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Rohstoffe Nebenwertebereich erholt sich


28.04.09 13:59
ERA Resources

Augsburg (aktiencheck.de AG) - Nach Meinung der auf Rohstoffanlagen spezialisierten Investmentboutique ERA Resources hat sich der Small- und Mid-Cap-Sektor im Rohstoffbereich mit der Rückkehr der Risikobereitschaft bei Investoren seit Jahresbeginn deutlich erholt.

Gerade Explorationsunternehmen und Junior Mines seien im Zuge des allgemeinen Aktien-Sell-offs im Herbst 2008 unverhältnismäßig stark unter Druck geraten. "Seit Ausbruch der Finanzkrise ist viel spekulatives Geld aus dem Markt geflossen. Antizyklischen Investoren nutzen diese Tiefstände nun zum Widereinstieg", sage Werner J. Ullmann, Rohstoffexperte von ERA Resources.

Langfristig verspreche gerade der Nebenwertebereich bei Rohstoffen die dynamischste Entwicklung. "Junior-Gold-Produzenten sind im Vergleich zu etablierten Minengesellschaften drastisch unterbewertet und reduzieren zudem ihr Risiko durch steigende Produktionszahlen und wachsende Cashflows". Zudem würden sich die Befürchtungen vieler Marktteilnehmer vor Finanzierungsproblemen in diesem Segment infolge der Kreditklemme relativieren: "Ausgezeichneten Rohstoffprojekten stand der Kapitalmarkt auch in den vergangenen Monaten offen", so Ullmann.

Die Erholung spiegele sich auch in den Kursen der schwerpunktmäßig auf Rohstoffnebenwerte ausgerichteten STABILITAS-Rohstofffonds wider. Seit Beginn des Jahres hätten der STABILITAS - Gold+Resource (ISIN LU0229009351/ WKN A0F6BP) um 10 Prozent, der STABILITAS - Silber+Weissmetalle (ISIN LU0265804046/ WKN A0KFA2) um 16 Prozent und der STABILITAS - Pacific Gold+Metals (ISIN LU0290140515/ WKN A0MMDP) sogar um 48 Prozent zulegen können. Letzterer habe zusätzlich von Währungsdifferenzen des Australischen Dollars (AUD) zum US-Dollar profitiert.

Der Goldpreis befinde sich aktuell in einer Seitwärtskonsolidierung und bewege sich um die Marke von 900 US-Dollar pro Unze. "Sobald die kurzfristige Erholung an den Aktienmärkten einem erneuten Abwärtstrend weicht, sehen wir für Gold ein Preispotenzial von deutlich über 1.000 US-Dollar pro Unze", so Ullmann. Die Rahmenbedingungen - anhaltende Volatilität an den Aktienmärkten, ausufernde Geldpolitik und wachsende Inflationsgefahr - würden für eine Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends bei Gold sprechen, spätestens in der zweiten Jahreshälfte.

Deutlich höheres Potenzial sehe Ullmann für die Preisentwicklung von Silber. "Das aktuelle Gold/Silber-Verhältnis von 70:1 zeigt eine Unterbewertung. Im Jahresverlauf sollte Silber die Goldpreisentwicklung daher überflügeln", prognostiziere Ullmann. Ein Verhältnis von 50:1 sei angemessen. Dass Silber mühelos aus dem Windschatten von Gold treten könne, habe sich seit Jahresbeginn gezeigt, als das weiße Metall viermal stärker als Gold habe zulegen können. (28.04.2009/ac/a/m)