Magna Gr. China setzt auf Big-Player


23.01.04 08:19
DER FONDS.com

Mini-Aktien können die Performance von Emerging-Market-Fonds auf lange Zeit verhageln. Daher sieht Charlemagne-Investmentdirektor und Fondsmanager Julian Mayo das Investmentverhalten mancher Emerging-Market-Fondsmanager mit großer Skepsis, berichten die Fondsexperten von "DER FONDS.com".

Seit dem Asien-Boom Anfang der 90er Jahre seien viele immer noch zu blauäugig und würden sich zu schnell in eine Sackgasse manövrieren. Der Grund: Einzelne Finanzplätze wie etwa Malaysia seien nicht liquide genug. "Viele Investments in Micro-Caps, Aktien sehr kleiner, unbekannter Unternehmen, entpuppen sich als katastrophale Anlage, sobald die Musik aufhört in dieser Region zu spielen. Die Aktien finden dann schlichtweg keine Käufer mehr. Vielfach muss man sich fragen, ob die Käufer dieser Titel Tomaten auf den Augen hatten", erkläre Mayo in einem aktuellen Marktbericht.

Er warne vor einer ähnlichen Entwicklung in den Ländern Osteuropas. Für seinen Fonds, den Magna Greater China, investiere er daher nur in die Big Player und aufstrebende Nebenwerte. Schon Titel aus dem Small-Cap-Segment seien eine Ausnahme. Investitionen in Titel mit einer sehr geringen Marktkapitalisierung, stünden sowohl für ihn, als auch für den Charlemagne-Kollegen und Osteuropa-Experten Stefan Böttcher gar nicht zur Debatte.

Für besonders interessant halte Mayo aktuell zwei Titel: Für seinen China-Fonds sei er sehr optimistisch für Noristel Nickel; das Rohstoff-Unternehmen dürfte auch weiter von der starken Nachfrage der Chinesen profitieren, so Mayo. Russland-Investoren lege er die Aktien der größten Bank des Lands, der Sberbank, ans Herz. Sie halte gut drei Viertel aller Spareinlagen der russischen Bevölkerung und dürfte von einem nachhaltigen Aufschwung stark profitieren.