Rohstoff-Fonds: sinnvolle Diversifikation im Depot


11.10.12 12:18
FOCUS-MONEY

München (www.fondscheck.de) - Die Experten von "FOCUS-MONEY" haben in ihrer aktuellen Ausgabe das Segment der Rohstoff-Fonds näher betrachtet.

Gold, Platin, Seltene Erden, Kupfer, Erdöl und Erdgas - deren Vorräte seien begrenzt, die Nachfrage steige aber stetig. Das habe steigende Preise der Rohstoffe zur Folge, wovon auch Anleger profitieren könnten. In den nächsten Jahren sollten die Bedarfe in den Schwellenländern weiter steigen. So zähle China schon jetzt zu den weltgrößten Abnehmern von Industriemetallen. Für entsprechende Preissteigerungen stünden die Beispiele Gold und Kupfer.

Rohstoff-Fonds würden auf die Preisentwicklung der entsprechenden Güter, also etwa Edelmetalle, Agrargüter oder Energie in Form von Erdöl und Erdgas abzielen. Allerdings seien Rohstoff-Fonds, die mit Agrarprodukten und Nahrungsmitteln spekulieren würden, in die Kritik geraten, da sie zu einer künstlichen Verteuerung der weltweit benötigten Grundnahrungsmittel beitragen könnten. Soja, Mais und Reis könnten so für die ärmeren Staaten der Welt unerschwinglich werden. Wenngleich es derzeit keinen messbaren Zusammenhang zwischen Nahrungsmittelspekulation und Hungertod gebe, würden sich mehr und mehr Großbanken von solchen Investments zurückziehen und Agrar-Rohstofftitel aus den Portfolios entfernen.

Aber es lohne sich, nicht nur auf den Rohstoff im Einzelnen, sondern auch auf Minenwerte zu setzen. Als Beispiel sei der BGF World Gold Fund zu nennen. Der von Blackrock initiierte Fonds sei der größte, der in Aktien von Goldproduzenten investiere. Das Fondsmanagement sehe die Goldaktien im Vergleich zum Preis des Edelmetalls als niedrig bewertet an. Binnen drei Jahren habe der Fonds eine Rendite von fast 11% p.a. gebracht.

Als Allrounder unter den Rohstoff-Fonds werde der Equity World Materials angesehen. Der von BNP Paribas Investment initiierte Fonds setze auf Werkstoffe. Damit fänden sich im Portfolio nicht nur eine Minenaktie wie Barrick Gold, sondern auch Anteilsscheine des deutschen Düngemittelproduzenten K+S oder der Chemiekonzerne wie BASF und Linde.

Nach Einschätzung der Experten von "FOCUS-MONEY" sind Rohstoffwerte schwankungsanfällig, weshalb sie sich besser nur als Beimischung eignen, aber mit ihrer teils enormen Wertentwicklung helfen können, die Renditen eines Depots langfristig zu stabilisieren. (Ausgabe 42) (11.10.2012/fc/a/f)





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