Jupiter European Growth-Fonds: Eine finanzielle Alternative - Fondsanalyse


27.10.15 15:42
Jupiter AM

London (www.fondscheck.de) - Die Zeiten für europäische Banken sind schwierig, so Alexander Darwall, Manager des Jupiter European Growth SICAV (ISIN LU0260085492 / WKN A0J317, L (EUR); ISIN LU0260086037 / WKN A0J319, I (EUR); ISIN LU0329190499 / WKN A0NBGT, L (GBP)) bei Jupiter AM.

Strengere Regulierungen, gestiegene Kosten und höhere Kapitalaufwände würden die Banken zwingen, aus vielen Bereichen der Finanzdienstleistungen auszusteigen, die sie bisher dominiert hätten.

Zusätzlich würden die konservative Kultur und die antiquierten Kostenbasen vieler europäischer Kreditgeber erfolgreiche Innovationen erschweren und Banken in vielen Kernaktivitäten anfällig für die Konkurrenz durch disruptive FinTech-Markteinsteiger machen.

Diese Herausforderungen würden viele Banken vor Entscheidungen stellen - sie müssten sich entweder von ganzen Geschäftszweigen verabschieden oder Kerngeschäftsfelder auslagern. Beide Optionen würden Gelegenheiten für smarte Anbieter in einem Bereich schaffen, der auch als Alternative Finanzdienstleistungen bezeichnet werde.

Im Jupiter European Growth SICAV Fonds hätten einige Positionen aus diesem Bereich während der vergangenen zwölf Monate positive Beiträge zur Wertentwicklung geleistet. Sie hätten sich besser entwickelt als der Finanzsektor im Allgemeinen, selbst als das verbesserte Wirtschaftsklima in Europa den Mainstream-Banken das Leben erleichtert habe.

Neue regulatorische Belastungen, die die europäischen Regierungen nach der Krise verabschiedet hätten, würden die Banken zur Verbesserung ihrer Bilanzen zwingen, indem sie ihre Rücklagen in kapitalintensiven Geschäftsfeldern stärken würden. Nichtsdestotrotz bleibe die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen, wie gewöhnliche Kredite, zunächst bestehen. Diese Entwicklung sei insbesondere für neuere Unternehmen eine große Chance, die frei von solchen Altlasten seien. Die Folgen würden sich im gesamten Finanzdienstleistungssektor beobachten lassen - von der Verbraucherfinanzierung bis zu Transaktionsdienstleistungen.

Durch neue Bankregeln zur Vermarktung von Privatanlegerprodukten hätten sich beispielsweise für Leonteq, ein Schweizer Unternehmen, das sich auf die Konstruktion von strukturierten Produkten für Privatanleger spezialisiert habe, erhebliche Chancen eröffnet. Die Firma sei in den vergangenen zwölf Monaten dank ihrer Zusammenarbeit mit weltweit tätigen Finanzinstituten stark gewachsen. Diese würden versuchen, verstärkt ihre Produktion auszulagern und bei ihren Kunden nun Leonteq-Produkte über die Onlineplattform des Unternehmens zu vertreiben, statt intern ihre eigenen Produkte zu entwickeln.

Ebenfalls eine der Positionen der Experten im Fonds sei die Deutsche Börse. Sie profitiere von neuen Regularien, die festlegen würden, dass Derivatekontrakte an zugelassenen Börsen statt über bilaterale Vereinbarungen nun gehandelt werden müssten. Das Wachstum passiver Anlagestrategien habe dann dazu geführt, dass die Börse ihre umfangreiche Preisfindungsdatenbank habe nutzen können, um ihr Indexgeschäft zu steigern. Gleichzeitig habe eine zyklische Ausweitung der Handelsvolumina jüngst für Rückenwind im Kerngeschäft gesorgt.

Das deutsche Unternehmen Grenkeleasing sei im hoch spezialisierten Geschäft des Small-Ticket-IT-Leasing tätig und habe im laufenden Jahr bis jetzt von einer zyklischen Nachfragesteigerung profitiert, da viele Unternehmen bestehende Infrastruktur ausbauen oder aufrüsten wollten. Die Technologieführerschaft des Unternehmens und eine enge Geschäftsbeziehung zu seinen Lieferanten würden Grenkeleasing die Dominanz dieses Nischenmarkts ermöglichen, was dazu beigetragen habe, die Umsatzerlöse um 23 Prozent in den ersten neun Monaten des Jahres 2015 zu steigern.

Ebenso wie die zuvor erwähnten Firmen setze eine zweite Gruppe von Finanzunternehmen erfolgreich auf die Möglichkeiten des digitalen Zahlungsverkehrs: Das in Deutschland ansässige Unternehmen Wirecard und die Firma Ingenico aus Frankreich. Sie seien führend im Bereich digitale Zahlungen, der bekanntlich stark von Innovationen und neuen Lösungen wie mobilen Zahlungen geprägt sei. Zudem werde die Anzahl der E-Payments laut Prognosen in den kommenden Jahrzehnten stark steigen. Somit dürfte ihr Technologievorsprung, die schnelle Marktdominanz und ein geschicktes Vorgehen bedeuten, dass sich diese Unternehmen sehr wahrscheinlich zu Gewinnern in diesem Bereich entwickeln würden.

Während die Banken gegen einen ständig stärker werdenden Strom aufsichtsrechtlicher Bestimmungen schwimmen würden, würden alternative Finanzdienstleister wahrscheinlich noch eine ganze Zeitlang auf der Erfolgswelle reiten. (27.10.2015/fc/a/f)






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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
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