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Japans Exportstatistiken unterschiedliches Bild


10.06.08 12:52
Swiss Life

Zürich (aktiencheck.de AG) - Japans Exportstatistiken geben akkurat die unterschiedliche Dynamik in den Abnehmerländern wider, so die Experten von Swiss Life.

So würden die Ausfuhren nach den USA, Italien und Spanien im Jahresvergleich zurückgehen, wogegen die Exporte nach China, Russland und dem Mittleren Osten weiter kräftig zulegen würden. Besonders stark falle das Exportwachstum bei den Motorfahrzeugen aus: Es habe im Falle von China 54% erreicht, jenes nach Russland sei gar um 74% gestiegen. Die Binnenwirtschaft erfahre von einer Änderung in der Gesetzgebung zur Teilzeitarbeit günstige Impulse, sei doch in den vergangenen drei Monaten ein Anstieg der Lohneinkommen zu beobachten gewesen.

Dies sollte den Konsum der Privathaushalte stützen, wogegen die Margen der Unternehmen zusätzlich unter Druck geraten würden. Der Bestellungseingang für Maschinen und Anlagen und auch die Erweiterungspläne der Firmen, wie sie in Unterumfragen zum Ausdruck kommen würden, würden auf einen bescheidenen Beitrag der Ausrüstungsinvestitionen zum Wachstum in den kommenden Quartalen deuten.

Nachdem die japanischen Banken nur am Rande von der Subprime-Krise betroffen geblieben seien, stehe der Finanzsektor gut gerüstet da, um im benachbarten Asien die Finanzierung großer Infrastrukturprojekte oder von Kapitalmarkttransaktionen sicherstellen zu können. Von der Übernahme einer führenden Rolle der Banken Japans in diesem Geschäft seien auch Folgeaufträge für seine Technologiefirmen zu erwarten.

Die erneute Einführung der Treibstoffsteuer zur Finanzierung des Straßenbaus veranlasse die Experten zur Erhöhung der Prognose für die durchschnittliche Jahresteuerung für 2008 auf nun 1,1%, was dem stärksten Anstieg seit 1997 gleichkommen würde. (Ausgabe Juni 2008) (10.06.2008/fc/a/m)