Lacuna Adamant Asia Pacific Health im Fokus


15.10.07 07:50
Euro fondsxpress

München (aktiencheck.de AG) - Bevölkerungszunahme und ein steigender Lebensstandard sorgen für Wachstum im asiatischen Gesundheitswesen; darauf setzt der Lacuna Adamant Asia Pacific Health: Der Fonds investiert in Pharma- und Biotechwerte aus Fernost, so die Experten von "Euro fondsxpress".

Eine wachsende Mittelschicht, steigende Lebenserwartungen und damit ein erhöhter Bedarf an medizinischer Versorgung - es gebe viele Gründe, auf das asiatische Gesundheitswesen zu setzen. "In Ländern wie Südkorea oder China wächst der pharmazeutische Markt mit zehn bis 15 Prozent pro Jahr", schwärme Cyrill Zimmermann, Fondsmanager des Lacuna Adamant Asia Pacific Health.

Ob Indien, Thailand oder Südkorea, die Länder Asiens seien auf dem Weg zur Industrialisierung. Und davon profitiere auch der Gesundheitssektor. Die Kliniken würden besser ausgestattet und immer mehr Menschen könnten sich eine angemessene Behandlung leisten.

Selbst die unerwünschten Nebenwirkungen der Industrialisierung kämen der Branche zugute: Mit der Orientierung an westlichen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten steige die Zahl der Übergewichtigen - und damit nähmen behandlungsbedürftige Folgekrankheiten wie beispielsweise Diabetes zu.

Hinzu komme ein Trend, den der Schweizer Fondsmanager als Spitaltourismus bezeichne: "Viele Amerikaner reisen nach Indien, um sich an der Hüfte oder am Herzen operieren zu lassen. Eine medizinische Behandlung ist dort viel günstiger als in den USA, die Wartezeiten sind kürzer. Eine ähnliche Entwicklung sehen wir in den thailändischen Kliniken für Schönheitschirurgie."

Medizinische Exportgüter würden der asiatischen Pharmabranche zusätzlichen Auftrieb verleihen. Allein in Indien seien über 70 Produktionsanlagen von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zugelassen. Sie würden Grundsubstanzen für amerikanische und europäische Pharmahersteller fertigen - günstiger, aber genauso hochwertig.

Im Zimmermanns Portfolio fänden sich Werte aus der gesamten Health Care-Branche: Pharmaunternehmen genauso wie Zulieferer für Medikamentenentwickler, Medizintechnik- oder Biotech-Firmen. Trotzdem sei das Auswahluniversum mit rund 200 Titeln recht übersichtlich. Man müsse schon aufpassen, wo man investiere, meine der Manager, schließlich gestalte sich in Asien der Informationsaustausch mit potenziellen Kandidaten fürs Portfolio oft schwieriger als in Europa und Nordamerika.

Um Fehlgriffe zu vermeiden, verlasse er sich deshalb nicht nur auf Bilanzdaten. Auf seinen jährlichen Reisen durch Asien mache sich Zimmermann zudem regelmäßig ein Bild vom Management und prüfe die Konkurrenzsituation des Unternehmens. Dieser persönliche Kontakt scheine sich auszuzahlen. In den vergangenen zwölf Monaten habe der Lacuna Adamant Asia Pacific Health gut 13 Prozent zugelegt - ein auf Industrieländer spezialisierter Pharmafonds könne da nicht mithalten. (Ausgabe 41/2007 vom 12.10.2007) (15.10.2007/fc/a/f)