Rohstoffmarkt keine breite Euphorie in 2010


03.12.09 12:43
ERA Resources

Augsburg (aktiencheck.de AG) - Die derzeitige Euphorie über ein nachhaltiges globales Wirtschaftswachstum wird sich im nächsten Jahr rasch abkühlen und den Aufwärtstrend des Edelmetall-Sektors weiter beflügeln, erwartet Werner J. Ullmann, Rohstoffexperte von ERA Resources.

Demgegenüber schätze er das Potenzial von Rohstoffen, die am Tropf der Wirtschaft hängen würden, wie etwa Basismetalle, Energiewerte und auch Soft Commodities, in 2010 als deutlich verhaltener ein. Lediglich ausgewählte "weiche Rohstoffe" hätten aufgrund ihrer bislang unterproportionalen Entwicklung noch Luft nach oben. Bis Ende dieses Jahres würden Edelmetalle auf hohem Niveau konsolidieren, auch wenn der Goldpreis bereits die 1.200-USD-Marke überschritten habe. "Nach den fulminanten Anstiegen wäre dies eine gesunde Entwicklung", sage der ERA-Experte.

Im Verlauf des nächsten Jahres liege das Ziel für Gold im Minimum bei 1.500 USD/Unze. Für Silber rechne der Experte aufgrund des hohen Nachholbedarfs gegenüber Gold sogar mit 25 bis 30 USD/Unze. Die Politik des "leichten" Geldes werde mindestens bis zum dritten Quartal des nächsten Jahres anhalten und auch der Immobilien- und der Arbeitsmarkt würden sich 2010 noch nicht entspannen. Dies schüre die Angst vor Inflation und führe zu anhaltend hoher Investmentnachfrage nach Gold und Silber. Selbst eine bevorstehende Zinswende stehe dieser Entwicklung nicht im Wege.

"Für Gold würde sich der Wind erst drehen, wenn die Zinsen stärker steigen als die Preissteigerungsrate", meine Werner J. Ullmann. Ein anhaltender Abwertungswettlauf der Währungen würde zusätzlich stabilisierend auf Edelmetalle wirken. Damit dürften sich auch die aktuellen Diversifikationsbemühungen der Notenbanken weg vom US-Dollar hin zu Gold im nächsten Jahr fortsetzen.

Besonders Minenaktien sollten von der anhaltenden Edelmetall-Hausse im nächsten Jahr profitieren. Auf Jahressicht hätten sich die Aktien der Minengesellschaften (plus EUR 155,7 Prozent) deutlich besser entwickelt als der Goldpreis (plus EUR 38,8 Prozent). Die jüngsten Preissteigerungen des physischen Metalls hätten Goldminenaktien bislang allerdings nicht nachvollzogen, sodass hier Nachholpotenzial bestehe. Werner J. Ullmann sehe vor allem für die Junior-Produzenten ein starkes Jahr und sei damit auch für den Stabilitas-Gold+Resourcen (ISIN LU0229009351 / WKN A0F6BP, P-Shares; ISIN LU0229009781 / WKN A0F6BQ, I-Shares) und den Stabilitas-Silber+Weissmetalle (ISIN LU0265803667 / WKN A0KFA1, P-Shares; ISIN LU0265804046 / WKN A0KFA2, I-Shares) sehr optimistisch gestimmt.

Im Gegensatz zu den westlichen Industrienationen werde die Wirtschaftstätigkeit der Emerging Markets im nächsten Jahr weiter anziehen und die Rohstoffpreise insgesamt stützen. Damit sollten sich auch Basismetalle in 2010 weitgehend stabil halten, das Potenzial nach oben sei laut Ullmann aber begrenzt. Eine ähnliche Preisentwicklung erwarte der ERA-Experte auch für den Energiebereich. Der Ölpreis werde sich tendenziell seitwärts entwickeln und wenn überhaupt nur moderat steigen.

Auch Soft Commodities würden im nächsten Jahr nicht durch ein breites globales Wachstum getrieben. Dennoch spreche der im Jahresverlauf verhaltene Preisanstieg einiger Nahrungsmittel für Nachholpotenzial in 2010. Ausnahmen würden Zucker und Kakao bilden, die bereits einen guten Aufwärtstrend gezeigt hätten. Vor allem Weizen, Mais und Reis würden dieser Entwicklung noch folgen. Aufgrund der moderaten Energiepreise sollten insbesondere Hersteller profitieren, da sich dadurch deren Margen erhöhen würden. "Für europäische Produzenten ist eine Aufwärtsentwicklung von bis zu 15 Prozent realistisch", meine Ullmann. (03.12.2009/fc/a/b)






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