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Kakaopreise fallen immer weiter
15.02.17 15:30
Commerzbank Corp. & Markets
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Kakaopreise fallen immer weiter, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
In New York notiere Kakao im meistgehandelten Mai-Kontrakt bei rund 1.900 USD je Tonne. Für längere Zeit sei die Marke von 2.000 USD je Tonne zuletzt im Jahr 2007 unterschritten worden. In London markiere der Preis mit 1.540 GBP je Tonne den niedrigsten Stand seit Juli 2013. In den vergangenen 6 Monaten habe Kakao in New York und London rund 40% an Wert eingebüßt.
Hauptsächlich belaste den Markt die Erwartung einer stark steigenden globalen Produktion und eines Überschusses am Kakaomarkt in der laufenden Saison 2016/17. Allerdings betrage der Rückstand der bisherigen Anlieferungen im wichtigsten Anbauland Elfenbeinküste inoffiziellen Angaben aus Regierungskreisen zufolge noch immer 5%. Zu Zeiten hoher Preise hätten viele kleinere Exporteure im Voraus Ware aus der künftigen Ernte gekauft, allerdings ohne das damals hohe Preisniveau auf der Abnehmerseite abzusichern. Nun können viele ihre Verträge zur Abnahme von Kakao nicht erfüllen, da sie diesen nur mit hohen Verlusten zu den jetzt niedrigen Preisen im Ausland absetzen könnten. Der Kaffee- und Kakaorat des Landes sei deshalb bereits eingesprungen und habe Agenturberichten zufolge 180 Tsd. Tonnen Kakao über Auktionen neu und zu niedrigeren Preisen verkauft. Insgesamt sollten etwa 350 Tsd. Tonnen Kakao zum Neuverkauf anstehen, was die Preise zusätzlich belaste. Ende Februar veröffentliche die Internationale Kakaoorganisation erste Prognosen zur Saison 2016/17. (15.02.2017/fc/a/m)
In New York notiere Kakao im meistgehandelten Mai-Kontrakt bei rund 1.900 USD je Tonne. Für längere Zeit sei die Marke von 2.000 USD je Tonne zuletzt im Jahr 2007 unterschritten worden. In London markiere der Preis mit 1.540 GBP je Tonne den niedrigsten Stand seit Juli 2013. In den vergangenen 6 Monaten habe Kakao in New York und London rund 40% an Wert eingebüßt.
Hauptsächlich belaste den Markt die Erwartung einer stark steigenden globalen Produktion und eines Überschusses am Kakaomarkt in der laufenden Saison 2016/17. Allerdings betrage der Rückstand der bisherigen Anlieferungen im wichtigsten Anbauland Elfenbeinküste inoffiziellen Angaben aus Regierungskreisen zufolge noch immer 5%. Zu Zeiten hoher Preise hätten viele kleinere Exporteure im Voraus Ware aus der künftigen Ernte gekauft, allerdings ohne das damals hohe Preisniveau auf der Abnehmerseite abzusichern. Nun können viele ihre Verträge zur Abnahme von Kakao nicht erfüllen, da sie diesen nur mit hohen Verlusten zu den jetzt niedrigen Preisen im Ausland absetzen könnten. Der Kaffee- und Kakaorat des Landes sei deshalb bereits eingesprungen und habe Agenturberichten zufolge 180 Tsd. Tonnen Kakao über Auktionen neu und zu niedrigeren Preisen verkauft. Insgesamt sollten etwa 350 Tsd. Tonnen Kakao zum Neuverkauf anstehen, was die Preise zusätzlich belaste. Ende Februar veröffentliche die Internationale Kakaoorganisation erste Prognosen zur Saison 2016/17. (15.02.2017/fc/a/m)


