Erweiterte Funktionen
Japanische Volkswirtschaft im Fokus
06.02.07 10:50
Swiss Life
Zürich (aktiencheck.de AG) - Das schlechte Wetter im dritten Quartal mit den damit einhergehenden negativen Auswirkungen auf den Privatkonsum lässt vermuten, dass im vierten Quartal ein gewisser Nachholbedarf bei den japanischen Konsumausgaben bestehen dürfte, berichten die Experten von Swiss Life.
Der erwartete hohe Wachstumsbeitrag des Privatkonsums könne als eine willkommene Kompensation für den prognostizierten Rückgang der Exportnachfrage im vierten Quartal angesehen werden. Für die nahe Zukunft hätten die Experten einige Zweifel in Bezug auf eine namhafte Belebung der Konsumausgaben. Die Konsumentenstimmung sei im Dezember auf den tiefsten Stand seit Oktober 2005 gesunken.
Gemäß der Einschätzung der Experten sei die Entscheidung der japanischen Notenbank somit richtig gewesen, die Zinsen im Januar noch nicht zu erhöhen. Diese Entscheidung habe jedoch einen gewissen Verlust an Glaubwürdigkeit mit sich gebracht, da Verantwortliche der Notenbank zuvor mehrmals Zinserhöhungen in Aussicht gestellt hätten.
Die Aktivität im Unternehmenssektor sollte sich auch in diesem Jahr weiterhin auf hohem Niveau halten. Die Tankan-Unternehmensumfrage habe gezeigt, dass die Unternehmerstimmung im Nicht-Verarbeitenden Gewerbe den höchsten Stand seit dem Jahr 1992 erreicht habe. Gemäß dem OECD-Vorlaufindikator sollte sich die Industrieproduktion nach dem zyklischen Tief in den kommenden Monaten aber wieder erholen.
Tiefere Energiepreise und eine erneute Schwächephase der Konsumausgaben würden das Potenzial für einen markanten Anstieg der Konsumentenpreise in der kürzeren Frist limitieren. Somit könne die Entscheidung der japanischen Notenbank, die Leitzinsen vorerst unverändert zu belassen, als die weisere Entscheidung angesehen werden, einer neuerlichen Deflationsspirale entgegenzuwirken. (Ausgabe Februar 2007) (06.02.2007/fc/a/m)
Der erwartete hohe Wachstumsbeitrag des Privatkonsums könne als eine willkommene Kompensation für den prognostizierten Rückgang der Exportnachfrage im vierten Quartal angesehen werden. Für die nahe Zukunft hätten die Experten einige Zweifel in Bezug auf eine namhafte Belebung der Konsumausgaben. Die Konsumentenstimmung sei im Dezember auf den tiefsten Stand seit Oktober 2005 gesunken.
Die Aktivität im Unternehmenssektor sollte sich auch in diesem Jahr weiterhin auf hohem Niveau halten. Die Tankan-Unternehmensumfrage habe gezeigt, dass die Unternehmerstimmung im Nicht-Verarbeitenden Gewerbe den höchsten Stand seit dem Jahr 1992 erreicht habe. Gemäß dem OECD-Vorlaufindikator sollte sich die Industrieproduktion nach dem zyklischen Tief in den kommenden Monaten aber wieder erholen.
Tiefere Energiepreise und eine erneute Schwächephase der Konsumausgaben würden das Potenzial für einen markanten Anstieg der Konsumentenpreise in der kürzeren Frist limitieren. Somit könne die Entscheidung der japanischen Notenbank, die Leitzinsen vorerst unverändert zu belassen, als die weisere Entscheidung angesehen werden, einer neuerlichen Deflationsspirale entgegenzuwirken. (Ausgabe Februar 2007) (06.02.2007/fc/a/m)


