Jupiter Global Financials SICAV-Fonds: Der Finanzsektor könnte 2017 florieren - Fondsanalyse


15.12.16 10:30
Jupiter AM

London (www.fondscheck.de) - Globale Bankaktien haben insgesamt positiv auf den Sieg von Donald Trump reagiert, so Guy de Blonay, Fondsmanager des Jupiter Global Financials SICAV-Fonds (ISIN LU0262307480 / WKN A0KEM3).

Die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung dieses Trends hänge größtenteils davon ab, ob der neugewählte Präsident und sein Team jene Maßnahmen umsetzen würden, die die Geschäftswelt als sinnvoll und hilfreich einstuft und gleichzeitig von ihren eher umstrittenen Plänen wie der Verhängung von Handelszöllen gegen China abrücken würden. Wenn sie tatsächlich umgesetzt würden, sollten Maßnahmen wie Unternehmenssteuersenkung, geringere Steuern für sehr vermögende Privatpersonen, höhere Ausgaben für Infrastrukturprojekte sowie weniger Regulierung durch Überarbeitung bzw. Aufhebung des Dodd-Frank-Gesetzes den Aktienmärkten und insbesondere Banken zugutekommen.

Die UBS sei ein gutes Beispiel für die positiven Auswirkungen solcher Maßnahmen. Die Bank erwirtschafte mehr als 40 Prozent ihrer Erträge in den USA und sehr vermögende Privatpersonen mit einem Anlagevermögen von mindestens USD 30 Mio. würden einen kleinen, aber entscheidenden Teil ihrer amerikanischen Kundenbasis darstellen. Jegliche Steuersenkungen könnten dazu führen, dass die UBS-Kunden stärker auf die Beratungsleistungen der Bank zurückzugreifen. Eine Senkung der Unternehmenssteuer würde die Gewinne der Bank steigern und Regulierungslockerungen könnten nicht nur Kosten reduzieren, sondern auch zu höheren Barausschüttungen an die Aktionäre führen, entweder in Form höherer Dividendenzahlungen oder großzügigerer Aktienrückkaufprogramme. Mit weniger Regeln könnten Banken zudem in der Lage sein, mehr Risiken einzugehen, um höhere Renditen zu erzielen, wenn auch innerhalb strenger Vorgaben.

Auf allgemeinerer Ebene dürften Steuersenkungen und größere Infrastrukturausgaben zu höherer Inflation in den USA führen. Anleger scheinen sich offensichtlich auf diese Eventualität eingestellt zu haben, betrachten wir den kürzlich stattgefundenen Abverkauf von Staatsanleihen und die gestiegenen Aktienkurse von Unternehmen, so Guy de Blonay.

Mit Blick auf das Jahr 2017 würden Aktien des Finanzsektors nach Ansicht der Experten relativ günstig im Vergleich zu ihrem historischen Durchschnitt bleiben. Ja, insbesondere Bankaktien seien in Erwartung einer höheren Inflation gestiegen, aber es liege noch ein längerer Weg vor ihnen, bis ihr Kurs ihren wahren Wert widerspiegle. Wie bereits erwähnt, sei die UBS eine Bank, die sich in einem Umfeld höherer Inflation und höherer Zinsen gut entwickeln könnte, doch die Experten würden sich auch in Unternehmen positionieren wollen, die nicht nur eine vernünftige Dividendenpolitik, sondern auch ein gutes Wachstumsprofil zu bieten hätten. Das kommende Jahr könnte möglicherweise auch für Banken wie Barclays, Goldman Sachs oder JP Morgan ein gutes Jahr werden.

Im Übrigen dürfte das Klima für Finanztechnologieunternehmen 2017 rauer werden, nachdem sie sich jahrelang höchster Beliebtheit an den Aktienmärkten erfreut hätten. Einige Gewinnmitnahmen seien hier zu erwarten, doch die Experten seien weiterhin der Auffassung, dass diese Unternehmen eine attraktive, langfristige Anlagemöglichkeit darstellen würden.

Es sei gar zu leicht, sich eine rosige Zukunft für den Finanzsektor auszumalen, während man dabei leicht vergesse, dass sich einige von Trumps Plänen als wahre Herausforderung erweisen könnten. Befürchtungen hinsichtlich der geopolitischen Strategie des neugewählten Präsidenten, seine Androhung von Strafzöllen auf chinesische Waren, die angedachte Überarbeitung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA und die millionenfache Ausweisung von illegalen Einwanderern könnten allesamt für höhere Volatilität an den Märkten sorgen und in manchen Fällen dem globalen Wirtschaftswachstum schaden. Glaube man allerdings daran, dass viele von Trumps Plänen lediglich Imponiergehabe seien und er instinktiv zum Wohle der Wirtschaft handeln werde, dann könne man die gegenwärtige freudige Aufregung rund um Finanztitel durchaus rechtfertigen und argumentieren, dass der Baissemarkt für diesen Sektor endgültig hinter uns liegt, so Guy de Blonay. (15.12.2016/fc/a/f)





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