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Kames Global Equity Income Fund: In Japan blühen die Erträge - Fondsanalyse
22.11.16 10:00
Kames Capital
London (www.fondscheck.de) - Der Kames Global Equity Income Fund mit einem Volumen von 434,7 Mio. GBP ist inzwischen in Japan übergewichtet, da die Unternehmen des Landes immer stärker auf einen aktionärsfreundlichen Kurs einschwenken, so die Experten von Kames Capital.
Hintergrund sei der wachsende Druck aus dem Ausland, in einem Umfeld schleppenden Wachstums und niedriger Inflation Geld an die Anleger zurückzuzahlen. Nach Auffassung des leitenden Fondsmanagers Mark Peden würden der Druck ausländischer Anleger, das Renditestreben des staatlichen Anleihefonds, der neue Corporate-Governance-Kodex und der Rückgang der Alternativen für die Verwendung liquider Mittel Aktionären japanischer Unternehmen bessere Erträge in Form von höheren Dividendenrenditen und Aktienrückkaufprogrammen bescheren.
"Mitte der 1990er Jahre rangierten die Aktionäre auf der Prioritätenliste japanischer Unternehmen weit unten", erläutere er. "Obgleich die Veränderungen nur äußerst schleppend vorangehen, wird die Politik der Unternehmen langsam aktionärsfreundlicher. Die Anlegerbeziehungen verbessern sich, Entscheidungen werden weniger irrational getroffen und für die Aktionäre werden höhere Erträge erzielt. Die Entwicklung steckt angesichts einer Marktrendite von nur 2,2% aber noch in den Kinderschuhen, aber der Trend ist eindeutig. Die Ausschüttungen steigen und die Unternehmen besitzen die notwendigen Reserven und die Bereitschaft, die Dividenden zu erhöhen."
Die Bilanzen in Japan hätten sich in den letzten 15 Jahren verbessert, da die Unternehmen ihr Eigenkapital erhöht (+96%) und Schulden abgebaut (-20%) hätten. Dementsprechend gebe es in Japan inzwischen mehr Unternehmen, die eine Nettocashposition in der Bilanz ausweisen würden, als in den meisten anderen wichtigen Märkten.
10% des Portfolios des Kames Global Equity Income seien in eine Mischung aus Binnenmarkt- und exportorientierten Aktien in Japan angelegt (gegenüber rund 8% bei der Benchmark). "Damit heben wir uns von Wettbewerbern ab, die diesem Trend nur zögerlich folgen", so Peden. Zu den Kernpositionen des Fonds würden der Reifenhersteller Bridgestone (3,6% Rendite), der Halbleiterausrüster Tokyo Electron (3,2%), der Spezialist für technisches Personal TechnoPro (2,9%) und das Bauunternehmen Daito Trust (3,0%) zählen.
"Bridgestone und Tokyo Electron sind jeweils weltweit die Nummer Eins in ihrer Branche und weisen attraktive Eigenkapitalrenditen und Nettocashpositionen in ihren Bilanzen aus", so Peden. "Daito Trust ist der führende Baukonzern für Eigentumswohnungen in Japan, der Spezialist für technisches Personal TechnoPro ist unterdessen unsere kleinste und am wenigsten bekannte Position in Japan. Dank günstiger Gesetzesänderungen und der angespannten Lage am Arbeitsmarkt erzielt das Unternehmen jedoch ein zweistelliges Umsatzwachstum und eine Eigenkapitalrendite von über 30%."
Daneben sei der japanische Aktienmarkt verglichen mit dem Festzinsmarkt besonders attraktiv, betone Peden. Die Rendite 10-jähriger japanischer Staatsanleihen (JGB) sei in den Negativbereich abgerutscht und die Bank von Japan habe erklärt, dass sie beabsichtige, sie bei null zu halten. Die Rendite am Aktienmarkt liege bei 2,2% und damit einen Renditeaufschlag von 200 Basispunkten gegenüber JGBs. Dem stehe ein Aufschlag von 30 Basispunkten in den USA gegenüber (die Dividendenrendite in den USA betrage ca. 2,2%, während 10-jährige Staatsanleihen mit 1,9% rentieren würden).
"In Japan werden Veränderungen nur zögerlich angenommen, aber wenn, dann mit Begeisterung. Wir gehen davon aus, dass die Renditen weiter steigen und andere globale Dividendenfonds ebenfalls versuchen werden, davon zu profitieren und ihre Allokation zu erhöhen", meine Eden. (22.11.2016/fc/a/f)
Hintergrund sei der wachsende Druck aus dem Ausland, in einem Umfeld schleppenden Wachstums und niedriger Inflation Geld an die Anleger zurückzuzahlen. Nach Auffassung des leitenden Fondsmanagers Mark Peden würden der Druck ausländischer Anleger, das Renditestreben des staatlichen Anleihefonds, der neue Corporate-Governance-Kodex und der Rückgang der Alternativen für die Verwendung liquider Mittel Aktionären japanischer Unternehmen bessere Erträge in Form von höheren Dividendenrenditen und Aktienrückkaufprogrammen bescheren.
"Mitte der 1990er Jahre rangierten die Aktionäre auf der Prioritätenliste japanischer Unternehmen weit unten", erläutere er. "Obgleich die Veränderungen nur äußerst schleppend vorangehen, wird die Politik der Unternehmen langsam aktionärsfreundlicher. Die Anlegerbeziehungen verbessern sich, Entscheidungen werden weniger irrational getroffen und für die Aktionäre werden höhere Erträge erzielt. Die Entwicklung steckt angesichts einer Marktrendite von nur 2,2% aber noch in den Kinderschuhen, aber der Trend ist eindeutig. Die Ausschüttungen steigen und die Unternehmen besitzen die notwendigen Reserven und die Bereitschaft, die Dividenden zu erhöhen."
10% des Portfolios des Kames Global Equity Income seien in eine Mischung aus Binnenmarkt- und exportorientierten Aktien in Japan angelegt (gegenüber rund 8% bei der Benchmark). "Damit heben wir uns von Wettbewerbern ab, die diesem Trend nur zögerlich folgen", so Peden. Zu den Kernpositionen des Fonds würden der Reifenhersteller Bridgestone (3,6% Rendite), der Halbleiterausrüster Tokyo Electron (3,2%), der Spezialist für technisches Personal TechnoPro (2,9%) und das Bauunternehmen Daito Trust (3,0%) zählen.
"Bridgestone und Tokyo Electron sind jeweils weltweit die Nummer Eins in ihrer Branche und weisen attraktive Eigenkapitalrenditen und Nettocashpositionen in ihren Bilanzen aus", so Peden. "Daito Trust ist der führende Baukonzern für Eigentumswohnungen in Japan, der Spezialist für technisches Personal TechnoPro ist unterdessen unsere kleinste und am wenigsten bekannte Position in Japan. Dank günstiger Gesetzesänderungen und der angespannten Lage am Arbeitsmarkt erzielt das Unternehmen jedoch ein zweistelliges Umsatzwachstum und eine Eigenkapitalrendite von über 30%."
Daneben sei der japanische Aktienmarkt verglichen mit dem Festzinsmarkt besonders attraktiv, betone Peden. Die Rendite 10-jähriger japanischer Staatsanleihen (JGB) sei in den Negativbereich abgerutscht und die Bank von Japan habe erklärt, dass sie beabsichtige, sie bei null zu halten. Die Rendite am Aktienmarkt liege bei 2,2% und damit einen Renditeaufschlag von 200 Basispunkten gegenüber JGBs. Dem stehe ein Aufschlag von 30 Basispunkten in den USA gegenüber (die Dividendenrendite in den USA betrage ca. 2,2%, während 10-jährige Staatsanleihen mit 1,9% rentieren würden).
"In Japan werden Veränderungen nur zögerlich angenommen, aber wenn, dann mit Begeisterung. Wir gehen davon aus, dass die Renditen weiter steigen und andere globale Dividendenfonds ebenfalls versuchen werden, davon zu profitieren und ihre Allokation zu erhöhen", meine Eden. (22.11.2016/fc/a/f)


