SEB deLuxe balance Fonds der Woche


05.10.09 16:26
BÖRSE am Sonntag

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Für die Experten der "BÖRSE am Sonntag" ist der SEB deLuxe balance der Fonds der Woche.

Seit Anfang September 2008 würden die SEB deLuxe-Fonds nach dem Multi Asset total Return (MAtR)-Ansatz gemanagt. Die neue Anlagestrategie habe sich auch während und nach der Lehmann-Krise bewährt: Der SEB deLuxe balance habe auf Jahressicht 11,5% zulegen können.

Das Fondsmanagement (Jens Kummer, Andreas Bichler und Damian Krzizok) habe schon vor der Finanzkrise mit dem MATR-Modell ein Anlageinstrument entwickelt, das von der Benchmark-Orientierung traditioneller gemischter Fonds abweiche. Im Fokus stehe die Erzielung positiver Renditen über gleitende Zwölfmonatszeiträume. Die Portfoliogewichtungen würden unter Berücksichtigung der Risikoparameter in einem dynamischen Optimierungsverfahren vorgenommen. Die Risikoparameter würden absichtlich kurzfristig gewählt, um auf Veränderungen am Kapitalmarkt schnell reagieren zu können. Die Optimierung finde wöchentlich statt.

In Zeiten dynamischer Kapitalmärkte seien variable Strategien gefragt, um schnell und flexibel auf veränderte Märkte reagieren zu können. Bei fallenden Märkten werde das Kapital abgesichert. Von Oktober 2008 bis März 2009 sei beim SEB deLuxe balance auf risikoarme Anlageklassen gesetzt worden. Im Aufwärtstrend würden die Fonds dagegen auch in risikoreiche Anlageprodukte investieren. Ziel des Risikomanagements sei es, das Verlustpotenzial auf 10% zu begrenzen. Bei dem konservativeren Schwesterprodukt SEB deLuxe classic plus habe man sich eine noch engere Reduzierung der Verluste auf 2% zum Ziel gesetzt.

Grundsätzlich werde beim SEB deLuxe balance das ganze globale Anlagespektrum wie Aktien, Staatsanleihen, Immobilien, Geldmarkt, Hedgefonds und offene Immobilienfonds oder Rohstoffe genutzt. Keine Anlageklasse sei im Portfolio definitiv gesetzt. Die Auswahl der Asset-Klassen finde nach einem quantitativen Modell statt, welches auf Erkenntnisse der modernen Kapitalmarktforschung zurückzuführen sei. Aus Kostengründen würden in erster Linie passive Produkte wie ETFs eingesetzt. Die damit verbundenen Kostenvorteile sollten langfristig mehr Rendite für den Anleger bringen. Darüber hinaus seien ETFs hochliquide - so könnten Kummer und sein Team immer flexibel in den einzelnen Märkten agieren.

Die Performance des SEB deLuxe balance sei seit der Umstellung auf den Multi Asset Total Return-Ansatz überzeugend. Der Fonds liege mit einem Ausgabeaufschlag von 5% in seiner Klasse im oberen Bereich. Dasselbe gelte für die Gesamtkostenquote von 2,10%.

Für mittelfristig orientierte Anleger, die durch eine breite Risikostreuung über mehrere Anlageklassen ihr Investmentrisiko minimieren möchten und dennoch eine attraktive Performance ihrer Anlage anstreben, ist der SEB deLuxe balance aber in jedem Fall eine interessante Alternative, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag". (Ausgabe 40 vom 04.10.2009) (05.10.2009/fc/a/f)