Erweiterte Funktionen
Offene Immobilienfonds: Neue Regeln lassen Sommerloch ausfallen
07.08.13 11:45
Börse Hamburg
Hamburg (www.fondscheck.de) - Trotz der Sommerferien waren die Umsätze im Fondshandel der Börse Hamburg im Juli stabil, so die Börse Hamburg.
Anleger hätten im vergangenen Monat Fondsanteile im Volumen von insgesamt 92,5 Mio. Euro gehandelt. Das sei mehr als in den Frühjahrsmonaten dieses Jahres und auch mehr als im Juli 2012, als ein Umsatz von 86,7 Mio. Euro erreicht worden sei.
Hintergrund sei der starke Handel mit offenen Immobilienfonds (OIF). Während der Handel in Aktien- und Rentenfonds rückläufig gewesen sei, hätten Immobilienfonds trotz der Sommerferien ein deutliches Umsatzplus verzeichnet. Unter den zehn umsatzstärksten Fonds des Monats würden sich erneut neun OIF finden, darunter fünf Fonds, bei denen die Anteilsrücknahme durch die Kapitalverwaltungsgesellschaft ausgesetzt sei.
Das größte Volumen sei mit 12,1 Mio. Euro im Axa Immoselect umgesetzt worden. Damit habe das Interesse an diesem Fonds sogar das im CS Euroreal überstiegen, der in der Vergangenheit häufig der umsatzstärkste Fonds an der Börse Hamburg gewesen sei. Dieser sei im Juli mit einem Handelsumsatz von 7,8 Mio. Euro auf Platz zwei gekommen. Auch Immobilienfonds mit hohem Anlagevermögen, die nicht "eingefroren" seien, seien stark nachgefragt worden. So sei der hausInvest, der ein Vermögen von mehr als neun Milliarden Euro verwalte, der am drittstärksten gehandelte Fonds im Juli gewesen.
Ursächlich für das überdurchschnittliche Interesse seien die neuen Regeln für OIF im Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), die seit dem 22. Juli für die Rückgabe von Anteilen an diesen Fonds gelten würden. Anleger müssten nun eine Mindesthaltefrist von 24 Monaten einhalten. Der Freibetrag in Höhe von 30.000 Euro pro Kalenderhalbjahr entfalle.
"Die neuen Regeln haben dafür gesorgt, dass das Sommerloch im Fondshandel der Börse Hamburg diesmal ausfällt", sage Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. "Bereits in den Monaten zuvor hatte sich angekündigt, dass das ohnehin große Handelsinteresse der Anleger bei OIF mit Blick auf den Stichtag 22. Juli tendenziell noch zunehmen wird." Über die Börse Hamburg seien Kauf und Verkauf von Anteilen an OIF auch nach diesem Stichtag jederzeit möglich. Halte- und Kündigungsfristen müssten beim Handel über die Börse auch künftig nicht berücksichtigt werden.
Die großen Performancebringer im Juli seien Goldfonds gewesen. Nachdem der Preis für das Edelmetall in den Monaten zuvor auf Talfahrt gegangen sei, habe die Erholung auch im Fondshandel für große Nachfrage bei entsprechenden Titeln gesorgt. So hätten Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Gold bzw. Edelmetalle auf Monatssicht auf breiter Front deutliche Gewinne verbuchen können, zum Teil von annähernd 30 Prozent. Spitzenreiter im Juli sei der STABILITAS Gold + Resourcen (ISIN LU0229009351 / WKN A0F6BP) gewesen, der um mehr als 29 Prozent zugelegt habe.
"Der Goldpreis profitierte vom schwachen Dollar", kommentiere Christine Lutz, Maklerin bei der Wertpapierhandelsbank Schnigge. Auch Biotechnologie-Fonds seien deutlich im Plus gewesen, viele Titel hätten zweistellig zugelegt. Der Anteilspreis des Franklin Templeton Biotechnology Discovery Fund etwa habe zum Monatsende um 14 Prozent höher geschlossen. "In der Branche hat die zuletzt hohe Zahl von Übernahmen die Hoffnung auf gute Umsätze beflügelt", erläutere Lutz. "Auch die Anzahl der Medikamentenneuzulassungen hat einen neuen Rekord erreicht."
Auf der Verliererseite hätten vor allem Aktienfonds mit dem Anlageschwerpunkt Indien gestanden. Bei vielen dieser Titel habe es aufgrund der schlechten Marktentwicklung auf dem asiatischen Subkontinent fast zweistellige Abschläge gegeben. Hintergrund sei laut Lutz, dass Reformen nach wie vor nur schleppend greifen würden und Korruption im Land immer noch weit verbreitet sei - das schrecke Anleger ab. (07.08.2013/fc/a/f)
Anleger hätten im vergangenen Monat Fondsanteile im Volumen von insgesamt 92,5 Mio. Euro gehandelt. Das sei mehr als in den Frühjahrsmonaten dieses Jahres und auch mehr als im Juli 2012, als ein Umsatz von 86,7 Mio. Euro erreicht worden sei.
Hintergrund sei der starke Handel mit offenen Immobilienfonds (OIF). Während der Handel in Aktien- und Rentenfonds rückläufig gewesen sei, hätten Immobilienfonds trotz der Sommerferien ein deutliches Umsatzplus verzeichnet. Unter den zehn umsatzstärksten Fonds des Monats würden sich erneut neun OIF finden, darunter fünf Fonds, bei denen die Anteilsrücknahme durch die Kapitalverwaltungsgesellschaft ausgesetzt sei.
Das größte Volumen sei mit 12,1 Mio. Euro im Axa Immoselect umgesetzt worden. Damit habe das Interesse an diesem Fonds sogar das im CS Euroreal überstiegen, der in der Vergangenheit häufig der umsatzstärkste Fonds an der Börse Hamburg gewesen sei. Dieser sei im Juli mit einem Handelsumsatz von 7,8 Mio. Euro auf Platz zwei gekommen. Auch Immobilienfonds mit hohem Anlagevermögen, die nicht "eingefroren" seien, seien stark nachgefragt worden. So sei der hausInvest, der ein Vermögen von mehr als neun Milliarden Euro verwalte, der am drittstärksten gehandelte Fonds im Juli gewesen.
"Die neuen Regeln haben dafür gesorgt, dass das Sommerloch im Fondshandel der Börse Hamburg diesmal ausfällt", sage Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. "Bereits in den Monaten zuvor hatte sich angekündigt, dass das ohnehin große Handelsinteresse der Anleger bei OIF mit Blick auf den Stichtag 22. Juli tendenziell noch zunehmen wird." Über die Börse Hamburg seien Kauf und Verkauf von Anteilen an OIF auch nach diesem Stichtag jederzeit möglich. Halte- und Kündigungsfristen müssten beim Handel über die Börse auch künftig nicht berücksichtigt werden.
Die großen Performancebringer im Juli seien Goldfonds gewesen. Nachdem der Preis für das Edelmetall in den Monaten zuvor auf Talfahrt gegangen sei, habe die Erholung auch im Fondshandel für große Nachfrage bei entsprechenden Titeln gesorgt. So hätten Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Gold bzw. Edelmetalle auf Monatssicht auf breiter Front deutliche Gewinne verbuchen können, zum Teil von annähernd 30 Prozent. Spitzenreiter im Juli sei der STABILITAS Gold + Resourcen (ISIN LU0229009351 / WKN A0F6BP) gewesen, der um mehr als 29 Prozent zugelegt habe.
"Der Goldpreis profitierte vom schwachen Dollar", kommentiere Christine Lutz, Maklerin bei der Wertpapierhandelsbank Schnigge. Auch Biotechnologie-Fonds seien deutlich im Plus gewesen, viele Titel hätten zweistellig zugelegt. Der Anteilspreis des Franklin Templeton Biotechnology Discovery Fund etwa habe zum Monatsende um 14 Prozent höher geschlossen. "In der Branche hat die zuletzt hohe Zahl von Übernahmen die Hoffnung auf gute Umsätze beflügelt", erläutere Lutz. "Auch die Anzahl der Medikamentenneuzulassungen hat einen neuen Rekord erreicht."
Auf der Verliererseite hätten vor allem Aktienfonds mit dem Anlageschwerpunkt Indien gestanden. Bei vielen dieser Titel habe es aufgrund der schlechten Marktentwicklung auf dem asiatischen Subkontinent fast zweistellige Abschläge gegeben. Hintergrund sei laut Lutz, dass Reformen nach wie vor nur schleppend greifen würden und Korruption im Land immer noch weit verbreitet sei - das schrecke Anleger ab. (07.08.2013/fc/a/f)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 0,952 € | 0,963 € | -0,011 € | -1,14% | 17.04./18:10 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009805002 | 980500 | 1,23 € | 0,90 € | |
Werte im Artikel




