M&G Global Basics Fondsporträt


28.01.08 11:19
Euro fondsxpress

München (aktiencheck.de AG) - Angst ist kein guter Ratgeber - leicht gesagt in diesen Tagen, da die Aktienkurse massiv fallen, so die Experten von "Euro fondsxpress" in ihrem Kommentar zum M&G Global Basics.

Graham French bleibe jedoch gelassen. "Bei kurzfristigen Markturbulenzen reagieren wir nicht spontan wie der Reflex der Kniescheibe", sage der Fondsmanager des M&G Global Basics. French denke langfristig. "Wir sind keine Trader, sondern Besitzer", betone der Brite.

Beispiel Siemens - die Aktie habe er 2001 gekauft, für 29 Euro. Damals sei der Pessimismus groß gewesen. French habe das Unternehmen jedoch gemocht, weil es weltweit agiere und in vielen Bereichen Marktführer sei. Bis zu ihrem Hoch sei die Aktie auf über 100 Euro gestiegen. Derzeit notiere sie bei 85 Euro. "Hätte ich bei Siemens nur auf die nächsten drei Monate geschaut, hätte ich nie investieren dürfen", sage French.

Die Idee zum M&G Global Basics habe French zur Jahrtausendwende gehabt. Er habe geahnt, dass in den Schwellenländern ein dauerhafter Boom bevorstehe, der eine explosive Nachfrage nach Rohstoffen und Konsumgütern auslöse. Im November 2000 sei der M&G Global Basics dann aus der Taufe gehoben worden. Seither habe er rund 105 Prozent zugelegt und dabei den MSCI Weltindex in jedem Jahr geschlagen. Euro-FondsNote 1 bestätige die exzellente Leistung von French.

Zudem sei ihm zuletzt ein Hattrick gelungen. Drei Jahre in Folge habe der M&G Global Basics in der Fünf-Jahres-Wertung auf einem der ersten drei Plätze in der Königsklasse der weltweit anlegenden Fonds gelegen. Dafür durfte French jeweils einen Euro-Fund-Award mit nach Hause nehmen. Im Jahr 2008 folge nun die Krönung. Der Axel Springer Finanzen Verlag küre Graham French zum Euro-Fondsmanager des Jahres 2008.

Trotz seiner Vorliebe für Schwellenländer investiere French allerdings kaum direkt in diese Länder. "Dort sind uns die Risiken meist noch zu groß", erkläre er. Momentan halte er je nur ein Unternehmen aus Brasilien und China. Lieber investiere er in traditionelle Unternehmen, die vom Wachstum der Schwellenländer profitieren würden. Etwa in den Flugzeugbauer EADS, der den Airbus anbiete. "Der Flugverkehr in China und Indien nimmt stark zu. Und EADS teilt sich den Markt mit Boeing. Damit ist man auf der sicheren Seite."

Auch bei der Frage, ob dem Anlagethema Schwellenländer vielleicht bald die Luft ausgehe, sei French nicht bange. "Nur die Akzente verschieben sich", meine er. Die Konsumenten würden anspruchsvoller. "Rohstoffe und Nahrungsmittel waren die Trends der vergangenen Jahre. Die nächsten Jahre gehören den Themen Infrastruktur, Immobilien, Transport sowie Marken- und Lifestylegütern." Bis 2020 wolle der 40-Jährige den M&G Global Basics noch managen. "Dann war ich 30 Jahre bei M&G Investments und habe mich um das Geld unserer Anleger gekümmert - das ist mein Limit." Mit einigen guten Jahren dürften Anleger also noch rechnen.

Graham French sei eigenwillig und unabhängig. Nicht zuletzt auch erfolgreich. Deshalb sei er ein würdiger Euro-Fondsmanager des Jahres. (Ausgabe 04/2008 vom 25.01.2008) (28.01.2008/fc/a/f)