SGAM AI Equisys Euroland im Fokus


29.01.07 09:25
Euro fondsxpress

München (aktiencheck.de AG) - Während etliche Anleger noch immer nicht eingestiegen sind, können sich andere nach knapp vier Jahren permanent steigender Kurse kaum mehr vorstellen, dass es auch wieder einmal talwärts gehen könnte, so die Experten von "Euro fondsxpress" in ihrem Kommentar zum SGAM AI Equisys Euroland.

Allerdings steige die Wahrscheinlichkeit von Tag zu Tag. Bislang habe es solch lange Phasen mit Kurszuwächsen nämlich nur sehr selten gegeben. Es sei daher kein Fehler, auf Warren Buffetts Erfahrungen zurückzugreifen. Die Anlegerregel Nummer eins des Milliardenjongleurs laute: "Verliere nie Geld". Regel Nummer zwei: "Vergesse nie Regel Nummer eins". Viele Fondsmanager scheinen Buffetts simple Sprüche leider nicht verinnerlicht zu haben, denn die meisten Fonds sind eher auf steigende Kurse ausgerichtet, so die Experten.

Lahcen Naitl 'Khadir sei eine Ausnahme. Beim SGAM AI Equisys Euroland der Société Générale vermeide er mit einem systematischen Trendfolge-Ansatz übermäßige Verluste. Gleichzeitig könne er aber beim Weg nach oben voll mit dabei sein. Wie wichtig die Verlustvermeidung sei, verdeutliche Naitl 'Khadir an einem einfachen Beispiel. "Wenn man 50 Prozent verliert, muss man 100 Prozent gewinnen. Beim 10%-Verlust reichen indes gut elf Prozent Gewinn", so der Franzose. Sein Erfolgsrezept beruhe auf zwei komplementären Strategien. "Unser Stockpicking-Ansatz sorgt für die Outperformance und unsere variable Marktexposure-Steuerung für die nötige Sicherheit", erkläre der Société Générale-Experte.

Sein Performancetreiber Nummer eins sei das Stockpicking. Er vertraue dabei allerdings nicht auf sein Bauchgefühl. "Wir setzen bei der Aktienauswahl auf einen rein quantitativen Auswahlprozess, der auf neun Bewertungsmethoden beruht", sage der Manager. Dazu würden das KGV, der Return on Equity oder auch die Cashflows zählen. Letztendlich würden die 40 aussichtsreichsten Aktien aus dem DJ STOXX 600 gleich gewichtet in den Fonds wandern. Soweit nichts Besonderes. Außergewöhnlich sei hingegen, dass der SGAM-Manager die Aktienquote bis auf Null reduzieren könne und dies auch tatsächlich tue.

Derart radikale Maßnahmen würden aber keineswegs auf den Launen von Naitl 'Khadir, sondern auf festen Regeln basieren. Wie hoch die Aktienquote letztendlich sei, entscheide der Manager einmal pro Monat. "Je nachdem welches Signal unsere Indikatoren geben, steuern wir die Aktienquote über den Verkauf von Terminkontrakten auf den EURO STOXX 50", sage der Experte. Dabei habe er die Freiheit zwischen 0% und 100% Aktienexposure. Fehlsignale wolle der Franzose durch eine allenfalls monatliche Anpassung ausschalten. "Dieser Rhythmus hat sich als der beste erwiesen. So können wir die großen Trends immer mitnehmen. Zudem findet bei unseren Systemen laufend eine Evolution statt. Zuletzt haben wir die Aktienanzahl von 30 auf 40 sowie das maximale Aktienexposure von 80 auf 100 erhöht."

Wer aktiv die Wellen des Marktes reite, könne bessere Fonds finden. Anleger, die sich darüber nicht permanent Gedanken machen möchten, würden indes mit dem SGAM Equisys Fonds gut fahren. Er vermeide übermäßige Verluste und sei im Gegensatz zu Garantie- und Wertsicherungskonzepten auch auf dem Weg nach oben mit dabei. (Ausgabe 04/2007 vom 26.01.2007) (29.01.2007/fc/a/f)