die noch vorhandenen Ölvorkommen abzubauen. Dieses Pendel könne kurzfristig in beide Richtungen ausschlagen und lasse das Potenzial des Ölpreises für die kommenden Wochen nur schwer prognostizieren. Der Uranpreis erfahre dagegen eindeutige Unterstützung von den erneuten Ankündigungen Chinas und Indiens, eigene Uranvorräte in den kommenden Jahren massiv aufbauen zu wollen. Der jüngste Anstieg des Uranpreises auf 46,7 US-Dollar sei mit einer ersten Erholung der seit einem Jahr stark unter Druck geratenen Uranaktien einhergegangen.

Bei Soft Commodities habe die extreme Dürreperiode in Russland und das zuletzt verhängte Exportverbot maßgeblich die Spekulation beim Weizenpreis getrieben. Nachdem dieser zwischenzeitlich seinen Zwei-Jahreshöchsstand erreicht habe, deute der jüngste Preisrückgang auf eine Normalisierung hin. "Für andere Getreidearten dürften die Ernteausfälle in Russland langfristig ebenfalls preistreibend wirken, da künftig verstärkt Weizen angebaut wird", meine Ullmann. Während der Zuckerpreis infolge der guten Ernte in Indien wieder gesunken sei, befinde sich Kaffee der Marke Arabica auf einem Zwölf-Jahreshoch.

Auch Potash-Werte hätten sich zuletzt positiv entwickelt. Gute Quartalszahlen der Unternehmen und anhaltend positive Rahmenbedingungen würden für weiter steigende Kurse sprechen. Insbesondere aus China werde für 2011 eine Ausweitung der Nachfrage nach Düngemittel erwartet, was sich auch in steigenden Margen der Produzenten niederschlagen sollte. (10.08.2010/ac/a/m)






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