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Japanische Leitzinsen nicht erhöht


09.02.07 15:11
LGT Bank

Vaduz (aktiencheck.de AG) - Die Bank of Japan hat dem Druck der Regierung nachgegeben und die Leitzinsen in der Januar-Sitzung nicht erhöht, berichten die Analysten der LGT Bank.

Die erst vor zehn Jahren erlangte Unabhängigkeit der Notenbank sei damit infrage gestellt. In Anbetracht der enormen Staatsverschuldung wäre für die Regierung mehr Inflation wünschenswert, weil sich so der reale Schuldenberg reduziere und die Fiskaleinnahmen steigen würden. Falls kein Zinsschritt auch im Februar folge, werde dieser wahrscheinlich bis nach den Oberhauswahlen im Juli verschoben.

Die Märkte hätten prompt reagiert und dies mit dem tiefsten Japanischen Yen seit Jahren quittiert. Dies dürfte dem Konjunkturklima förderlich sein und der Börse neue Impulse verleihen. Besonders interessant in diesem Umfeld sei der Immobiliensektor. Bei starker Nachfrage (die Konjunktur) würden einerseits die Auslastung und Preise (die Inflation) steigen, andererseits bleibe die hohe Kreditfinanzierung dank tiefer Zinsen günstig. Dieser seit Jahren anhaltende, weltweite Trend habe sich im Januar beschleunigt und zu einem Kurssprung von +10% der Immobilienwerte geführt. (Ausgabe 03/2007) (09.02.2007/ac/a/m)