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Rezession in Europa kurz und moderat oder lang und tiefgehend?
06.12.11 15:53
Banque SYZ & CO
Genf (aktiencheck.de AG) - In Europa stehen Sparmaßnahmen auch für 2012 auf dem Programm, und Wahltermine werden ebenfalls die Positionen des einen oder anderen beeinflussen (Präsidentenwahlen in Frankreich im Frühjahr 2012, allgemeine Wahlen in Deutschland und Italien im Jahr 2013), so die Analysten der Banque SYZ & CO.
Leider sei hier die Wirtschaftstätigkeit deutlich schwächer als in den USA, was die Lage noch beunruhigender mache, hätten die Experten des Bankhauses SYZ & CO festgestellt.
Daher würden sie zum Jahresende 2011 und sicher zum Jahresbeginn 2012 mit einer "moderaten Rezession" rechnen, um die Worte des neuen EZB-Präsidenten Mario Draghi zu gebrauchen. Nun stelle sich für die SYZ-Fachleute die Frage, ob sich diese Rezession 2012 verlängere (oder gar ausweite) oder ob die politischen und geldpolitischen Instanzen den Krisen-Cocktail aus Staatsschulden-, Wachstums- und Vertrauenskrise, der den Euroraum nach unten ziehe, (endlich) neutralisieren könnten?
Die SYZ-Spezialisten würden meinen, die in den letzten Monaten geäußerten unterschiedlichen Standpunkte würden keinen Anlass zu Optimismus geben. Die größte Hoffnung aber beruhe paradoxerweise darauf, dass die Wirtschafts- und Finanzlage in der Eurozone extrem ernst sei: Fortan könnten nach ihrer Einschätzung keine minimalistischen Lösungen mehr eingesetzt werden, die die Beilegung der Strukturprobleme auf später verschieben würden.
Der Druck der Finanzmärkte erfordere zusammen mit der rückläufigen Wirtschaftstätigkeit rasch konkrete und glaubwürdige Lösungsvorschläge.
So oder so dürften die Lösungen unweigerlich eine aktivere Beteiligung der EZB (um die Staatsanleiherenditen zu stabilisieren) und die Emission gemeinsamer europäischer Anleihen (die vielzitierten Eurobonds) vorsehen. Deutschland und die EZB aber würden solche Vorstöße ablehnen, solange sie sich nicht versichert hätten, dass Brüssel ein System zur Kontrolle der nationalen Haushalte eingeführt habe.
SYZ & CO sehe für den kommenden Freitag, den 9. Dezember 2011, die Gelegenheit für einen "Gipfel der letzten Chance" für den Euroraum. (06.12.2011/ac/a/m)
Leider sei hier die Wirtschaftstätigkeit deutlich schwächer als in den USA, was die Lage noch beunruhigender mache, hätten die Experten des Bankhauses SYZ & CO festgestellt.
Daher würden sie zum Jahresende 2011 und sicher zum Jahresbeginn 2012 mit einer "moderaten Rezession" rechnen, um die Worte des neuen EZB-Präsidenten Mario Draghi zu gebrauchen. Nun stelle sich für die SYZ-Fachleute die Frage, ob sich diese Rezession 2012 verlängere (oder gar ausweite) oder ob die politischen und geldpolitischen Instanzen den Krisen-Cocktail aus Staatsschulden-, Wachstums- und Vertrauenskrise, der den Euroraum nach unten ziehe, (endlich) neutralisieren könnten?
Der Druck der Finanzmärkte erfordere zusammen mit der rückläufigen Wirtschaftstätigkeit rasch konkrete und glaubwürdige Lösungsvorschläge.
So oder so dürften die Lösungen unweigerlich eine aktivere Beteiligung der EZB (um die Staatsanleiherenditen zu stabilisieren) und die Emission gemeinsamer europäischer Anleihen (die vielzitierten Eurobonds) vorsehen. Deutschland und die EZB aber würden solche Vorstöße ablehnen, solange sie sich nicht versichert hätten, dass Brüssel ein System zur Kontrolle der nationalen Haushalte eingeführt habe.
SYZ & CO sehe für den kommenden Freitag, den 9. Dezember 2011, die Gelegenheit für einen "Gipfel der letzten Chance" für den Euroraum. (06.12.2011/ac/a/m)


