MLIIF Latin America Fondsporträt


05.11.07 12:00
Euro fondsxpress

München (aktiencheck.de AG) - Bei Lateinamerika denken viele Menschen zuerst an die Strände in Acapulco oder in Rio de Janeiro, so die Experten von "Euro fondsxpress" zum MLIIF Latin America Fund.

Will Landers ticke da anders. Der Manager des MLIIF Latin America Fund denke zunächst an günstig bewertete Aktien und große Chancen für die kommenden Jahre. Für Landers sei seine Arbeit als Fondsmanager mehr Berufung als Beruf. Der Geldvermehrer sei in Brasilien geboren und aufgewachsen. Erst seitdem er 14 Jahre alt sei, lebe er in den USA.

Seine Begeisterung für Lateinamerika setze er in Rendite um. Der Fonds gehöre zu den drei besten Latino-Produkten der vergangenen Jahre. Über fünf Jahre sei er sogar der drittbeste Fonds in der "Euro fondsxpress"-Statistik. Folgerichtig, dass der MLlIF Latin America Fund mit Euro FondsNote 1 ausgezeichnet werde.

Trotz des guten Laufs in den vergangenen Jahren sehe Landers das Ende der Fahnenstange in Brasilien, Mexiko und Co. noch nicht erreicht. "Lateinamerika ist günstiger bewertet als die anderen Schwellenländer. Zudem sind die Märkte auf Branchenebene sehr gut diversifiziert", begründe er.

Landers gestehe den Latino-Märkten sogar einen defensiven Status zu. Denn: "Aufgrund der starken fundamentalen Daten werden sich die Märkte nach einer möglichen Korrektur schneller und deutlicher erholen als die meisten anderen Aktienmärkte", sage der Lateinamerika-Spezialist. Auch von der Politik drohe kein Gegenwind, hoffe er. "Selbst von Hugo Chavez aus Venezuela erwarte ich keine negativen Einflüsse auf die Länder, in die wir investieren", sage Landers.

In seinem Portfolio sei Brasilien mit 64 Prozent das bestimmende Element. "Brasilien hat nur ein KGV von zwölf. Damit ist die Börse in Sao Paulo einer der günstigsten Aktienmärkte weltweit - und das bei Unternehmensgewinnen, die überproportional wachsen", so Landers.

Insgesamt seien die Bewertungen in Lateinamerika derzeit signifikant niedriger als die durchschnittlichen historischen Bewertungen. Zudem sei er davon überzeugt, dass sich Lateinamerika erst in der Mitte einer Erholung befinde. Zuversichtlich sei er auch wegen der kontinuierlich besseren Länderbonitäten. "Mexiko, Chile und Brasilien besitzen inzwischen lnvestment-Grade-Status. Dadurch sind sie deutlich weniger anfällig für externe Schocks. Dieses reduzierte Risiko ist noch lange nicht in den Aktienkursen eingepreist ", erkläre Landers.

Wo es Chancen gebe, würden bekanntlich auch Risiken lauern. Das streite auch Landers nicht ab. Für allzu groß halte er sie aber nicht. "Eine sinkende Risikobereitschaft der internationalen Investoren und ein Rückgang des globalen Wachstums, insbesondere in China, könnten die Märkte kurzfristig belasten. Langfristig sehe ich aber kaum Wolken am Himmel", betone Landers.

Der MLIIF Latin America Fund sei einer der Top-Fonds der vergangenen Jahre. Wer ein Latino-Investment suche, führe mit Will Landers sicher gut. (Ausgabe 44/2007 vom 02.11.2007) (05.11.2007/fc/a/f)