Janus Henderson European-Fonds: Ist die Aktiendispersion mit einem Schlag zurück? Fondsanalyse


18.06.18 12:30
Janus Henderson Investors

London (www.fondscheck.de) - Entbrennt der Kampf um die Marktführerschaft in Europa neu? John Bennett, Leiter European Equities und Manager des Janus Henderson Continental European Fund und des Janus Henderson Pan European Fund von Janus Henderson Investors, lässt die ersten sechs Monate des Jahres Revue passieren.

Dabei beleuchte Bennett einige Faktoren, die seine Einschätzung stützen würden, dass 2018 für die Rendite die richtige Titelauswahl entscheidender sein werde als die Sektorauswahl.

Mit diversen Einschätzungen des Konsens habe sich Bennett Anfang des Jahres überhaupt nicht anfreunden können. Am Jahreswechsel habe allgemein die Einschätzung vorgeherrscht, dass sich die Dinge sehr gut entwickeln würden und Europa zum starken Wachstum in den USA und China aufgeschlossen habe. Alle Weichen für eine Teilnahme an der Wachstumsparty schienen gestellt, so die Experten von Janus Henderson Investors. Der Blick auf die Geldmengenaggregate zeigte jedoch bereits, dass wir den Höhepunkt vermutlich überschritten hatten und es nicht besser werden würde, so die Experten von Janus Henderson Investors.

John Bennett habe mit einem Führungswechsel an den Märkten gerechnet, nachdem Growth-Aktien zehn Jahre lang Value-Aktien weit hinter sich gelassen und Small bzw. Mid Caps ihren großen Wettbewerbern den Rang abgelaufen hätten. Genau das habe er gemeint, als er Anfang des Jahres über die "Die Rückkehr der Volatilität" geschrieben habe. Das sollte jedoch keineswegs heißen, dass man aus Bennetts Sicht auf einen Konjunkturabschwung oder eine Rezession zusteuere. Aber Bennett habe den Eindruck gehabt, dass die Konsensprognose eines global synchronen Wachstums auf die Probe gestellt werden würde. Einen ersten Vorgeschmack darauf haben wir ja bereits bekommen, so die Experten von Janus Henderson Investors.

John Bennett sei überzeugt, dass man sein Kapital in diesem Jahr nicht in einen Index investieren sollte, wenn man damit Geld verdienen wolle. 2018 werde kein Jahr, in dem passive Anlagen glänzen oder man wesentliche Entscheidungen zur Sektorallokation treffen sollte. Für Bennett sei 2018 das Jahr der Stockpicker. Er glaube, die Aktiendispersion werde wieder eine wichtige Rolle spielen. Man müsse sich daher aktiv entscheiden, welche Bank oder welches Pharmaunternehmen man im Portfolio haben wolle. Auf welche Growth- oder Value-Aktie wolle man setzen? Nur selten werden wir gefragt, welche Aktie wir nicht mögen, so die Experten von Janus Henderson Investors. Dennoch gehe es bei mindestens 90% der Anlageentscheidungen genau um diese Frage. Zu wissen, was man nicht möge, werde 2018 ebenso wichtig sein wie zu wissen, wofür man sich entscheide.

Im Januar beschlossen die Experten von Janus Henderson Investors, bei den europäischen Banken in ihrem Portfolio Gewinne mitzunehmen, und kehrten so zu ihrer üblichen vergleichsweise geringen Allokation in diesem Sektor zurück. Der Fokus liegt dabei auf regionalen und binnenorientierten Banken, die andere langweilig finden mögen, so die Experten von Janus Henderson Investors. Aber wie bereits erläutert, steht für uns die Titel- und nicht die Sektorauswahl im Fokus, so die Experten von Janus Henderson Investors.

Zwei Gründe seien für die Anlageentscheidung der Experten ausschlaggebend gewesen: Der Motor der Weltwirtschaft brumme zwar, aber die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass er zu stottern beginne. Zudem flache sich die Renditekurve ab, was für Banken nichts Gutes verheiße. Der zweite Grund sei sektorspezifischer Art gewesen. Bei Banken ist es wie mit vielen anderen Dingen: Je mehr wir mit Vertretern von Geldhäusern sprechen, je mehr wir uns mit Banken beschäftigen, umso deutlicher erkennen wir die disruptiven Folgen des technologischen Fortschritts, so die Experten von Janus Henderson Investors. Und sie würden eine echte Gefahr für die Zinsmargen darstellen - und zwar für die gesamte Bankenbranche. (18.06.2018/fc/a/f)





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