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Japans Wirtschaft steuert Bodenbildung an
24.09.08 10:29
Erste Group Research
Wien (aktiencheck.de AG) - Japans Wirtschaft steuert momentan die Bodenbildung an, so die Analysten von Erste Group Research.
Die Exporte seien im zweiten Quartal deutlich gesunken, was auf die schwache Konjunktur in den USA und Europa zurückzuführen gewesen sei. Im Gegensatz dazu habe China mehr japanische Güter importiert und damit erstmals die USA als wichtigsten Handelspartner abgelöst. Dies biete einerseits die Möglichkeit, sich etwas von der US-Wirtschaft abzukoppeln, andererseits wäre eine Abkühlung in China für Japan umso schmerzhafter. Die Exporte seien in Japan der traditionelle Wachstumstreiber und solange diese nicht wieder steigen würden, sei auf ein dynamischeres Wachstum kaum zu hoffen.
Zusätzlich hätten sich im zweiten Quartal die Verluste aus Preiseffekten verschärft: Die Exportpreise seien weiterhin gefallen und die Importpreise (dominiert durch Rohstoffpreise) stark gestiegen. Bei beiden sei allerdings nun eine Trendwende absehbar und der Kaufkraftabfluss sollte sich verringern - es werde aber noch einige Zeit dauern, bis sich die Japaner davon erholt hätten. Insbesondere die Stimmung sowohl bei Unternehmen als auch bei Haushalten habe nachhaltig darunter gelitten.
Insgesamt würden die Analysten von Erste Group Research glauben, dass es vor Mitte 2009 zu keiner nachhaltigen Erholung kommen werde und dies werde auch von den Vorlaufindikatoren des Cabinet Office bestätigt. Der Diffusion-Index zeige Trendwenden zwei Quartale im Voraus an, der Composite-Index das Ausmaß dieser und beide würden noch nach unten zeigen.
Somit sollten auch die Preisweitergaben begrenzt bleiben (solche seien schon vermehrt angekündigt worden) und die Inflationsraten wieder sinken - wenn auch nicht auf ihr ursprüngliches Niveau. (Ausgabe 4. Quartal 2008) (24.09.2008/ac/a/m)
Die Exporte seien im zweiten Quartal deutlich gesunken, was auf die schwache Konjunktur in den USA und Europa zurückzuführen gewesen sei. Im Gegensatz dazu habe China mehr japanische Güter importiert und damit erstmals die USA als wichtigsten Handelspartner abgelöst. Dies biete einerseits die Möglichkeit, sich etwas von der US-Wirtschaft abzukoppeln, andererseits wäre eine Abkühlung in China für Japan umso schmerzhafter. Die Exporte seien in Japan der traditionelle Wachstumstreiber und solange diese nicht wieder steigen würden, sei auf ein dynamischeres Wachstum kaum zu hoffen.
Insgesamt würden die Analysten von Erste Group Research glauben, dass es vor Mitte 2009 zu keiner nachhaltigen Erholung kommen werde und dies werde auch von den Vorlaufindikatoren des Cabinet Office bestätigt. Der Diffusion-Index zeige Trendwenden zwei Quartale im Voraus an, der Composite-Index das Ausmaß dieser und beide würden noch nach unten zeigen.
Somit sollten auch die Preisweitergaben begrenzt bleiben (solche seien schon vermehrt angekündigt worden) und die Inflationsraten wieder sinken - wenn auch nicht auf ihr ursprüngliches Niveau. (Ausgabe 4. Quartal 2008) (24.09.2008/ac/a/m)


