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Noramco Quality F. Europe 84%-Plus in 3 Jahren
22.10.07 10:14
Euro fondsxpress
München (aktiencheck.de AG) - Colin McLean macht es vor: Ein erfolgreicher Fonds muss nicht unbedingt groß und berühmt sein, nur 22 Millionen Euro schwer ist sein Noramco Quality Funds Europe, den McLean von Edinburgh aus leitet, so die Experten von "Euro fondsxpress".
Der Performance tue das keinen Abbruch: Ein ausgezeichnetes Plus von 84 Prozent in drei Jahren könne der Europa-Aktienfonds vorweisen. McLean investiere mit seinem Fonds in Unternehmen aus europäischen Industrieländern. Das meiste Geld habe der Manager in Großbritannien angelegt, danach würden Deutschland und Frankreich folgen. Diese Reihenfolge sei aber reiner Zufall, stelle er klar: "Ich habe keine bevorzugte Regionen, in die ich investiere."
McLean halte vielmehr in ganz Europa Ausschau nach Aktien, die er für unterbewertet halte. Bei seiner Suche orientiere sich der Manager weniger an häufig genutzten Kennzahlen wie dem Kurs/Gewinn-Verhältnis. "Bei unseren Analysen betrachten wir vor allem Unternehmenskennzahlen, die nicht durch buchhalterische Mittel verzerrt werden können", sage er. So schaue McLean zum Beispiel auf das Verhältnis des Unternehmenswerts zu dem Ertrag vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Der Manager wolle so einen Eindruck davon bekommen, wie nachhaltig der Erfolg eines Unternehmens sei.
Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Aktien sei die Abhängigkeit des Unternehmens von Krediten. Nicht zuletzt wegen der jüngsten Finanzmarktkrise lege McLean Wert darauf, dass von ihm ausgewählte Unternehmen keine hohen Kredite benötigen würden, um weiter zu wachsen. "Ebenso wichtig ist für mich ein gleichmäßiges und moderates Wachstum", sage er. "Ich bewerte es positiv, wenn ein Unternehmen nicht um jeden Preis wachsen will und beispielsweise auf übertriebene Übernahmeaktivitäten verzichtet."
Bei der Auswahl der Sektoren zeige der Manager eine Vorliebe für die Rohstoffbranche. "Metall- und Minenunternehmen stehen bei mir hoch im Kurs", sage er. Auch Versorger und Industriegüter schätze er, daneben Telekommunikationsfirmen. Vorsichtig sei McLean bei Finanzwerten. "Die Kreditkrise ist noch nicht ausgestanden und es ist unklar, welche Auswirkungen sie auf die Branche noch haben wird", sage er. Im Übrigen mangele es nicht an interessanten Investments in anderen Bereichen, so dass McLean kein Problem damit habe, im Bankensektor untergewichtet zu sein.
Trotz der jüngsten Turbulenzen glaube der Manager an eine Fortsetzung des Bullenmarktes. "Der Aufschwung wird mindestens bis 2008 anhalten", gebe er sich zuversichtlich. Im Vergleich zu den USA sehe McLean in Europa gute Chancen. "Die europäische Wirtschaft ist in einer guten Verfassung. Anders als in Amerika ist die Inlandsnachfrage stabil und die Exportbranche profitiert vom starken Wachstum der asiatischen Schwellenländer", erkläre er. (Ausgabe 42/2007 vom 19.10.2007) (22.10.2007/fc/a/f)
Der Performance tue das keinen Abbruch: Ein ausgezeichnetes Plus von 84 Prozent in drei Jahren könne der Europa-Aktienfonds vorweisen. McLean investiere mit seinem Fonds in Unternehmen aus europäischen Industrieländern. Das meiste Geld habe der Manager in Großbritannien angelegt, danach würden Deutschland und Frankreich folgen. Diese Reihenfolge sei aber reiner Zufall, stelle er klar: "Ich habe keine bevorzugte Regionen, in die ich investiere."
Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Aktien sei die Abhängigkeit des Unternehmens von Krediten. Nicht zuletzt wegen der jüngsten Finanzmarktkrise lege McLean Wert darauf, dass von ihm ausgewählte Unternehmen keine hohen Kredite benötigen würden, um weiter zu wachsen. "Ebenso wichtig ist für mich ein gleichmäßiges und moderates Wachstum", sage er. "Ich bewerte es positiv, wenn ein Unternehmen nicht um jeden Preis wachsen will und beispielsweise auf übertriebene Übernahmeaktivitäten verzichtet."
Bei der Auswahl der Sektoren zeige der Manager eine Vorliebe für die Rohstoffbranche. "Metall- und Minenunternehmen stehen bei mir hoch im Kurs", sage er. Auch Versorger und Industriegüter schätze er, daneben Telekommunikationsfirmen. Vorsichtig sei McLean bei Finanzwerten. "Die Kreditkrise ist noch nicht ausgestanden und es ist unklar, welche Auswirkungen sie auf die Branche noch haben wird", sage er. Im Übrigen mangele es nicht an interessanten Investments in anderen Bereichen, so dass McLean kein Problem damit habe, im Bankensektor untergewichtet zu sein.
Trotz der jüngsten Turbulenzen glaube der Manager an eine Fortsetzung des Bullenmarktes. "Der Aufschwung wird mindestens bis 2008 anhalten", gebe er sich zuversichtlich. Im Vergleich zu den USA sehe McLean in Europa gute Chancen. "Die europäische Wirtschaft ist in einer guten Verfassung. Anders als in Amerika ist die Inlandsnachfrage stabil und die Exportbranche profitiert vom starken Wachstum der asiatischen Schwellenländer", erkläre er. (Ausgabe 42/2007 vom 19.10.2007) (22.10.2007/fc/a/f)


