NordDynamic Fonds im Fokus


18.01.08 12:50
Nordinvest

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Für Wertpapieranleger erwies sich das Kalenderjahr 2007 als nicht einfach, so die Experten von Nordinvest zum NordDynamic Fonds.

Während sich der deutsche Aktienmarkt im fünften Jahr in Folge mit einem kräftigen Kurszuwachs von rund 22% von der freundlichen Seite präsentiert habe, habe der EURO STOXX 50 einen weit geringeren Zuwachs von nur knapp 7% verzeichnet. In den USA sei der S&P 500 um rund 4% gestiegen, ebenso in Großbritannien der FTSE 100. Die Schweizer Börse habe auf der Stelle getreten und der japanische Nikkei 225 habe ganze 11% eingebüßt. Für die in Euro denkenden Anleger habe es Gegenwind auf der Währungsseite gegeben: 11% Rückgang beim USD, aber auch Einbußen beim Japanischen Yen, dem Schweizer Franken sowie dem Britischen Pfund.

Die Renditen an den Rentenmärkten seien weiter deutlich angestiegen. Gemessen am Rentenperformanceindex REXP seien die zugeflossenen Zinsen durch Kursverluste geschmälert worden, saldiert sei ein Plus von lediglich rund 2,5% verblieben. An den Rohstoffmärkten sei es vielfach zu steigenden Notierungen gekommen. Das größte Augenmerk hätten dabei Öl und Gold auf sich gezogen. Auch hier seien die deutlichen Gewinne aber teilweise durch Währungsverluste wieder geschmälert worden.

In diesem schwierigen Umfeld habe sich der NordDynamic mit einem Zuwachs von 3,5% behaupten können. Seit Auflage im Oktober 2005 habe der Fonds damit um 14,1% zugelegt, was einer Rendite von 6,1% p.a. entspreche. Die Volatilität, als Kennziffer für die Messung des Risikos, habe im vergangenen Jahr, trotz temporärer Marktturbulenzen, mit 5,25% erneut erfreulich niedrig gelegen. Zum Vergleich: Die Volatilität des EURO STOXX 50 habe im gleichen Zeitraum stolze 15,80% betragen.

Schwerpunkt der Anlagen im Fonds seien während des gesamten vergangenen Jahres die europäischen Aktien der Eurozone gewesen. Daher sei es auch nur zu geringen Einbußen durch die schwachen Fremdwährungen gekommen. Zusätzlich zum Euroland seien Investitionen in Großbritannien, Schweiz, Osteuropa, Russland, Südkorea, China, Japan sowie den USA getätigt worden. Neben Anlagen in Indices habe das Fondsmanagement auch diverse Zertifikate auf Einzeltitel ausgewählt.

Rohstoffaktienindices oder Rohstoffindices hätten eine untergeordnete Rolle gespielt. Die Höhe der Liquidität im Fonds habe meist im kleinen einstelligen Prozentbereich variiert. Es sei eine breite Palette von Zertifikatstypen eingesetzt worden, insbesondere Discount-, Capped Bonus-, Express- sowie Sprintzertifikate. Die durchschnittliche Laufzeit der Wertpapiere sei im Verlauf gesunken und liege inzwischen bei etwa einem Jahr.

In 2008 dürften sich die positiven und negativen Signale an den Aktienmärkten etwa die Waage halten. Die Subprimekrise werde die Finanzmärkte das gesamte Jahr hindurch begleiten. Allerdings rechne man nicht damit, dass die derzeitigen Befürchtungen hinsichtlich der Höhe der daraus resultierenden Belastungen noch übertroffen würden. Vor diesem Hintergrund gehe man von einer allmählichen Entspannung bei dieser Thematik aus. Jedoch dürfte es zu einer nachhaltigen Reduzierung der kreditfinanzierten Unternehmensaktivitäten kommen.

Auch der konjunkturelle Schwung der Weltwirtschaft dürfte in 2008 nachlassen. Belastungen entstünden für viele Unternehmen durch hohe Rohstoffpreise und ungünstige Währungsparitäten. Allerdings sei - sofern die derzeitigen Gewinnprognosen für die Firmen halbwegs zutreffen würden - die fundamentale Bewertung insbesondere von europäischen Aktien weiterhin günstig. Unterstützung für den Aktienmarkt dürfte es durch weitere Zinssenkungen in den USA geben. In Europa erwarte man hingegen ein im kurzfristigen Bereich etwa gleich bleibendes Zinsniveau.

Der Hauptanlagefokus im Jahr 2008 werde unter den geschilderten Prämissen wiederum im Aktienbereich liegen, da man keinen nachhaltigen Rückgang der Kurse erwarte. Allerdings seien aus heutiger Sicht Zertifikate mit einer Gewinndeckelung (Cap) besonders interessant. Die durch die Inkaufnahme des Verzichts auf hohe Gewinne erzeugte Manövriermasse solle zur Erhöhung der Sicherheit der Papiere genutzt werden. Die im Rahmen der Subprimekrise aufgetretene Diskussion hinsichtlich der Bonität von Schuldnern werde die Experten von Nordinvest weiter dazu veranlassen, breit gestreut in Papiere namhafter Emittenten zu investieren.

Das Kalenderjahr 2008 biete die letzte Möglichkeit, sich steuerfreie Kursgewinne auch nach Einführung der Abgeltungssteuer ab dem 01.01.2009 zu sichern. Der gesamte Gewinn des NordDynamic habe von Anlegern bisher steuerfrei vereinnahmt werden können. Auch weiterhin sei geplant, dass auf die angestrebten Wertzuwächse von 6% bis 8% p.a. keinerlei Steuerlast für Private anfalle. (18.01.2008/fc/a/f)