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Robeco US Premium Equities Fondsporträt
11.01.08 11:34
Morningstar
München (aktiencheck.de AG) - Der Robeco US Premium Equities konzentriert sich auf amerikanische Qualitätsaktien mit günstiger Bewertung und Kurspotenzial durch eine positive Geschäftsdynamik, so die Experten von "Morningstar".
Um diese aufzuspüren, nutze Fondsmanager Duilio Ramallo eine Reihe von quantitativen (Bewertungs- und Bilanzkennzahlen) und qualitativen Kriterien (z.B. Wettbewerbsanalyse). Ergebnis sei ein Portfolio aus rund 100 Werten. Darunter fänden sich auch einige europäische oder asiatische Namen, sofern sie als so genannte ADRs an US-Börsen notiert seien.
Zu den langjährigen Top-Positionen im Portfolio zähle beispielsweise Loews Corporation, eine Art Mini-Berkshire Hathaway. Ramallo schätze die Qualität des Managements. Zudem notiere die Aktie unter dem Wert ihrer Beteiligungen und die Versicherungstochter CNA sei auf dem Weg der Besserung.
Bei der Branchenverteilung sei der Fondsmanager recht frei und bereit, deutliche Akzente zu setzen. Zu den Favoriten würden gegenwärtig der Gesundheitssektor und Technologiewerte gehören. Beispiel dafür wäre der US-Pharmariese Pfizer. Auch wenn er aufgrund auslaufender Patente in den kommenden Jahren kein Umsatzwachstum erwarte, halte er die Abstrafung der Aktie durch den Markt für übertrieben.
Finanzwerte würden mit über 30% des Fondsvermögens einen wichtigen Teil des Portfolios ausmachen, seien aber auch die größte Branche am Aktienmarkt. Allerdings setze der Fondsmanager schon seit längerem bevorzugt auf Versicherer und weniger auf Banken oder Brokerhäuser. Dennoch seien auch diese im Zuge der Kreditkrise unter Druck geraten, was den Fonds dieses Jahr die meiste Performance gekostet habe.
Anleger würden mit der hier besprochenen Anteilsklasse ein währungsgesichertes Portfolio erwerben, d.h. sie würden die Verluste aus der Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro nicht mitmachen (würden aber im Gegenzug auch nicht von einer eventuellen US-Dollar-Stärke profitieren). Angesichts des starken US-Dollar-Verfalls verwundere es daher nicht, dass der Fonds in seiner Vergleichsgruppe, Aktien USA Standardwerte Value, über drei Jahre einen der vorderen Plätze einnehme.
Die nicht währungsgesicherte Version des Fonds lande dagegen ohne den Rückenwind von Währungsseite nur im Mittelfeld der Kategorie. Hier würden sich u.a. die Auswirkungen des geringen Rohstoffgewichts in den letzten drei Jahren und die seit Sommer 2006 bestehende Untergewichtung von Energieaktien bemerkbar machen. Der Fondsmanager halte den hohen Ölpreis für fundamental nicht gerechtfertigt und sehe ihn eher bei rund 60 US-Dollar angesiedelt.
Insgesamt sei der Robeco US Premium Equities ein vernünftiges, wenn auch nicht spektakuläres Investment für US-Aktien, insbesondere für Anleger, die bereit seien, gegen den Strom zu schwimmen. (Ausgabe vom 10.01.2008) (11.01.2008/fc/a/f)
Um diese aufzuspüren, nutze Fondsmanager Duilio Ramallo eine Reihe von quantitativen (Bewertungs- und Bilanzkennzahlen) und qualitativen Kriterien (z.B. Wettbewerbsanalyse). Ergebnis sei ein Portfolio aus rund 100 Werten. Darunter fänden sich auch einige europäische oder asiatische Namen, sofern sie als so genannte ADRs an US-Börsen notiert seien.
Zu den langjährigen Top-Positionen im Portfolio zähle beispielsweise Loews Corporation, eine Art Mini-Berkshire Hathaway. Ramallo schätze die Qualität des Managements. Zudem notiere die Aktie unter dem Wert ihrer Beteiligungen und die Versicherungstochter CNA sei auf dem Weg der Besserung.
Finanzwerte würden mit über 30% des Fondsvermögens einen wichtigen Teil des Portfolios ausmachen, seien aber auch die größte Branche am Aktienmarkt. Allerdings setze der Fondsmanager schon seit längerem bevorzugt auf Versicherer und weniger auf Banken oder Brokerhäuser. Dennoch seien auch diese im Zuge der Kreditkrise unter Druck geraten, was den Fonds dieses Jahr die meiste Performance gekostet habe.
Anleger würden mit der hier besprochenen Anteilsklasse ein währungsgesichertes Portfolio erwerben, d.h. sie würden die Verluste aus der Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro nicht mitmachen (würden aber im Gegenzug auch nicht von einer eventuellen US-Dollar-Stärke profitieren). Angesichts des starken US-Dollar-Verfalls verwundere es daher nicht, dass der Fonds in seiner Vergleichsgruppe, Aktien USA Standardwerte Value, über drei Jahre einen der vorderen Plätze einnehme.
Die nicht währungsgesicherte Version des Fonds lande dagegen ohne den Rückenwind von Währungsseite nur im Mittelfeld der Kategorie. Hier würden sich u.a. die Auswirkungen des geringen Rohstoffgewichts in den letzten drei Jahren und die seit Sommer 2006 bestehende Untergewichtung von Energieaktien bemerkbar machen. Der Fondsmanager halte den hohen Ölpreis für fundamental nicht gerechtfertigt und sehe ihn eher bei rund 60 US-Dollar angesiedelt.
Insgesamt sei der Robeco US Premium Equities ein vernünftiges, wenn auch nicht spektakuläres Investment für US-Aktien, insbesondere für Anleger, die bereit seien, gegen den Strom zu schwimmen. (Ausgabe vom 10.01.2008) (11.01.2008/fc/a/f)


