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Silber koppelt sich von Gold ab
04.12.12 10:34
Stabilitas Fonds
Bad Salzuflen (www.fondscheck.de) - Standen die Edelmetalle insgesamt im Oktober noch leicht unter Druck, gaben sie im November ein überwiegend freundliches Bild ab, so die Experten von Stabilitas Fonds.
Während der Goldpreis den Monat mit teils heftigen Preisschwankungen aber dennoch nahezu unverändert habe abschließen können, habe Silber mit plus 3,7 Prozent überraschend zugelegt. "Im Verhältnis zu Gold war Silber seit der Korrektur nach dem Allzeithoch im Mai 2011 stets zu niedrig bewertet. Diese negative Übertreibung ist jetzt etwas ausgeglichen worden, weil sich das weiße Metall vom Gold losgelöst aufwärts bewegt hat", erkläre Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH.
Während der Platinpreis um etwa 2 Prozent zugelegt habe, habe das im Laufe des Jahres stark unter Druck geratene Palladium mit mehr als 12 Prozent einen fulminanten Sprung nach oben gemacht. Grund seien jüngste Schätzungen, wonach die Palladiumnachfrage in Zukunft das Angebot übersteigen könnte und vor allem Russland mit sinkenden Vorräten zu kämpfen habe.
Und auch wenn sich die Lage in einigen Minen Südafrikas wieder etwas entspannt habe, könnten die blutigen Streiks weiterhin als Preistreiber gesehen werden. "Die heftigen Auseinandersetzungen haben Investoren vor Augen geführt, wie anfällig die Platin- und Palladiumproduktion sein kann. Das wird wohl auch in Zukunft für stabile Preise sorgen", erkläre Siegel.
Obwohl sich die physischen Edelmetalle stabil bis positiv entwickelt hätten, hätten die Aktien der Minengesellschaften im November stärkere Rückschläge hinnehmen müssen. "Trotz gleich bleibenden Gold- und steigenden Silberpreises haben Minenaktien ihre im August und September aufgebaute relative Stärke teilweise wieder eingebüßt", resümiere der Edelmetallexperte. Ursache hierfür könnte einerseits der Wunsch vieler Investoren sein, zum Jahresende Gewinne mitzunehmen.
Als weiterer Grund könne die Ergebnissaison gesehen werden, die teilweise deutlich unter den Erwartungen gelegen habe und die Kurse auf Talfahrt geschickt habe. "Gestiegene Produktionskosten und sinkende Margen machen den Minenbetreibern derzeit am meisten zu schaffen", erkläre Siegel. So habe der XAU-Index im November neuneinhalb Prozent verloren. Kleinere Produzenten und Explorationswerte hätten erneut größere Verluste hinnehmen müssen.
Die massiv gesunkenen Kurse bei Minenaktien bieten zwar auch wieder neues Nachholpotenzial, das Anleger zum Einstieg motivieren sollte. "Doch da es erfahrungsgemäß zum Jahresende immer etwas ruhiger wird und Investoren eher in einer Art Warteposition verharren, ist erst einmal nicht mit viel Bewegung nach oben zu rechnen", so der Experte.
Nachdem sich auch Basismetalle im Oktober noch einheitlich negativ entwickelt hätten, hätten sie diesen Monat größtenteils deutlich zugelegt. Aufwärts sei es insbesondere bei Nickel (8,7 Prozent), Blei (8,4 Prozent) und Aluminium (9,5 Prozent) gegangen, wohingegen in diesem Monat - analog zu Gold- und Silberaktien - die Titel der großen Rohstoffkonzerne Verluste hätten hinnehmen müssen. (04.12.2012/fc/a/m)
Während der Goldpreis den Monat mit teils heftigen Preisschwankungen aber dennoch nahezu unverändert habe abschließen können, habe Silber mit plus 3,7 Prozent überraschend zugelegt. "Im Verhältnis zu Gold war Silber seit der Korrektur nach dem Allzeithoch im Mai 2011 stets zu niedrig bewertet. Diese negative Übertreibung ist jetzt etwas ausgeglichen worden, weil sich das weiße Metall vom Gold losgelöst aufwärts bewegt hat", erkläre Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH.
Während der Platinpreis um etwa 2 Prozent zugelegt habe, habe das im Laufe des Jahres stark unter Druck geratene Palladium mit mehr als 12 Prozent einen fulminanten Sprung nach oben gemacht. Grund seien jüngste Schätzungen, wonach die Palladiumnachfrage in Zukunft das Angebot übersteigen könnte und vor allem Russland mit sinkenden Vorräten zu kämpfen habe.
Obwohl sich die physischen Edelmetalle stabil bis positiv entwickelt hätten, hätten die Aktien der Minengesellschaften im November stärkere Rückschläge hinnehmen müssen. "Trotz gleich bleibenden Gold- und steigenden Silberpreises haben Minenaktien ihre im August und September aufgebaute relative Stärke teilweise wieder eingebüßt", resümiere der Edelmetallexperte. Ursache hierfür könnte einerseits der Wunsch vieler Investoren sein, zum Jahresende Gewinne mitzunehmen.
Als weiterer Grund könne die Ergebnissaison gesehen werden, die teilweise deutlich unter den Erwartungen gelegen habe und die Kurse auf Talfahrt geschickt habe. "Gestiegene Produktionskosten und sinkende Margen machen den Minenbetreibern derzeit am meisten zu schaffen", erkläre Siegel. So habe der XAU-Index im November neuneinhalb Prozent verloren. Kleinere Produzenten und Explorationswerte hätten erneut größere Verluste hinnehmen müssen.
Die massiv gesunkenen Kurse bei Minenaktien bieten zwar auch wieder neues Nachholpotenzial, das Anleger zum Einstieg motivieren sollte. "Doch da es erfahrungsgemäß zum Jahresende immer etwas ruhiger wird und Investoren eher in einer Art Warteposition verharren, ist erst einmal nicht mit viel Bewegung nach oben zu rechnen", so der Experte.
Nachdem sich auch Basismetalle im Oktober noch einheitlich negativ entwickelt hätten, hätten sie diesen Monat größtenteils deutlich zugelegt. Aufwärts sei es insbesondere bei Nickel (8,7 Prozent), Blei (8,4 Prozent) und Aluminium (9,5 Prozent) gegangen, wohingegen in diesem Monat - analog zu Gold- und Silberaktien - die Titel der großen Rohstoffkonzerne Verluste hätten hinnehmen müssen. (04.12.2012/fc/a/m)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 75,5295 $ | 75,432 $ | 0,0975 $ | +0,13% | 24.04./02:10 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XC0009653103 | 965310 | 121,62 $ | 31,66 $ | |
Werte im Artikel



