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Japan mit schwankenden BIP-Zahlen


04.04.07 15:23
Swiss Life

Zürich (aktiencheck.de AG) - Unter den entwickelten Volkswirtschaften sticht Japan mit seinen teils heftig schwankenden Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt hervor, berichten die Experten von Swiss Life.

Das zweite Halbjahr 2006 sei dafür ein gutes Beispiel gewesen, habe sich doch das annualisierte Quartalswachstum von 0,5% im dritten Quartal auf 5,5% in der Folgeperiode beschleunigt. Sehr ungewöhnlich seien in diesen Kennzahlen die heftigen Ausschläge in der Veränderung der privaten Konsumausgaben, welche üblicherweise eher eine stabile Komponente in der Zusammensetzung des Bruttoinlandprodukts bilden würden.

Angesichts dieser Ungewissheiten betreffend die Entwicklung der privaten Endnachfrage würden starke Exportzahlen für ein nachhaltiges Wachstum weiterhin erforderlich bleiben. Die konjunkturelle Verlangsamung in den USA, und in geringerem Umfang auch in Europa, werde jedoch dämpfende Auswirkungen auf den Export haben. Auch die Tatsache, dass Chinas Regierung ernsthaft auf eine Abkühlung der spekulativen Tendenzen in ihrer Volkswirtschaft hinarbeite, werde unter Japans Exporteuren zu spüren sein.

Nicht einmal die Kombination eines über Potenzial liegenden Wachstums, steigender Beschäftigung, schwacher Währung und gestiegener Energiepreise habe es über die vergangenen zwei Jahre zu bewerkstelligen vermocht, dass Japan endgültig aus der Deflation zu treten vermocht habe. Im Gegenteil, heute stehe Japan wieder vor einer Reihe von Monaten für welche eine negative Jahresteuerung auf Konsumentenstufe ausgewiesen werden dürfte. Damit falle es der Bank of Japan zunehmend schwer, weitere Schritte in Richtung einer Normalisierung des Zinsniveaus vorzunehmen. Ihre bisherigen Maßnahmen hätten an den globalen Finanzmärkten immerhin schon zu einem spürbaren Abbau der Liquidität geführt. (Ausgabe April 2007) (04.04.2007/fc/a/m)