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Mit Managed Futures das Momentum nutzen


14.04.15 10:19
Fisch Asset Management

Zürich (www.fondscheck.de) - Managed Futures geraten wieder verstärkt in das Blickfeld der Investoren, so die Experten von Fisch Asset Management.

Nach einem "Comeback-Jahr 2014" habe sich auch im ersten Quartal 2015 gezeigt, dass Managed Futures, die typischerweise Trendfolge-Strategien umsetzen würden, als sinnvolle Diversifikation zu den traditionellen Anlageklassen den Weg ins Depot finden würden. "Der Vorteil einer marktunabhängigen Renditegenerierung avanciert zu einem an Bedeutung gewinnenden Faktor angesichts der erreichten Aktienmarkthöhen und der ungewissen Zinsentwicklung. Auch nimmt das Diversifikationsbedürfnis der professionellen Investoren spürbar zu. Managed Futures sind hier eine gute Lösung, insbesondere aufgrund ihrer tiefen Korrelation sowohl gegenüber Aktien als auch gegenüber Anleihen", so Olivier Schmid, Portfolio Manager bei Fisch Asset Management.

Als eine spezialisierte Hedgefonds-Anlageklasse würden Managed Futures in liquide Futures aus verschiedenen Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffen oder Währungen investieren. Dabei spiele es für die Mehrheit der Managed Futures prinzipiell keine Rolle, in welche Richtung sich die Märkte bewegen würden, da sie sowohl auf steigende wie auch auf fallende Kurse setzen könnten. Dabei würden Trends beziehungsweise das jeweilige Momentum in dutzenden Märkten genutzt, was meist zu einer guten Diversifikation des Portfolios führe. Wenn jedoch ein gemeinsamer Risikofaktor mehrere Märkte beeinflusse, könne diese Diversifikation in gewissen Marktsituationen gefährdet sein.

"Dies lässt sich am einfachsten anhand der typischerweise sinkenden Rohstoffpreise bei einem starken US-Dollar verdeutlichen. Die traditionelle eindimensionale Analyse von Trends kann hier zu einem ungenügend diversifizierten Portfolio führen. Als Lösung bietet sich die Weiterentwicklung der eindimensionalen Trend-Analyse zu einem relativen Ansatz an. Bei einem "relativen Trendfolge-Ansatz" schaut man nicht nur an, wie sich beispielsweise die einzelnen Rohstoffe in US-Dollar entwickeln, sondern man geht einen Schritt weiter und untersucht, wie sich etwa Sojabohnen im Vergleich zum Gold entwickeln. So werden gemeinsame Risikofaktoren, wie in diesem Fall der US-Dollar, ausgeschaltet", sage Schmid.

Um möglichst viele Risiken zu eliminieren und eine breite Diversifikation zu erzielen, berechne das Managed Futures-Team von Fisch Asset Management täglich Trends auf rund 1.200 Paare, die sich aus fast allen existierenden Anlageklassen zusammensetzen würden. "Aus diesem risikoadjustierten Vorgehen resultiert das Managed Futures-Portfolio. Die Marktkräfte sind dabei entscheidend und sorgen für die jeweilige Gewichtung der Positionen. Insgesamt ist der Markt der Managed Futures sehr liquide und transparent. Ich bin mir sicher, dass Investoren die strategische Bedeutung von Managed Futures zunehmend erkennen und als langfristige Depotbeimischung nutzen. Neben entsprechenden Renditen gehört dazu auch noch etwas Aufklärungsarbeit, um zu verdeutlichen, dass Managed Futures neben dem spekulativen Charakter auch für positive volkswirtschaftliche Auswirkungen sorgen", so Schmid. (14.04.2015/fc/a/m)