NORDRENT-RealReturn im Fokus


13.02.07 12:37
Nordinvest

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Dies war ein äußerst schwieriges Jahr für die internationalen Anleihenmärkte, so die Experten von Nordinvest in ihrem Fondskommentar zum NORDRENT-RealReturn.

Die Notenbanken hätten im Rahmen ihrer auf Preisstabilität ausgerichteten Zins- und Geldpolitik die geldpolitischen Zügel deutlich angezogen. Damit seien die Kapitalmarktzinsen über alle Laufzeiten hinweg spürbar angestiegen. Da die Inflationsraten dabei nahezu unverändert geblieben seien, hätten sich auch die inflationsgeschützten Anleihen dem negativen Trend der Rentenmärkte nicht entziehen können.

Angesichts eines für viele Marktteilnehmer freundlichen Konjunkturumfelds hätten die deutlich gestiegenen Preise an den Rohstoffmärkten, insbesondere beim Öl und Gas, für steigende Zinsen gesorgt. Die US-Notenbank (FED) habe den Leitzins im laufenden Geschäftsjahr von 4,25% auf 5,25% und die Europäische Zentralbank (EZB) von 2,25% auf 3,5% erhöht. Auch die Bank of Japan habe sich veranlasst gefühlt, ihre expansive Geldpolitik aufzugeben. Vor diesem Hintergrund sei es im Frühjahr 2006 an den internationalen Anleihenmärkten zu einem deutlichen Renditeanstieg gekommen, der von spürbaren Kursverlusten begleitet worden sei.

Bei den inflationsgebundenen Papieren kompensiere der Inflationsausgleich die allgemeinen Kursminderungen an den Rentenmärkten etwas. Allerdings habe sich dieser Effekt im vergangenen Jahr aufgrund der traditionell eher langen Laufzeiten der Anleihen und der eher niedrigen Inflationsraten nur wenig ausgewirkt.

Wer eine Anleihe mit einem Zinssatz von 4 Prozent zeichne, erziele bei einer Inflation von zwei Prozent eine reale Rendite von zwei Prozent. Steige die Inflation hingegen auf sechs Prozent, dann gebe es einen realen Verlust von zwei Prozent. In diesem Zusammenhang würden nicht nur private Investoren einen wachsenden Bedarf an inflationsgeschützten Anleihen entwickeln.

Die Zentralbanken würden befürchten, dass frühere Ölpreissteigerungen und andere Energiepreiserhöhungen die Inflation treiben würden. Neue Gefahren dürften auch von erstmals wieder deutlich höheren Lohn- und Gehaltsforderungen der Gewerkschaften ausgehen.

Ein weiterer Grund für die Vorsicht der EZB sei das stark gestiegene Geldmengen- und Kreditwachstum im Euroraum, das mit einer Zuwachsrate von 9,3% im November 2006 den höchsten Stand seit 1990 verzeichnet habe. Aufgrund dieser anhaltenden Unsicherheit dürfte die Nachfrage nach inflationsgeschützten Papieren tendenziell steigen.

Sollte sich die weltweite Wirtschaftslage in 2007 insgesamt weiter positiv entwickeln, ergebe sich im Hinblick auf die möglichen Inflationsgefahren eine gute Ausgangslage für eine Anlage im NORDRENT-RealReturn. (Ausgabe vom 31.01.07) (13.02.2007/fc/a/f)