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Rohstoffmarkt beflügelt
29.05.09 11:37
ERA Resources
Augsburg (aktiencheck.de AG) - Die Erholung der Wirtschaftstätigkeit in den Schwellenländern, allen voran China, und die anhaltende Dollar-Schwäche waren auch im Mai die treibenden Kräfte für Rohstoffe, berichten die Experten von ERA Resources.
"Das Vertrauen in den Dollar schwindet mit jeder weiteren Flutung der Geldmärkte, im Gegenzug gewinnen Assets wie Edelmetalle als Anlagealternative", sage Werner J. Ullmann, Rohstoffexperte von ERA Resources.
Trotz der für Gold saisonbedingt schwachen Monate Mai und Juni halte sich der Preis je Unze stabil bei rund 950 USD. Aktien der Goldproduzenten seien im Mai um circa 24 Prozent gestiegen. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen, wie Dollar-Schwäche und Inflationierung, bleibe der langfristige Aufwärtstrend für Gold intakt - kurzfristig werde eine Fortsetzung der moderaten Seitwärtsbewegung erwartet. Die Möglichkeit zum Einstieg sei nach wie vor günstig, besonders vor dem Hintergrund des künstlich niedrigen Niveaus. "Der Goldpreis wird von den Goldhandelsbanken aktiv niedrig gehalten, um einer extremen Verunsicherung der Märkte entgegen zu wirken. Unter freiem Lauf der Märkte hätte Gold die 1.000er-Marke schon längst überschreiten können", so Ullmann.
Silber habe im Kontext der gestiegenen Industrienachfrage im Mai um circa 20 Prozent zugelegt und seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Seit Jahresbeginn zeige der Silberpreis mit einem Plus von 30 Prozent eine deutlich stärkere Erholung als Gold mit circa 8 Prozent. Im weiteren Verlauf bleibe die Gold/Silber-Ratio von derzeit 64 rückläufig und spreche weiterhin mehr für Silber als für Gold.
Die jüngste wirtschaftliche Belebung der Schwellenländer habe auch "weiche" Rohstoffe beflügelt. Zwar seien Nahrungsmittelproduzenten im Sog der Finanzkrise ebenfalls stärker als erwartet unter Druck geraten - die langfristigen Preistreiber würden dennoch präsent bleiben: wachsende Weltbevölkerung, Konsumwandel der BRIC-Staaten und sinkende Anbauflächen infolge von Urbanisierung und Ethanol-Produktion. "Besonders aussichtsreich erscheinen derzeit Fischzuchtbetriebe und Düngemittelhersteller. Gerade bei Potash-Produzenten (Kali und Salze), war die Investitionstätigkeit im vergangenen Jahr stark rückläufig, eine erneute Angebotsausweitung ist aber mit langen Anlaufzeiten und -kosten verbunden", erkläre Ullmann.
Seit seinem Tiefpunkt im Februar weise der Ölpreis einen guten mittelfristigen Trend auf. Mit Überschreitung der Widerstandszone von 60 USD je Barrel (WTI) erhalte er auch technische Unterstützung, trotz kurzzeitigen Tests der Barriere. "Den Peak der Ölproduktion haben wir schon hinter uns. In den vergangenen Jahrzehnten wurden keine neuen signifikanten Öl-Lagerstätten gefunden", so Ullmann. Uran-, Gas- und Kohleminengesellschaften hätten im Mai ebenfalls von insgesamt relativ festen Energietiteln profitiert, würden aber auch mittelfristig noch Aufholpotenzial versprechen. (29.05.2009/fc/a/b)
"Das Vertrauen in den Dollar schwindet mit jeder weiteren Flutung der Geldmärkte, im Gegenzug gewinnen Assets wie Edelmetalle als Anlagealternative", sage Werner J. Ullmann, Rohstoffexperte von ERA Resources.
Silber habe im Kontext der gestiegenen Industrienachfrage im Mai um circa 20 Prozent zugelegt und seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Seit Jahresbeginn zeige der Silberpreis mit einem Plus von 30 Prozent eine deutlich stärkere Erholung als Gold mit circa 8 Prozent. Im weiteren Verlauf bleibe die Gold/Silber-Ratio von derzeit 64 rückläufig und spreche weiterhin mehr für Silber als für Gold.
Die jüngste wirtschaftliche Belebung der Schwellenländer habe auch "weiche" Rohstoffe beflügelt. Zwar seien Nahrungsmittelproduzenten im Sog der Finanzkrise ebenfalls stärker als erwartet unter Druck geraten - die langfristigen Preistreiber würden dennoch präsent bleiben: wachsende Weltbevölkerung, Konsumwandel der BRIC-Staaten und sinkende Anbauflächen infolge von Urbanisierung und Ethanol-Produktion. "Besonders aussichtsreich erscheinen derzeit Fischzuchtbetriebe und Düngemittelhersteller. Gerade bei Potash-Produzenten (Kali und Salze), war die Investitionstätigkeit im vergangenen Jahr stark rückläufig, eine erneute Angebotsausweitung ist aber mit langen Anlaufzeiten und -kosten verbunden", erkläre Ullmann.
Seit seinem Tiefpunkt im Februar weise der Ölpreis einen guten mittelfristigen Trend auf. Mit Überschreitung der Widerstandszone von 60 USD je Barrel (WTI) erhalte er auch technische Unterstützung, trotz kurzzeitigen Tests der Barriere. "Den Peak der Ölproduktion haben wir schon hinter uns. In den vergangenen Jahrzehnten wurden keine neuen signifikanten Öl-Lagerstätten gefunden", so Ullmann. Uran-, Gas- und Kohleminengesellschaften hätten im Mai ebenfalls von insgesamt relativ festen Energietiteln profitiert, würden aber auch mittelfristig noch Aufholpotenzial versprechen. (29.05.2009/fc/a/b)


