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Rize USA Environmental Impact UCITS ETF: US-Wahlen - Risiko für den Grünen Wandel?
31.01.24 14:07
ARK Invest Europe
London (www.fondscheck.de) - Nachhaltige Aktien sahen sich in den vergangenen Jahren einigen Hürden ausgesetzt, so die Experten von ARK Invest Europe im Kommentar zum Rize USA Environmental Impact UCITS ETF.
Doch weder die Präsidentschaft von Donald Trump in den USA, Lockdowns und Lieferkettenprobleme der Pandemiejahre, fortdauernde Zinsstraffungen, noch geopolitische Konflikte hätten Unternehmen, die den Wandel hin zu einer umweltgerechteren Wirtschaft vorantreiben würden, aufhalten können. Nun stehe eine neue US-Wahl vor der Tür und Rahul Bhushan, Global Head of Index von ARK Invest Europe, gehe der Frage nach, welchen Einfluss diese auf die Energiewende in den Vereinigten Staaten haben könnte.
In den USA würden tiefe politische Kluften herrschen, die sich auch nach Bundesstaaten festmachen lassen würden: Jenen Staaten, in denen sozialliberale Kräfte vorherrschen und die zumeist von Politikern der Demokratischen Parteien regiert würden (blue states) stünden die eher konservativen red states gegenüber, in denen die Republikanische Partei dominiere. Untersuchungen würden zeigen, dass diese Kluft Investitionen in saubere Energie nicht behindert habe - schon während der von 2016 bis 2020 andauernden Trump-Ära habe der Sektor prosperiert, nicht zuletzt wegen der hohen Nachfrage am Markt im Zusammenspiel mit einem unaufhaltsamen technologischen Fortschritt.
Heute würden nicht demokratisch, sondern republikanisch geführte Bundesstaaten laut aktueller Analysen aktiv auf Wind- und Solarenergie setzen, fünf davon seien bei der Windenergieerzeugung in den USA sogar führend. Insgesamt beeindruckende 70 Prozent der US-Windenergie werde in den red states erzeugt. Bei Solarenergie sehe es etwas anders aus, dennoch liege Texas nach dem demokratisch dominierten Kalifornien an zweiter Stelle bei der Erzeugung von Solarstrom und unter den hier tonangebenden fünf Staaten würden sich mit Florida und North Carolina ebenfalls republikanisch regierte Bundesstaaten befinden.
Dabei eine beide Parteien wohl weniger ihr Engagement für Klimaschutz sondern vielmehr das gemeinsame Streben nach größtmöglicher Energiesicherheit, das durchaus auch nicht erneuerbare Energien einschließe, die auch künftig positive Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft haben würden. Daneben würden republikanisch dominierte Staaten aufgrund ihrer geografischen Lage im "Wind Belt" der USA über reichlich Wind- und Solarressourcen verfügen, was nicht nur zur Energiesicherheit beitrage, sondern auch zu attraktiven Investitionsrenditen führe.
Für Landbesitzer sei die Verfügungstellung von Land für Wind- oder Solarenergie ein rentables Geschäft, das ihnen ein regelmäßiges Einkommen beschere und ihre landwirtschaftlichen Tätigkeiten nur minimal beeinträchtige. Die so erzielte Renditestabilität sei insgesamt eine wichtige Triebkraft für die Adoption von Wind- und Solarenergie in republikanisch dominierten Teilen der USA. Dies deute auf eine Haltung gegenüber der Entwicklung erneuerbarer Energien hin, die pragmatischer sei als zunächst vielleicht angenommen.
Die republikanischen Bundesstaaten könnten nicht nur mit weniger reglementierten Vorschriften und Baubeschränkungen bei der Realisierung von Grünen Projekten punkten, sondern würden offenbar ohne jede ideologische Brille den finanziell attraktiven Nutzen aus Präsident Bidens Inflation Reduction Act ziehen. Derzeit seien die von der Republikanischen Partei geführten Bundesstaaten also die größten Nutznießer des von Joe Biden unterzeichneten Klimagesetzes, obwohl kein einziger Republikaner für das Gesetz gestimmt habe.
Laut Financial Times seien etwa 80 Prozent der identifizierten Investitionen in saubere Technologien und Halbleiter im ersten Jahr nach dem Inkrafttreten des IRA in republikanisch regierten Bundesstaaten oder in Bundesstaaten mit breiter republikanischer Wählerschaft angekündigt worden - die meisten davon in South Carolina und Georgia, gefolgt von Michigan und Ohio. Bis zum Ende dieser Dekade könnte das republikanisch initiierte Investitionsvolumen in Solar- Wind- und Speicherprojekte rund 337 Milliarden erreichen, in demokratischen Staaten hingegen etwa 183 Milliarden Dollar.
Der springende Punkt sei, dass das Eintreten für Umweltbelange keine Voraussetzung für die Anerkennung der Bedeutung lokaler Energieinvestitionen sei. Die ungebrochene parteiunabhängige Unterstützung für diese Investitionen beruhe in erster Linie auf den wirtschaftlichen Möglichkeiten und dem Potenzial für Beschäftigungswachstum und die Wiederbelebung der amerikanischen Industrie. Demzufolge würden die Experten im Zusammenhang mit dem Ausgang der US-Wahl im November ein wahrscheinlich nur minimales Risiko sehen. Die parteiübergreifende Anerkennung der wirtschaftlichen Vorteile von Investitionen in Solar-, Windkraft- und Batteriesysteme untermauere diese Einschätzung. (31.01.2024/fc/a/e)
Doch weder die Präsidentschaft von Donald Trump in den USA, Lockdowns und Lieferkettenprobleme der Pandemiejahre, fortdauernde Zinsstraffungen, noch geopolitische Konflikte hätten Unternehmen, die den Wandel hin zu einer umweltgerechteren Wirtschaft vorantreiben würden, aufhalten können. Nun stehe eine neue US-Wahl vor der Tür und Rahul Bhushan, Global Head of Index von ARK Invest Europe, gehe der Frage nach, welchen Einfluss diese auf die Energiewende in den Vereinigten Staaten haben könnte.
In den USA würden tiefe politische Kluften herrschen, die sich auch nach Bundesstaaten festmachen lassen würden: Jenen Staaten, in denen sozialliberale Kräfte vorherrschen und die zumeist von Politikern der Demokratischen Parteien regiert würden (blue states) stünden die eher konservativen red states gegenüber, in denen die Republikanische Partei dominiere. Untersuchungen würden zeigen, dass diese Kluft Investitionen in saubere Energie nicht behindert habe - schon während der von 2016 bis 2020 andauernden Trump-Ära habe der Sektor prosperiert, nicht zuletzt wegen der hohen Nachfrage am Markt im Zusammenspiel mit einem unaufhaltsamen technologischen Fortschritt.
Heute würden nicht demokratisch, sondern republikanisch geführte Bundesstaaten laut aktueller Analysen aktiv auf Wind- und Solarenergie setzen, fünf davon seien bei der Windenergieerzeugung in den USA sogar führend. Insgesamt beeindruckende 70 Prozent der US-Windenergie werde in den red states erzeugt. Bei Solarenergie sehe es etwas anders aus, dennoch liege Texas nach dem demokratisch dominierten Kalifornien an zweiter Stelle bei der Erzeugung von Solarstrom und unter den hier tonangebenden fünf Staaten würden sich mit Florida und North Carolina ebenfalls republikanisch regierte Bundesstaaten befinden.
Für Landbesitzer sei die Verfügungstellung von Land für Wind- oder Solarenergie ein rentables Geschäft, das ihnen ein regelmäßiges Einkommen beschere und ihre landwirtschaftlichen Tätigkeiten nur minimal beeinträchtige. Die so erzielte Renditestabilität sei insgesamt eine wichtige Triebkraft für die Adoption von Wind- und Solarenergie in republikanisch dominierten Teilen der USA. Dies deute auf eine Haltung gegenüber der Entwicklung erneuerbarer Energien hin, die pragmatischer sei als zunächst vielleicht angenommen.
Die republikanischen Bundesstaaten könnten nicht nur mit weniger reglementierten Vorschriften und Baubeschränkungen bei der Realisierung von Grünen Projekten punkten, sondern würden offenbar ohne jede ideologische Brille den finanziell attraktiven Nutzen aus Präsident Bidens Inflation Reduction Act ziehen. Derzeit seien die von der Republikanischen Partei geführten Bundesstaaten also die größten Nutznießer des von Joe Biden unterzeichneten Klimagesetzes, obwohl kein einziger Republikaner für das Gesetz gestimmt habe.
Laut Financial Times seien etwa 80 Prozent der identifizierten Investitionen in saubere Technologien und Halbleiter im ersten Jahr nach dem Inkrafttreten des IRA in republikanisch regierten Bundesstaaten oder in Bundesstaaten mit breiter republikanischer Wählerschaft angekündigt worden - die meisten davon in South Carolina und Georgia, gefolgt von Michigan und Ohio. Bis zum Ende dieser Dekade könnte das republikanisch initiierte Investitionsvolumen in Solar- Wind- und Speicherprojekte rund 337 Milliarden erreichen, in demokratischen Staaten hingegen etwa 183 Milliarden Dollar.
Der springende Punkt sei, dass das Eintreten für Umweltbelange keine Voraussetzung für die Anerkennung der Bedeutung lokaler Energieinvestitionen sei. Die ungebrochene parteiunabhängige Unterstützung für diese Investitionen beruhe in erster Linie auf den wirtschaftlichen Möglichkeiten und dem Potenzial für Beschäftigungswachstum und die Wiederbelebung der amerikanischen Industrie. Demzufolge würden die Experten im Zusammenhang mit dem Ausgang der US-Wahl im November ein wahrscheinlich nur minimales Risiko sehen. Die parteiübergreifende Anerkennung der wirtschaftlichen Vorteile von Investitionen in Solar-, Windkraft- und Batteriesysteme untermauere diese Einschätzung. (31.01.2024/fc/a/e)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 5,428 € | 5,373 € | 0,055 € | +1,02% | 17.04./17:03 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| IE000PY7F8J9 | A3ENMA | 5,75 € | 3,52 € | |


