Ost- und Zentraleuropa-Fonds: zu Unrecht wenig beachtet


05.04.12 11:31
Fuchsbriefe

Berlin (www.fondscheck.de) - Die Experten von "Fuchsbriefe" haben in ihrer aktuellen Ausgabe das Segment der Ost- und Zentraleuropa-Fonds unter die Lupe genommen.

Im Euroraum gebe es zu viele Länder, die mit der Gemeinschaftswährung überfordert seien. Nach Einschätzung der Experten werde aber den zentral- und osteuropäischen Länder derzeit vergleichsweise zu wenig Beachtung geschenkt. Denn auch ohne Beitrittsfantasie zur Eurozone würden sich Argumente für spannende Investitionen finden lassen.

Einerseits würden die verschiedenen Märkte über ein, nicht nur auf niedrigen Lohn- bzw. Produktionskosten basierendes, deutliches Wirtschaftswachstum verfügen. Eine zunehmend wichtigere Rolle falle dem steigenden Konsum und den Investitionen in die Infrastruktur zu. Den Ländern in Zentral- und Osteuropa werde im laufenden Jahr ein durchschnittliches Wachstum von 2,5% bis 3,5% zugebilligt. Hinzu komme eine niedrige Staatsverschuldung. Liege die Schuldenquote in der Eurozone, vor allem den südlichen Staaten geschuldet, auf 90%, betrage dieser Wert bei den zentral- und osteuropäischen Ländern gerade einmal die Hälfte. Als weiterer Vorteil werde von den Experten die jeweils eigene Währung der Länder angesehen. Damit würden die Regierungen die Möglichkeit behalten, die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Länder durch währungspolitische Maßnahmen aufrecht zu erhalten.

Bei Anlageinvestitionen im diesem Raum zähle der Raiffeisen-Osteuropa-Aktien-Fonds zu den Klassikern. Mit einem Volumen von 920 Mio. EUR gehöre er zu den größten seiner Peer-Group und habe besser abgeschnitten, als viele vergleichbare Produkte. Das Fondsmanagement verfolge eine für Osteuropafonds typische Diversifikation nach Ländern und Branchen, wobei russische Aktien mit rund 64%, polnische und türkische Papiere mit 14% bzw. 13% vertreten seien. Folglich liege der Anteil des Energiesektors bei 43%, während der Finanzsektor auf einen Anteil von 30% komme.

Eine ähnliche Struktur sei beim DWS Osteuropa-Fonds vorzufinden, wo der Anteil russischer Aktien bei 70% bzw. des Energiesektors bei 39% liege. Im Prinzip stelle der DWS Osteuropa-Fonds einen Russlandfonds dar, der rund ein Drittel Aktien aus anderen zentral- und osteuropäischen Ländern beimische.

Mit einer deutlich anderen Strategie versuche das Management des Templeton Eastern Europe Fund A (ACC) EUR (ISIN LU0078277505 / WKN 987144) erfolgreich zu sein. Hier würden russische Aktien "nur" auf einen Anteil von 39% kommen und, entgegen anderen Fonds, türkische Titel mit 19% bzw. Aktien aus dem rohstoffreichen Kasachstan mit 9% deutlich höher gewichtet seien. Ungewöhnlich erscheine indes der Anteil von 9% an österreichischen Anteilsscheinen.

Zentral- und Osteuropa stellen nach Ansicht der Experten von "Fuchsriefe" ohne Frage eine spannende Anlageregion dar und aufgrund der langfristig besseren Performancedaten sowie der höheren Streuung bevorzugen sie den o.a. Raiffeisen Osteuropa-Aktien-Fonds. (Ausgabe 14 vom 04.04.2012) (05.04.2012/fc/a/f)






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